Astronomischer Arbeitskreis Salzkammergut

Sternwarte Gahberg

N 47°54'48" / O 13°36'33" / 860m

Digitalkamera Grundlagen

Digitalkamera Grundlagen Teil 7

Der Bildschirm als Ziel Medium

Soll das Digitale Bild auf einem Bildschirm ausgegeben werden, sind die Verhältnisse recht einfach. Da bis auf sehr wenige Ausnahmen das Bild normalerweise als ganzes sichtbar sein soll, kann die Bild Größe die Dimension des Bildschirms nicht übersteigen. Oft wird das Bild zudem in ein Umfeld eingebettet (Webseite), wodurch auch hier nicht die gesamte Fläche des Bildschirms zur Verfügung steht.

Die Bildschirm Größen und Auflösungen steigen langsem im Lauf der Zeit, das gängigste Format ist momentan 1024x768 Bildpunkte. Unsere WEB Statistik zeigt für 01/2006 etwa folgende Verteilung:

  • größer als 1280x1024: 18%
  • 1280x1024: 21%
  • 1024x768: 55%
  • kleiner: ~6%

Damit reicht eine Bildauflösung von 1 Megapixel vollkommen aus. Das Problem ist meist eher umgekehrt. Viele Leute haben Probleme, die "gigantische" Auflösung ihrer Digitalkamera soweit zu reduzieren, daß überhaupt ein Bild auf dem Monitor erkennbar ist.

Wie scharf sieht unser Auge

Das menschliche Auge hat bei optimalen Kontrastverhältnissen eine Winkel-Auflösung von etwa einer Bogenminute (1' = 1/60°). Das entspricht einem Abstand von 1mm in einer Entfernung von etwa 3,5m.

Auflösung des Auges

D=291mm.
Ab ~30cm kann unser Auge Punkte, die 1/300" Abstand besitzen nicht mehr getrennt auflösen.

Betrachten wir nun einmal das aus dem Fotolabor gekommene Bild und nehmen wir an, daß es mit 300 Bildpunkten pro Zoll (300 PPI) belichet wurde. Dann haben diese Punkte einen Abstand von 0,085 mm. Ab einer Entfernung von 291mm kann unser Auge diese Punkte nicht mehr voneinander unterscheiden, selbst wenn der Kontrast zwischen ihnen sehr hoch ist. Optisch sieht das Ergebnis absolut glatt aus.

Wir sehen also, daß diese Auflösung im Belichtungsstudio nicht ohne Grund so gewählt wurde. Es ist unwahrscheinlich, daß das Ergebnis aus weniger als 30cm Entfernung betrachtet wird.

Der "Betrachtungsabstand"

Nachdem wir nun wissen, wie wir das Bild mit unserem Auge sehen, nehmen wir als Beispiel einen Abzug in 20x30cm, also etwa die Größe eines DIN A4 Blattes. Mit 300PPI belichtet ergibt das eine Gesamtmenge von ca. 8,3 Megapixel. Das entspricht derzeit der oberen Mittelklasse bei den Digitalkameras.

Betrachtungsabstand

Größere Vorlagen betrachten wir normalerweise aus einem größeren Abstand

Angenommen, wir möchten aber jetzt ein Poster von diesem Bild machen lassen, etwa im Format A2. Dieses hat die vierfache Fläche eines A4 Blattes und wir würden annehmen, daß wir dazu auch die vierfache Pixelanzahl benötigen, also etwa 35 Megapixel. Dabei wird gerne übersehen, daß man so ein großes Bils (40x60cm) normalerweise nicht aus 30cm Entfernung betrachtet, sondern eher aus 60cm bis 0.5m Distanz. Je größer das Bild, desto weiter weicht man automatisch zurück. Ein Plakat mit A0 (~120x80cm) würde man demnach aus zumindest 1.5m Entdernung betrachten.

Das liegt ganz einfach daran, daß ansonsten die Bildfläche so groß erscheint, und wir sie nicht als Gesamtes überblicken können - die Betrachtung wird anstrengend und die Übersicht geht verloren. Wir versuchen im Normalfall das Objekt der Begierde so im Blickfeld zu halten, daß es etwa 50-60° des Blickwinkels umfaßt.

Der größere Betrachtungsabstand bewirkt nun, daß auch die Pixel größer werden dürfen, ohne daß das Auge einen Unterschied feststellen kann. In userem Fall mit dem A2 Poster dürfen aufgrund des mehr als doppelt so großen Abstandes die Pixel also 2x so groß sein, wie bei dem A4 Bild, wodurch sich die notwendige Pixelanzahl auf 1/4 reduziert. In Summe bleibt also die Gesamt Information die wir dabei aufnehmen wieder bei ca 8 Megapixel.

weiter zum Teil 8



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