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Folge # 135
April 1998

Astronomische Informationen für Mitglieder und Freunde des Astronomischen Arbeitskreises Salzkammergut
Informationstelefon: 07662 / 8297
STERNWARTE GAHBERG

Einbruchdiebstahl auf der Sternwarte Gahberg
in der Nacht vom 10. auf 11. April 1998

In der Nacht vom Karfreitag auf Karsamstag den 10./11. April 1998 wurde auf der Sternwarte Gahberg die Vordertüre mit einem Brecheisen aufgebrochen und neben dem Vereinsgerät Celestron 11 auch verschiedenes Zubehör wie Okulare, Filter etc. gestohlen. Der Gesamtschaden beträgt ca. 150.000,-- öS.

Vermutlicher Tathergang:

Der mutmaßliche Täter ließ sich vom Landungsplatz in Attersee, wo er in einem Lokal gegessen hatte, am Karfreitag, dem 10. April 1998, gegen 22.00 Uhr mit dem Taxi Pflügl, Weyregg, auf den Gahberg fahren. Der Mann hatte eine große Tasche bei sich. Der Taxilenkerin erzählte er, daß er sich mit Freunden im Alpengasthof Kogler treffen und am nächsten Tag wieder mit dem Zug um 8.00 Uhr von Attnang-Puchheim nach Hause fahren wird. Er fragte nach dem nächsten Bahnhof und gab vor aus Bruck an der Mur zu kommen. Die Taxilenkerin ließ den Mann beim Gasthof Kogler aussteigen. Der Einbrecher dürfte dann zur Sternwarte gegangen sein und den Einbruch begangen haben. Vermutlich verließ er den Tatort auch wieder zu Fuß, denn das schwere Einbruchswerkzeug wurde am Waldrand ca. 200 Meter von der Sternwarte Gahberg entfernt aufgefunden. Der Täter hat das gesamte optische Material der Sternwarte Gahberg durchsucht, aber nur sehr gezielt verschiedenes Zubehör mitgenommen. Offenbar ist ihm die Last aber doch zu groß geworden, und er hat sich von seinem Werkzeug getrennt, das in die vorher auf der Sternwarte Gahberg entwendete Plastikhülle gepackt und im Gebüsch abgestellt wurde.

Das umfangreiche Einbruchswerkzeug wurde der Kriminalabteilung OÖ von der Gendarmerie übergeben. Entweder ist der Täter zu Fuß vom Gahberg gegangen oder eventuell später in ein Fahrzeug gestiegen, als Autostopper aufgetreten oder hat die öffentlichen Verkehrsmittel benützt. Vielleicht hat er aber auch in Weyregg oder Schörfling ein Zimmer gemietet.

Täterbeschreibung:

Mann, ca. 28 bis 30 Jahre alt, längeres kantiges Gesicht, ca. 170 cm groß, brünett schütteres Haar normaler Haarschnitt mit leichten Stirnlocken, spricht etwas kärntnerischen oder steirischen Dialekt. Blue Jeans, Sportschuhe, Blouson, Sporttasche ca. 70 cm lang,

Bitte helfen Sie uns !

Wir ersuchen Sie als Leser der Astro-Info uns bei den Nachforschungen zu helfen. Vielleicht ist Ihnen dieser Mann aufgefallen.

Für sachdienliche Hinweise sind wir sehr dankbar.

Bitte melden Sie Ihre Beobachtungen an den Vereinsobmann:

Erwin Filimon, Sachsenstraße 2, 4863 Seewalchen abends unter Tel. 07662-6490 oder 0664-3720422 oder e-mail: filimon@cso.at

oder an die Gendarmerie Weyregg am Attersee Tel. 07664-2233


Astroworkshop Gahberg 1998 – 1. bis 3. Mai

Der diesjährige Workshop findet von Freitag 1. Mai bis Sonntag 3. Mai statt. Heuer wird der Workshop erstmals unter keinem bestimmten Thema stehen, die Beiträge werden deshalb weite Gebiete der Astronomie berühren.

Die Veranstaltung findet wie gewohnt im Alpengasthof Kogler (ca. 400 Meter von der Sternwarte Gahberg entfernt) bzw. auf der Sternwarte Gahberg statt. Näheres zum Workshop 1997 lesen Sie bitte im Bericht in "Sterne und Weltraum" 11/97 Seite 998 von Willi Knülle.

