Scannen kleiner Originale
Die vorherigen Betrachtungen gelten für eine 1:1 Druckgröße, d.h.
ein 9x13cm Foto wird auch 9x13cm groß gedruckt. Bei kleineren
Originalen wird die Auflösung entsprechend der gewünschten
Vergrößerung erhöht, ebenso, wenn das Bild auf dem Ausdruck größer
erscheinen soll wie das Original.
Beispiel: DIA auf A4
Das Diapositiv ist 24x36mm groß, das A4-Blatt etwa 21x29cm also rund
8x so groß. Bei gewünschten 150 LPI Druckraster (entsprechend
Druckauflösung und gewünschter Anzahl Grauwerte) müssen wir das Dia
mit 8x150 = 1200 DPI scannen.
Nachbetrachtung
Bei dieser Darstellung wurden natürlich einige Randbedingungen nicht
im einzelnen erläutert. Beispielsweise ist die Rasterfunktion zur
Berechnung der Grauwerte oft in der Lage, die Verteilung der schwarzen
Punkte innerhalb der Zelle so zu steuern, daß auch noch Details
unterhalb der Rasterauflösung berücksichtigt werden können. Um seinen
jeweiligen Drucker besser kennenzulernen sollte man also unbedingt ein
paar Probedrucke mit unterschiedlichen Auflösungen machen und dann für
sich entscheiden, welche Auflösung bei diesem Gerät die optimalste
Darstellung liefert.
Es sollte noch erwähnt werden, daß die Scanner-Software beim
Herunterskalieren der Auflösung meist schlechtere Resultate liefert als
ein hochwertiges Grafikprogramm. Wenn man also nicht einen Scanner der
oberen Preisklasse sein Eigen nennt, dafür aber Corel Photopaint oder
Adobe Photoshop besitzt, der kann ruhig mit der doppelten Zielauflösung
scannen und das Bild dann im ersten Schritt mit dem Grafikprogramm auf
die richtige Auflösung herunterrechnen lassen.
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