Astronomischer Arbeitskreis Salzkammergut

Sternwarte Gahberg

N 47°54'48" / O 13°36'33" / 860m

Auszählungsergebnisse aufgrund unserer Beobachtungen der vergangenen Jahre (Gruppenbeobachtung).

Von Anzahl Dauer je Std Info
11.08.1980 403 5,5 73  
         
08.08.1981 50 2 25  
12.08.1981 66 2,5 26  
         
11.08.1982 133 3,5 38  
12.08.1982 246 4,5 55  
         
09.08.1983 96 3 32  
14.08.1983 103 4 26  
         
03.08.1984 71 2,5 28  
29.07.1984 73 3 24  
30.07.1984 117 3,5 33  
         
09.08.1985 73 2 37  
11.08.1985 500 6 83  
12.08.1985 295 4,5 66  
13.08.1985 55 2 28  
         
07.08.1986 80 3 27  
09.08.1986 126 3,5 36  
13.08.1986 80 2,5 32  
         
05.08.1988 35 1 35  
06.08.1988 59 1 59  
07.08.1988 113 3 38  
10.08.1988 225 6 38  
13.08.1988 106 3 35  
         
05.08.1989 37 1 37  
13.08.1989 102 2 51  
         
12.08.1990 105 1,5 70  
         
07.08.1991 40 2 20  
10.08.1991 75 1,5 50  
11.08.1991 170 3 57  
12.08.1991 310 4 78 Einzelbeobachtung
13.08.1991 31 1 31  
         
11.08.1993 1003 6,5 154  
12.08.1993 273 3 91  
         
11.08.2000 182 1,5 121  

Die starke Aktivität der Sternschnuppen um den 11. bis 13. August ist durch das Maximum des Perseidenmeteorstromes zu erklären. Die teilweise sehr unterschiedlichen Ergebnisse im Jahresvergleich hängen mit unterschiedlichen Aktivitäten des Sternschnuppenstromes, aber auch mit Störungen durch das Wetter bzw. durch Mondlicht zusammen.

Die Ergebnisse sind Gruppenergebnisse, wobei eine Gruppe von Meteorbeobachtern den ganzen Himmel überwacht hat. Ein Einzelbeobachter ist nur in der Lage ca. 1/3 des Himmels zu überblicken, daher wird ein Einzelbeobachter nur etwa 1/3 der hier aufgezeigten Sternschnuppen sehen.

Ergebnisse unserer vereinseigenen Meteorbeobachtungen

Stündlicher Durchschnitt der vergangenen Jahre

Jahr 29.7 30.7 3.8 5.8 6.8 7.8 8.8 9.8 10.8 11.8 12.8 13.8 14.8
1980                   73      
1981             25       26    
1982                   38 55    
1983               32         26
1984 24 33 28                    
1985               37   83 66 28  
1986           27   36       32  
1988       35 59 38     38     35  
1989       37               51  
1990                     70    
1991           20     50 57 78 31  
1993                   154 91    
2000                   121      
Auswertungs-Statistik

Grafische Auswertung der Beobachtungszahlen

Perseiden-Meteorstrombeobachtungen 1997

von Erwin Filimon

Wir konnten im August 1997 dank des günstigen Wetters die beiden interessantesten Nächte des Perseidenmeteorstromes erfolgreich von der Sternwarte Gahberg aus beobachten. Vom 11. auf den 12. und vom 12. auf den 13. August beobachtete von der Sternwarte Gahberg aus eine Beobachtergruppe die Sternschnuppen. Am 11./12.8. beobachteten Erwin Filimon, Georg Emrich, Wolfgang Hubinger, Hannes Schachtner, Hartmut Schuller, Wolfgang Piracher, Robert Orso, Ilse-Dore Brodmann-Schmidt, Christoph Kaltseis, Klaus Eder und einige Besucher und am 12./13.8. beobachteten Erwin Filimon, Georg Emrich, Wolfgang Hubinger, Hannes Schachtner, Klaus Eder , Wolfgang Piracher, Robert Orso und Gerhard Neuhofer. Mag. Anton Kellner beobachtete alleine in der Nacht vom 12./13.8.97 in der Zeit von 2.00 bis 3.00 Uhr 60 Meteore.

Neben der visuellen Beobachtung und Zeitnehmung mit einem tragbaren PC und einem von Mag. Anton Kellner, nach einem Entwurf von Erwin Filimon, entwickelten PC-Programm wurden auch mit 10 Kameras auf der ALT-AD-6 Montierung und auf weiteren Stativen auch fotografische Meteoraufnahmen gemacht.

Beobachtungsmethode: Unsere Ergebnisse sind ein Gruppenergebnis, wie wir es seit dem Jahr 1980 bei den Perseiden durchführen.