Wir freuen uns, wenn auch heuer wieder Teleskope mitgebracht werden. Bei schönem Wetter gibt es die Möglichkeit gemeinsam zu beobachten.

Mitgebrachte Geräte können Sie von Herrn Ortner prüfen und justieren lassen. Wir bitten Sie zu beachten, daß diese Prüfungen individuell mit Herrn Ortner abzustimmen sind, und daß der Unkostenbeitrag dafür nicht im Workshopbeitrag enthalten ist.

Der Workshopbeitrag beträgt für die dreitägige Veranstaltung öS 200,- pro Person. Bei eintägiger Teilnahme wird ein Workshopbeitrag von öS 100,- eingehoben (Referenten sind natürlich ausgenommen).

Während des Workshops ist ein astronomischer und fotografischer Gebrauchtmarkt geplant. Bitte nehmen auch Sie ihre Sachen, die Sie verkaufen möchten, mit.

Kugelsternhaufen

Zimmerreservierungen

Im Alpengasthof Kogler sind keine Zimmer mehr frei, da der Andrang zum Workshop sehr groß ist. Wir rechnen wiederum mit mindestens 60 Teilnehmern.

Weitere Unterkünfte sind im Brandnerhof (halbe Höhe Gahberg), ca. 2,5 km vom Gasthof Kogler entfernt erhältlich (ca. 200,-- öS inkl. Frühstück) Tel.Nr. 07664-2390 oder vom Tourismusverband Weyregg unter Tel.Nr. 07664-2236 zu erfahren.

Wir ersuchen um Verständnis, daß wir keine Zimmerreservierungen für Teilnehmer vornehmen können und bitten die Quartiere selbst zu reservieren.


Programm der Astroworkshops 1. bis 3. Mai 1998
Von Erwin Filimon

Donnerstag, 30. April abends im Gasthof Kogler (20.00 Uhr) Eröffnungsdiavortrag von Hannes Peschl "Vom Donnerkeil bis zum Kugelblitz"
Freitag, 1. Mai ab 10.00 Uhr – Beginn der Workshopbeiträge
Ablauf ist wie immer bei unseren Workshops sehr individuell geregelt
12.00 bis 14.00 Uhr Mittagszeit
ab 14.00 Uhr weitere Workshopbeiträge
abends – Diashow Gerald Rhemann, Wien:
neue Dimensionen in der Astrofotografie – 3D
anschließend bei Schönwetter gemeinsames Beobachten auf der Sternwarte Gahberg
Samstag, 2. Mai ab 10.00 Uhr – Fortsetzung des Workshops
12.00 bis 14.00 Uhr Mittagszeit
ab 14.00 Uhr weitere Workshopbeiträge
Totale Sonnenfinsternis über Aruba - Vortrag von Rudolf Conrad
ab 20.00 Uhr Abendvorträge bzw. bei Schönwetter gemeinsames Beobachten auf der Sternwarte Gahberg
Sonntag, 3. Mai

ab 10.00 Uhr bis ca. 12.00 Uhr Workshopfinale
Ende des Workshops ca. 12.00 Uhr.

Wir freuen uns sehr, wieder viele Sternfreunde bei uns am Gahberg zu treffen
So bin ich zu erreichen: Telefax 07674-62201/23
Abends unter Tel. 07662-6490 oder unter Handy 0664-3720422
e-mail: filimon@cso.at

Detailprogramm und Beiträge

Blitz

Bereits beim Workshop 1997 waren diese Beiträge ein Hit. Unter anderem wird auch die Entwicklung einer Astrokamera am Computer gezeigt.

Kometen Hyakutake und Hale-Bopp
Herbert Csadek, Wien

Zwei Filme, die die ganze Bandbreite amateurastronomischer Verfahren bei der Kometenfotografie vorstellen, gezeigt werden unter anderem Video- und Schmidtkameraaufnahmen, zeitgeraffte Super-8-Filmaufnahmen sowie Aufnahmen mit Restlichtverstärker und einem 1-Meter-Amateur-Großinstrument.

Eröffnungsvortrag am Donnerstag 30. April um 20.00 Uhr

"Vom Donnerkeil bis zum Kugelblitz"
Hannes Peschl, Laufen
zeigt sagenhaft schöne Blitzaufnahmen.

Prüfungen und Justierungen von Optiken
Alois Ortner und Wolfgang Rohr

Zwei Profis in der Optik zeigen uns, was unsere Geräte leisten können, wenn sie richtig justiert sind. Mitgebrachte Geräte können geprüft und justiert werden.

