Polarlicht vom 30./31.10.2003
durch einen gewaltigen geomagnetischen Sturm kam es von 29. bis
31. Oktober zur intensiven Ausbildung von Polarlichtern, die auch
von Österreich aus zu beobachten waren.
Nur wenige Tage später, am 20.11.2003 war noch
ein spektakuläres Polarlicht zu
sehen
Hier einige der bisher vorliegenden Berichte der Nacht von 30./31.
Oktober 2003
Erwin Filimon, Seewalchen am Attersee
Beobachtung ab ca. 23.30 Uhr von Seewalchen am Attersee
aus. Anfangs nur schwache Aufhellungen. Ab ca. 0.30 Uhr sehr intensives
eher kleinflächiges Polarlicht fast genau im Norden. Ab ca.
1.25 Uhr großflächigeres und auch sehr helles Polarlicht
im Nord-Westen, das sich zeitweilig bis in den Norden erstreckte.
Ausbildung von Bändern, die jedoch nur jeweils wenige Minuten
zu sehen waren. Sehr schön strukturiertes Polarlicht. Mit
meiner Digitalkamera Nikon Coolpix 5000 konnte ich ca. 40 Aufnahmen
machen. Auch mit Filmmaterial wurden ca. 40 Aufnahmen gemacht.
Kurt Föttinger, Attnang-Puchheim
In der Zeit von 22:30-22:45 war über Attnang ein
Polarlicht zu sehen, Es zog von Vöcklabruck (Westen) bis
nördlich von Attnang, Farbe: rot-orange ,deutlich sichtbare
Intensitätsschwankungen, Himmel: absolut klar. Zwischen 1:26
und 2:08 MEZ ist ein weiteres Polarlicht über Attnang aufgetaucht.
Es war extrem stark und eindrucksvoll. Es zeigten sich anfangs
hellrote und gelbe Streifen,später war der Himmel hellrot
erleuchtet. Nach 2:10 war nur mehr ein schwaches Leuchten zu sehen,das
schnell abnahm.
Julia Panhölzl, Bruck/Mur
Ich habe am 30.10.2003 um ca. 22.00 Uhr eine Art roten
Nebel am Himmel gesehen. Es war eher pulsierend und wanderte weiter.
Ich sah auch leichte Strahlen.
Hannes Schachtner, Vöcklabruck
es war ein wahnsinn!!!, so intensiv, sooo lange. am schönsten
im west bis
nord-west. Ich habe 36 aufnahmen mit einem 1000 film gemacht.
Belichtungszeiten zwischen ca 10-30 sek mit 28mm objektiv.
Dr.Michael Schurz, Ried im Innkreis
Beobachtungs-Standpunkt: Ried im Innkreis (N48°13',
E13°30'), 480m Seehöhe. Bedingungen: -2°C, windstill,
wolkenloser Himmel, Sterne bis ca.5mag sichtbar.
Beginn d.Beobachtung 31.10.2003 um 0:30 Uhr im (südwärts
und lichtgeschützt liegenden) Garten:
Zunächst nur leichte Rötung des Nachthimmels
in NNW Richtung, zu Beginn am ehesten mit einer "Lichtglocke"
über Na-Dampf-Lampen zu verwechseln; allerdings im Laufe
von ca.15 Minuten mehrmals deutliches rubinrotes Aufglühen
und Schwächerwerden der Rotfärbung. Ausdehnung bis ca.45°
Höhe, Horizont-Ausdehnung wegen Verbauung des N-Himmels unter
30° kaum abschätzbar. Zeitweilig entsteht der Eindruck
von zwei getrennten tiefdunkelroten, diffusen Lichtwolken. Keine
Bewegung zu erkennen, nur Schwanken der Leuchtintensität.
Zweite Beobachtung ca. 1:45 bis 2:30 Uhr, ca. 1 km außerhalb
der Stadt: Gesamter Himmelsabschnitt zwischen WNW und NNO bis
zu einer Höhe von ca.70° (!) tiefdunkelrot glühend.
In der Leuchtintensität deutliche Schwankungen, aber praktisch
keine Bewegungen der "Wolken" zu bemerken. (wolkenloser
Himmel!)
Ca. 2:00 Uhr: Auftreten von zunächst zwei, später
drei gelb-grünlichen unscharf begrenzten Schleiern und Bändern,
die sich im NW, und von NNW bis NNO in einer Höhe von ca.
5-15° über dem Horizont abzeichneten. Auch hier: Nur
Schwankungen in der Leuchtintensität, keine Bewegungen der
"Bänder" zu beobachten. Zeitweilig konfluieren
die zwei nördlichen Bänder zu einem einzigen, lediglich
das NW gelegene Band bleibt isoliert. Dauer dieser Lichterscheinungen:
ca. 15 Minuten.
Dazwischen immer wieder "dumpfes" rubinrotes
Aufglühen des Himmels, z.T. in einzelnen Sektoren, z.T. als
einzige tiefrote Wolke. Abklingen auch des Rots um ca.2:20 Uhr.
Ende der Beobachtung 2:30.
Mag. Anton Kellner, Ried
Es war einfach super, gradios!
Bilder und den Beobachtungsbericht findet man unter:
http://www.schau-mal.at/PL2003/main_pl03.htm
Bernhard Hubl
In der Nacht vom 30. auf den 31.10 riß die dichte
Wolkendecke um 22:00 Uhr auf und es zeigte sich ein klarer Himmel
bis in die frühen Morgenstunden. Bereits um 22:15 waren erste
Anzeichen einer rötlichen Färbung am Nord-westhimmel
zu erkennen. Ab 22:30 ging es richtig los: Die rote Farbe des
Himmels war zum Teil so intensiv, dass man glaubte der Himmel
würde brennen. Dabei zeigten sich schnell veränderliche
Strukturen, die den Eindruck von in den Himmel emporschießenden
Flammen verstärkten.
Um Mitternacht verlagerten sich die hellsten Gebiete des
Polarlichts von Nord-Westen nach Nord-Osten. Zwischen 00:45 und
1:30 legte das Polarlicht eine Pause ein, um dann für eine
3/4 Stunde mit höchster Aktivität im Nord-Westen wiederzuerscheinen.
Dabei wurden fast alle Farben des Regenbogens erzeugt: Intensives
Rot, Orange, Magenta, Gelb und Grün. Danach nahm die Aktivität
kontinuierlich ab. Trotzdem war auch noch um 3:30 eine leicht
rötliche Färbung des Nordhimmels erkennbar.
Karl und Edith Kiniger, Lambach
Wir haben ein intensives rotes Polarlicht beobachtet um
ca 22.15 Uhr zwischen Wels und Gunskirchen - bis etwa 30 Grad
Höhe - fleckenartig, mit relativ scharfem Rand. Um ca 23.30
dann über Lambach von Ost bis West verteilt helle rötliche
Zonen und Flecken bis fast zum Zenit und um ca 24 Uhr wieder zwei
deutlich rote Flecken in ca 30 Grad. In Horizontnähe immer
linsenartige, weiße, etws hellgrüne Erscheinungen.
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