Jeder Beobachter übernimmt einen Beobachtungssektor, wobei damit der gesamte sichtbare Himmel abgedeckt wird. Von der Sternwarte Gahberg aus ergibt sich allerdings eine Abdeckung des Sternenhimmels von ca. 20 % durch Bäume, Sternwarte und Gelände.

Sieht ein Beobachter eine Sternschnuppe, so erfolgt dies mit Rufmeldung "Meteor" bzw. wenn der Meteor gleich als Perseid erkannt wird "Perseid". Der Zeitnehmer braucht nur auf irgendeine Taste der Computertastatur zu drücken und der Computer speichert die Zeit, es wird nun noch die Helligkeit eingegeben und die Stromzugehörigkeit. Da es in rund 50 % aller Fälle ein Perseid mit einer Helligkeit von +3 m ist, ist dieser Wert als Vorgabe im PC eingegeben - nur Abweichungen davon müssen mit der Tastatur eingegeben werden. Doppelsichtungen scheinen nur als ein Meteor im Protokoll auf. Unser Ergebnis entspricht also der Zahl aller tatsächlich vom Gahberg aus beobachteten Meteore. Auf die Schätzung der Nachleuchtdauer wurde heuer verzichtet.

Wetter:  In beiden Beobachtungsnächten war das Wetter gleich gut. Grenzgröße ca. 5.8 m und keine Störungen durch Wolken. Mit den Beobachtungen wurde erst begonnen, als das Mondlicht nicht mehr störte.

Hier nun unsere visuellen Beobachtungsergebnisse

  11./12. August 97 12./13.August 97

Anzahl der Beobachter

10

8

Beobachtungen von ... bis ...

23.00 bis 3.10 Uhr

0.50 bis 4.30 Uhr

Beobachtungszeit in Minuten

250

220

Anzahl aller beobachteten Meteore

343

518

Anzahl der sporadischen u. anderer Ströme

55

37

Anzahl der Perseiden und % an allen

288 = 84 %

481 = 93 %

Durchschnittliche Anzahl der Perseiden / h

70

132

Helligkeitsverteilung der Perseiden

Helligkeit

Anzahl
11./12.8.

%

Anzahl
12./13.8.

%

- 2 m

   

2

0,5

- 1 m

10

3,5

11

2,3

0 m

18

6,3

31

6,5

+ 1 m

48

16,7

86

17,9

+ 2 m

73

25,4

86

17,9

+ 3 m

99

34,5

209

43,6

+ 4 m

39

13,6

54

11,3

Gesamt

288

 

481

 

 

Bei den sehr hellen Meteoren (Helligkeit +1 m und heller) war der Anteil in beiden Nächten fast gleich (26,6 % bzw. 27,2 %). D.h. jeder vierte Perseid war so hell. Und da Meteore des Perseidenstromes erst ab einer Helligkeit von ca. + 1 m fotografisch erfasst werden können, bestand die Möglichkeit, in der Nacht 11./12. 8. rund 80 bzw in der Nacht 12./13.8. rund 130 Meteore bei der Verwendung von hochempfindlichem Film abzubilden.

Häufigkeitsverteilung der Perseiden

 

11./12.8.97

11/12.8.97

12./13.8.97

12./13.8.97

Beobachtungszeit MESZ

Perseiden

andere M.

Perseiden

andere M.

23.00 bis 0.00

30

13

   

0.00 bis 1.00

65

14

   

1.00 bis 2.00

97

14

122

13

2.00 bis 3.00

85

13

147

11

3.00 bis 4.00

   

137

11

4.00 bis 4.30

   

58

2

Auffällig ist bei der Häufigkeitsverteilung, daß die Anzahl der Meteore in der Nacht vom 11./12. 8. 97 ab 23.00 Uhr in den ersten 3 Stunden um je ca. 30 pro Stunde zunahm, in der Zeit von 2.00 bis 3.00 Uhr aber dann wieder leicht zurückging. Bemerkenswert auch, daß die Anzahl der sporadischen bzw. anderen Meteore mit 13 bzw. 14 je Stunde ausgesprochen konstant blieb. Dieser Effekt war auch in der folgenden Nacht zu bemerken.

In der Nacht vom 12./13. 8. war die Aktivität des Perseidenmeteorstromes schon wesentlich höher als in der Nacht zuvor. Von 1.00 bis 2.00 Uhr waren in dieser Nacht um 25 Meteore (= + 26 %) mehr zu sehen als in der Nacht vorher und von 2.00 bis 3.00 Uhr waren es sogar um 62 Meteore (= + 73 %) mehr.



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