Flatfield Kamera auf Prüfstand

Telescope Positioning System (TPS) – einfache Teleskoppositionierung über den Computer
Hannes Schachtner (Astronomischer Arbeitskreis Salzkammergut)

Die Möglichkeit Teleskope automatisch zu positionieren, bringt dem Astronomen eine gewaltige Zeitersparnis. Ohne derartige Positionierung muß man sich mit Hilfe von Sternkarten von einem hellen Stern zu dem gewünschtem Objekt vorarbeiten. Leider findet man solche Teleskop Positionierungsmöglichkeiten nur bei teuren Teleskop- und Montierungstypen. Aus diesem Grund wurde von Hannes Schachtner ein einfaches Teleskoppositionierungssystem entwickelt, welches es erlaubt ohne Umbauten, deutsche Montierungen mit Hilfe eines PC-Programmes und einer Interfacekarte zu positionieren. Die Steuerung der Montierung muß nur über einen externen Richtungstastenanschluß (CCD-Port z.B. wie für eine ST4) verfügen.

Sternbild Leo
Das TPS funktioniert nach dem Prinzip der Referenzsternmethode. Das heißt, daß man einen hellen Stern in der Nähe des gewünschten Objektes einstellt und die Koordinaten von Referenzstern und Objekt eingibt. Nach der Positionierungszeit findet man das zu beobachtende Objekt im Gesichtsfeld des Okulars. Die Positionierungsgenauigkeit ist abhängig von der Qualität der Montierung und den ermittelten Positionierungsparametern.

Das TPS-Programm ist ein bewußt einfach gestaltetes DOS-Programm, welches auch auf alten PCs und Laptops läuft. Die Interfacekarte wird an den Printerport Ihres Rechners angeschlossen und über ein +12 Volt Netzteil versorgt.

Der einzige Aufwand liegt in der Herstellung der Verbindung zwischen Interfacekarte und der Montierungssteuerung, sowie der Ermittlung von 2 (3) Positionierungsparametern.

Die Verbindung ist in den meisten Anwendungsfällen ein einfaches mehrpoliges Kabel, welches man sich leicht selbst anfertigen kann.

Die Positionierungsparameter können mit Hilfe einer Stoppuhr und den Teilkreisen leicht ermittelt werden.

Praktische Präsentation im Saal und gegebenenfalls auch auf der Sternwarte Gahberg. Das Programm und die nötige Interfacekarte sind beim Referenten erhältlich.

CCD-Referenzaufnahmen von Amateuren - ein Projekt der Sternwarte Gahberg
Harald Strauß (Astronomischer Arbeitskreis Salzkammergut)

CCD-Guide, die CD-ROM des AAS-Gahberg- Präsentation des Konzeptes und des Inhalts

Arbeiten mit der CD
  • Aufzeigen der Möglichkeiten und des Nutzens anhand von Beispielen

CCD-Aufnahmen von Amateuren als Referenz?
  • Vergleich bekannter Referenzsysteme (TheSky und RealSky) mit Amateuraufnahmen

  • welche Grenzgröße kann mit Amateurausrüstung an durchschnittlichen Standorten erreicht werden?

  • welche Objekte sind noch fotografisch sinnvoll?

  • Präsentation einiger unserer gelungensten CCD-Aufnahmen

NGC 6946 (c) Harald Strauß
NGC 6946, Aufnahme: Harald Strauss
Belichtungszeit 2x900Sec., Kamera LcCCD11


Internet – viele Möglichkeiten – viele Vorteile in der Amateurastronomie
Erwin Filimon/Robert Orso (Astronomischer Arbeitskreis Salzkammergut)

Ob für die aktuelle Information, die besten Wetterseiten, für die schnellsten Verbindungen, auf alle Kontinente preisgünstig und schnell, die Vereinsbuchhaltung wesentlich erleichtern, die Kommunikation zwischen den aktiven Mitgliedern, Presseaussendungen, Eigene Fotos und Berichte im digitalen Schaukasten – der Homepage, Berichte an die Medien, die digitale Vereinszeitung, Top-Informationen rund um die Uhr. Der Astronomische Arbeitskreis Salzkammergut setzt das Internet sehr gezielt und mit großem Erfolg ein, was wir bereits machen und unsere Pläne, das zeigen wir hier mit einem Multimediaprojektor für alle.

Neue Dimensionen in der Astrofotografie - 3D
Gerald Rhemann, Wien

Diese Diaschau von Gerald Rhemann zeigt den Sternenhimmel neu in einer Dimension, die wir bisher nicht gesehen haben.

