4. Kalendarium der Meteorströme
Über das Jahr verteilt kann man die unterschiedlichsten Meteorströme beobachten.
Einige, wie die Perseiden, sind oft auch dem astronomischen Laien bekannt. Andere
Meteorströme haben weniger Berühmtheit erlangt, obwohl sie in einigen Jahren eine schier
unglaublichen Anzahl von Meteoren erzeugten. Die nachfolgende Liste sollte Ihnen eine
kleine Hilfe bei der Planung oder Identifizierung von Meteorsichtungen bieten.
Beachten Sie bitte, daß viele der angeführten Meteorströme auch etliche Tage vor und
nach dem angeführten Maximum aktiv sind und sporadische Meteorsichtungen diesen Strömen
zugeordnet werden können.
Wählen Sie den entsprechenden Monat: 1 ... 2
... 3 ... 4 ... 5 ... 6 ... 7 ... 8 ... 9 ... 10 ... 11 ... 12
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Der Hauptstrom im Januar sind die Quadrantiden. Die anderen Ströme produzieren nur
eine geringe Anzahl an Meteoren.
3.-4.: Quadrantiden
Die Quadrantiden können in einigen Jahren sehr ergiebig werden, mit Fallraten zwischen
45 und 200 Meteoren pro Stunde. Die Meteore sind oft bläulich und haben eine mittlere
Helligkeit von +2.8m
8.-9.: Rho Geminiden
13.-16.: Januar Draconiden
16.-18.: Januar Bootiden
17.: Delta Cancriden
24.-31.: Alpha Leoniden
Der Februar ist ein eher unergiebiger Monat für Meteorbeobachtungen. Zu dieser Zeit
durchquert die Erde keinen der Hauptströme. Die unergiebigen Kleinströme erbringen nur
gelegentlich einzelne Meteore.
5.-10. Aurigiden
22.-23. Delta Leoniden
25.-26. Sigma Leoniden
Auch im März sind keine ergiebigen Meteorströme aktiv. Meteore aus schwachen Strömen
können Sie an folgenden Tagen beobahten:
1.-4.: Rho Leoniden
3.-9.: Pi Virginiden
10.-11.: Leoniden-Ursiden
15.-18.: März Aquariden
18.-19.: Eta Virginiden
20.-21.: Theta Virginiden
29.-31.: Beta Leoniden und Eta Draconiden
Der Haupstrom an Meteoren wird im April von den Lyriden verursacht, die ihr Maximum um
den 20.4.-21.4. haben.
1.-2.: Tau Draconiden
7.-8.: April Virginiden
7.-18.: Alpha Virginiden
12.-24.: Lyriden
Ihr Radiant liegt im Sternbild Leier (Lyra), ca. 7° südwestlich von Wega. Das Maximum
ist am 21.4., die beste Beobachtungszeit ist ab Mitternacht. Die maximale Fallrate
beträgt normalerweise etwa 10 Meteore pro Stunde mit durchschnittlich 2.4m. Es wurden
jedoch schon Raten von über 100 berichtet. Etwa 15% der rasch fliegenden Meteore erzeugen
nachleuchtende Spuren.
19.-20.: April Ursiden
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1.-8.: Eta Aquariden
Die Mai-Aquariden sind vom 1. bis 8. Mai sichtbar. Das ausgeprägte Maximum ist am
5.5., hier können bis zu 60 Meteore pro Stunde beobachtet werden. Dabei sind Beobachter
südlich des Equators aufgrund der Lage des Radianten bevorzugt.
1.-9.: Mai Lyriden Maximum am 6.4. (etwa 2-6 / Stunde)
21.4.-4.6.: Südliche Mai Ophiuchiden. Flaches Maximum von 13.5.-18.5. ZHR=2-3
8.4.-16.6.: Nördliche Mai Ophiuchiden. Maximum von 18.5.-19.5. ZHR=2-3
Im Juni ist wieder einmal nicht viel zu erwarten. Einige schwache Meteorströme liefern
das ganze Monat über nur unbefriedigende Resultate für den Hobby Meteorbeobachter.
9.-10.: Tau Herculiden
14.: Scorpius-Sagittarius Strom
Das schwache Maximum dieses Stromes ist um den 14. Juni zu erwarten. Der Strom ist
während des ganzen Monats aktiv.
20.-30.: Delta Aquariden
Im Maximum (28.-29. Juli) sind ca. 20 Sternschnuppen pro Stunde zu erwarten. Der
Radiant wird von zwei unterschiedlichen Strömen gebildet, von denen einer im August
zusammen mit den Perseiden beobachtet werden kann.
15.7. - 10.8.: Alpha Capricorniden
Es handelt sich um langsame und oft sehr helle Meteore, die die ganze Nacht über zu
sehen sind.
August ist "Perseidenzeit" Kein anderer Meteorstrom ist so bekannt wie
dieser. Grund ist nicht nur das steile Maximum und die hohen Fallraten, sondern auch die
jahreszeitlich günstige Lage im Spätsommer. Die Geminiden im Dezember und die
Quadrantiden im Jannuar sind dem Perseidenstrom durchaus ebenbürtig, werden aber aufgrund
der kalten Witterung wenig wahrgenommen.
15.7. - 10.8.: Alpha Capricorniden
Es handelt sich um langsame und oft sehr helle Meteore, die die ganze Nacht über zu
sehen sind.
11. - 12.: Perseiden
Die Perseiden sind der wohl bekannteste Meteorstrom des Jahres. Im Volksmund werden die
Meteore dieses Stromes auch "Laurentiustränen" genannt. Im Maximum etwa 70
Sternschnuppen pro Stunde, bei Annäherung des Ursprungskometen P/Swift-Tuttle deutlich
mehr.
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20.: Pisciden
Pisciden sind ab der ersten Septemberwoche zu beobachten. In der Maximumnacht um den
20. September bringt dieser Strom ca. 15 Meteore pro Stunde.
Tauriden
Tauriden sind den ganzen Oktober über sporadisch zu beobachten. Das Maximum wird um
den 13. November erreicht.
13.: Tauriden
Etwa 10-20 sehr langsame Meteore pro Stunde, sehr flaches Maximum. Von Ende September
bis Anfang Dezember treten immer wieder Tauriden auf.
17. : Leoniden
In normalen Jahren ca. 8-10 Meteore pro Stunde. Etwa alle 33 Jahre erfolgt durch die
Annäherung des Ursprungskometen P/Temple-Tuttle ein enormer Anstieg der Fallraten (bis zu
200 pro Sekunde 1966).
Ein interessantes Programm (METSIM,
60KB) simuliert einen Meteorsturm. Wie gut können Sie die Fallrate schätzen?
6.-17.: Geminiden
Das Maximum fällt auf den 14. Dezember, pro Stunde sind bis zu 60 Meteore zu erwarten.
22.-23.: Ursiden
Der Meteorstrom zeigt ein spitzes Maximum, bei dem etwa 20 Meteore pro Stunde erwartet
werden können.
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