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Meteor Beobachtung

2. Wie beobachtet man richtig

Wenn Ihr Interesse für Meteore Sie dazu drängt, aus der passiven Zuschauerrolle zu schlüpfen und die Beobachtung auf eine wissenschaftliche Basis zu stellen, so ist dafür nur ein unbedeutender Aufwand vonnöten.

Grundvoraussetzungen

Sie benötigen als Hilfsmittel lediglich eine halbwegs genaue Uhr, eine bequeme Liege- oder Sitzgelegenheit und etwas zu schreiben. Zur Beleuchtung der Schreibgelegenheit, sollten Sie ein rotes, nicht blendendes Licht verwenden, um die Dunkelanpassung des Auges nicht zu stören.

Eine einzelne Person kann etwa ein Drittel des Himmels im Blick behalten. Suchen Sie sich ein Himmelsgebiet aus, daß von Ihrem Beobachtungsplatz möglichst vollständig sichtbar ist. Bäume, Sträucher, Berge oder Gebäude sollten möglichst wenig davon verdecken. Läßt sich kein entsprechend freier Himmelsteil finden, dann schätzen Sie den Prozentanteil der Bedeckung und notieren Sie ihn in den beobachtungsnotizen. Denken Sie auch daran, beim Aufziehen von Wolken ebenfalls eine entsprechende Notiz zu machen. Bei der Meteorbeobachtung sind alle Himmelsauschnitte gleich gut geeignet, eine Häufung der Meteore im Gebiet des Radianten findet nicht statt. Wenn möglich, wählen Sie einen Blickpunkt von 50-70° über dem Horizont. Sie haben damit sowohl den Zenith, als auch den Horizont noch im Blickwinkel.

Notieren Sie die Richtung und Höhe Ihres Blickpunktes oder das beobachtete Sternbild, sowie die Uhrzeit. Lassen Sie sich nicht verleiten, möglichst überallhin gleichzeitig sehen zu wollen, und bleiben Sie für die Dauer der Beobachtung bei der anfangs gewählten Blickrichtung.

Einfache Beobachtung

Sobald ein Meteor in Ihrem Blickfeld auftaucht, versuchen Sie einzuschätzen, ob Richtung und Geschwindigkeit dem zu untersuchenden Meteorstrom entsprechen. Läßt sich die Flugbahn gedanklich bis zum Radianten zurückverfolgen? In dem Fall machen Sie auf Ihrem Blatt einen Strich, sonst ein Kreuz. Das sollte Ihnen gelingen, ohne den Blick vom Himmel abwenden zu müssen. Schreiben Sie gelegentlich (etwa alle 5 Minuten) die aktuelle Uhrzeit auf und zählen Sie dann weiter. Auf diese Weise können Sie eine Veränderung der Häufigkeit später leicht nachvollziehen. Eine Uhr, die ein regelmäßiges Zeitsignal abgibt, kann dabein sehr nützlich sein.

Fortgeschrittene Beobachtung

Versuchen Sie zusätzlich die Helligkeit des Meteors abzuschätzen. Dabei können Sie sich an der Helligkeit einiger Standardsterne orientieren. Eine Unterscheidung auf eine Helligkeitsklasse ist dabei schon genug. Damit die geschätzte Helligkeit und Anzahl vergleichbar wird, sollten Sie vor Beginn der Zählung die Grenzhelligkeit Ihres Beobachtungsstandortes feststellen. Das ist die Helligkeitsklasse, die mit bloßem Auge gerade noch feststellbar ist. Am einfachsten gelingt das durch Beobachtung der Polregion:

Ursa Minor

 

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