Wie immer eine Top-Schau von Gerald Rhemann, Wien.

Pupillenvermessung bei Dunkeladaptierung bei den Teilnehmern
Rudolf Conrad, Wien

Die Kenntnis, welchen Pupillendurchmesser man bei völliger Dunkeladaption besitzt ist wesentlich, um bei der Wahl von Teleskopen, Okulare und Feldstechern kein Licht zu verschenken. Die Teilnehmer werden in völliger Dunkelheit fotografiert und geplant ist, daß jeder Teilnehmer mit seinem Foto und seinen Adaptionsdaten vom Workshop nach Hause geht.


"Gesicht vom Mars" ist ein Gebirge

Das "Gesicht vom Mars" ist lediglich ein Höhenzug. Das geht aus einem Foto vom Roten Planeten hervor, das die amerikanische Raumfahrtbehörde NASA jetzt veröffentlichte. Das neue Foto wurde von der Marssonde "Surveyer" gemacht, die dem Planeten bisher am nächsten gekommen ist und Einzelheiten der Oberfläche fotografierte.

Vor 22 Jahren von der Marssonde "Viking" aufgenommene Bilder erinnerte die Forscher an ein Gesicht auf dem Mars. Das neue Foto widerlegt nach Angaben der NASA Spekulationen, das "Gesicht" in der Region Cydonia stamme von einem künstlichen Gebilde her. (APA - Bericht)

Krater auf zwei Kontinenten aus einem Einschlag

Ähnlich wie sich im Juli 1994 eine ganze Einschlagserie von Meteoritentrümmern auf dem Jupiter ereignet hat, dürfte auch auf der Erde vor 214 Millionen Jahren ein zerbrochener Komet niedergegangen sein. Ein Wissenschafterteam aus den USA, Großbritannien und Kanada hat herausgefunden, daß fünf bekannte, große Einschlagskrater in Europa und Nordamerika exakt auf einer Linie lagen. Voraussetzung für die Untersuchungen war eine exakte Altersbestimmung der in Frage kommenden Krater. Diese war kürzlich an der Open University in Milton Keynes (Großbritannien) entwickelt worden. Dabei werden mittels Laser sogenannte Gesteinsgläser untersucht, die durch die Hitzeentwicklung beim Einschlag entstehen.

Anschließend mußten die Wissenschafter die Kontinentalverschiebung in die Vergangenheit zurückrechnen und so die Positionen der Meteoritenkrater vor 214 Millionen Jahren bestimmen. Es zeigte sich, daß drei der fünf Krater, "Rochechouart" in Frankreich sowie "Manicouagan" und "Saint Martin" in Kanada damals auf exakt der gleichen geografischen Breite von 22,8 Grad lagen und eine fast 5.000 Kilometer lange Kette bildeten. "Obolon" in der Ukraine und "Red Wing" in Minnesota (USA) lagen zwar abseits der Linie, müßten aber dennoch, so die Berechnungen vom gleichen Ereignis stammen.

Die Wissenschafter gehen davon aus, daß die Meteoriteneinschläge vor 214 Millionen ähnlich katastrophale Auswirkungen auf das Leben auf der Erde hatten, wie der Einschlag vor 65 Millionen Jahren, als die Saurier ausstarben. So seien dabei rund 80 Prozent der Tierarten ausgestorben. (APA - Bericht)


Mars-Phänomene geben Forschern Rätsel auf

Auf dem Mars gibt es Vulkane, die höher sind als der höchste Berg auf der Erde. Die Canyons dort sind tiefer und gewaltiger, als man bisher angenommen hat. Und die Wetterphänomene des Roten Planeten geben den Forschern Rätsel auf. Im Wissenschaftsmagazin "Science" stellten Mars-Experten die ersten Ergebnisse des Projekts "Mars Global Surveyor" vor. Die Sonde umkreist den Planeten seit September, ihre hochempfindlichen Geräte vermessen seine Eigenheiten.

Nach Auskunft des Planetologen David Smith, der am Goddard-Raumfahrtzentrum der Nasa arbeitet, dürfte der "Mons Arsia" (Arsia-Berg) mit einer Höhe von 17 bis 18 Kilometern das gewaltigste vulkanische Gebirge in unserem gesamten Sonnensystem sein. "Da paßt unser Mount Everest zweimal hinein", erklärte Smith. Möglicherweise sei die geringere Schwerkraft des Planeten der Grund für die gewaltigen Ausmaße der marsianischen Gebirge.

Die gleichen Verhältnisse finde man bei den Mars-Canyons. Die Aufnahmen der Sonde ließen Tiefen von bis zu neun Kilometern erkennen, das ist mehr als bisherige Messungen von der Erde aus ergeben haben. Diese riesigen Einschnitte in der Oberfläche des Mars könnten von gewaltigen Wasserströmen geformt worden sein. Doch fehle für das Vorkommen von Wasser auf dem Mars noch der exakte Beweis, sagte Smith. (APA - Bericht)

NASA: Asteroid schlägt niemals ein

Die US-Raumfahrtbehörde Nasa ist Befürchtungen entgegengetreten, der Asteroid 1997 XF11 werde in 30 Jahren auf der Erde aufschlagen und große Schäden anrichten. Der Himmelskörper werde vermutlich fast eine Million Kilometer entfernt an der Erde vorbeifliegen, erklärte die Nasa.

Dies wäre zweieinhalbmal der Abstand von der Erde zum Mond. Für ihre Berechnungen werteten die Wissenschafter alte Fotos von 1997 XF11 aus, der im Dezember entdeckt worden war. Die Astronomen-Vereinigung IAU hatte erklärt, der kleine Planet könne am Donnerstag, dem 26. Oktober 2028, auf der Erde aufschlagen.

Die Nasa erklärte aber, nach ihren Berechnungen sei dies praktisch ausgeschlossen. Der Asteroid werde in einer Entfernung von 960.000 Kilometern an der Erde vorbeifliegen. Selbst wenn 1997 XF11 der Erde aber zu nahe kommen sollte, könne er wohl mit einer großen Bombe in eine andere Richtung gelenkt werden. "Wir würden ein Raumfahrzeug aussenden und es vermutlich mit einer Atomwaffe bestücken. Einen Asteroiden-Radius über der Oberfläche von 1997 XF11 würden wir die Bombe zünden. Dies würde den Asteroiden gerade soweit verlangsamen, daß er in 30 Jahren nicht auf die Erde trifft", sagte der Nasa-Forscher Don Yeomans.

Jim Scotti von der Universität von Arizona hatte 1997 XF11 entdeckt. Die IAU teilte zuvor mit, der Asteroid mit einem Durchmesser von 1,6 Kilometern sei in die Liste potentiell gefährlicher Objekte aufgenommen worden. Die Liste umfaßt derzeit 108 Objekte, die der Erde in den nächsten Jahrhunderten zu nahe kommenkönnten.

Die IAU forderte Hobby-Astronomen auf, 1997 XF11 zu beobachten, um weitere Informationen zu gewinnen. Yeomans erklärte, genau dies habe die Nasa getan, um die neuen Ergebnisse zu erhalten. Er verstehe nicht, weshalb die IAU mit Informationen über den Asteroiden an die Presse gegangen sei, ohne sich vorher mit Kollegen zu beraten.

Bereits in der Vergangenheit haben Asteroiden die Erde getroffen. Vor 65 Millionen Jahren schlug ein Himmelskörper mit einem Durchmesser von acht Kilometern auf der heutigen mexikanischen Halbinsel Yucatan ein. Dieses Ereignis löste nach Ansicht von Experten auf der gesamten Erde Störungen aus, die das Aussterben der Dinosaurier zur Folge hatten. 1908 verursachte ein herabstürzender Himmelskörper bei Tunguska in Sibirien eine Explosion. Er verglühte, noch ehe er auf die Erde auftreffen konnte, und vernichtete dabei etliche Quadratkilometer Wald. (APA - Bericht)


Der Sternenhimmel im April und Mai

Sonnen- -aufgang -untergang Mondlauf
1.4. 6:42 19:36 11.4. Vollmond
15.4. 6:13 19:58 26.4. Neumond
1.5. 5:42 20:23 11.5. Vollmond
15.5. 5:20 20:44 25.5. Neumond
31.5. 5:02 21:04

Planetenlauf

Merkur: kann im April und Mai nicht beobachtet werden.

Venus: spielt weiter ihre Rolle als Morgenstern. Die Sichtbarkeitsbedingungen werden durch den immer früheren Sonnenaufgang etwas schlechter. Im Fernrohr kann man beobachten, daß die Venusscheibe kleiner und runder wird.

Mars: kann im April und Mai nicht beobachtet werden.

Jupiter: taucht ab Mitte April am Morgenhimmel auf. Während der nächsten Wochen baut er seine Sichtbarkeit deutlich aus. Die Bedeckungen durch den Mond können von Mitteleuropa aus leider nicht beobachtet werden.

Saturn: kann im April und Mai nicht beobachtet werden.

Meteorströme

In der Zeit 12. bis 24. April können die Lyriden beobachtet werden. Ihr Ausstrahlungspunkt liegt im Sternbild Leier.

Die Mai-Aquariden sind von 1. bis 8. Mai aktiv. Das ausgeprägte Maximum fällt auf den 5. Mai, dann sind bis zu 60 Meteore pro Stunde zu beobachten.

Besondere Ereignisse:

  • 23. April Venus bei Jupiter, Abstand 0.3° um 5:00 Uhr
    Mond Bei Jupiter
    Mond bei Venus
  • 28. April Bedeckung von Aldeberan durch den zunehmenden Mond
    Beginn der Bedeckung: 20:48 Uhr, Ende: 21:20 Uhr
  • 21. Mai Mond bei Jupiter, Abstand 2.6° um 3:00 Uhr
  • 23. Mai Mond bei Venus, Abstand 4.1° um 4:00 Uhr
  • 7. Mai Sternfreundetreffen im Gasthof Kogler
  • 20. Mai 1. Sternwartenführung 1998: Der Frühlingssternhimmel
  • 30. Mai Sternwartenführung: Mond
Mond

Veranstaltungskalender

Diavortrag Astronomie

Wissenswertes über unser Sonnensystem, Stern- und Planetenentstehung, Finsternisse, Meteore, Kometen und Polarlichter

Montag, 27. April 1998 um 20:00 Uhr in der Arbeiterkammer Rohrbach

Vortragender: Dr. Karl Kaiser

14. ATT

Die größte Astronomiebörse in Deutschland

  1. Mai 1998 von 10:00 bis 18:00 Uhr

Veranstaltungsort: Gesamtschule Bockmühle, Ohmstraße, 45143 Essen

Zahlreiche namhafte Aussteller, vielseitige Kauf- und Verkaufsmöglichkeiten, Teleskope aller Bauarten, sämtliches Astro-Zubehör und Ersatzteile, Bücher, Antiquariat, Poster, Bilder, Dias, EDV - Hard- und Software, Erfahrungs- und Gedankenaustausch, Rahmenprogramm mit Vorträgen und Ausstellungen

2. Niederösterreichisches Teleskop - Treffen

auf der Ebenwaldhöhe von 29. - 31. Mai 1998

Veranstalter: Antares, Verein der St. Pöltner Amateurastronomen

Info Telefon: 02742 252 928

Teilnehmerbeitrag: öS 50.- pro Person

Lage: Kleinzell, ca. 45 km von St. Pölten entfernt

34th International Astronomical Youth Camp (IAYC)

Das IAYC 1998 findet vom 18. Juli bis 8. August in Klingenthal, Deutschland, statt.

Die Teilnahme ist für Jugendliche im Alter von 16 bis 24 Jahren offen. Die Teilnahmegebühr beträgt DM 750.-.

Nähere Informationen erhalten Sie unter der Adresse: IWA e. V., c/o Gwendolyn Meeus, Parkstraat 91, 3000 Leuven, Belgium oder über Internet:

http://www.ster.kuleuven.ac.be/~bart/iayc.

Tagung der österreichischen Amateurastronomen und österreichische Astronomie-Messe

9. - 11. Oktober 1998

Veranstalter: Linzer Astronomische Gemeinschaft, Sternwarteweg 5, 4020 Linz, http://www.planet.co.at/lag und Astrostudio Kamera, Thaliastraße 83, 1160 Wien

E-6 Entwicklung und Farbbild vom Dia

Sonntag, 17. Mai 1998 ab 10:00 Uhr

Hochqualitative Diafilm-Entwicklung kann man heute - auch ohne eigenem Fotolabor - selbst durchführen

Seminarort: Vöcklabruck

Anmeldung: 07672 75 68 21

Kursbeitrag: öS 450.-

1. Sternwartenführung 1998

Mittwoch 20. Mai ab 21:00 Uhr

Programm: Der Frühlingssternhimmel

Das Führungsteam der Sternwarte freut sich nach der Winterpause auf Ihren Besuch

Sternfreundetreffen

7. Mai ab 19:30 Uhr im Alpengasthof Kogler

 


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