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Folge # 149
September 1999
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Astronomische Informationen für Mitglieder und Freunde des Astronomischen
Arbeitskreises Salzkammergut
Informationstelefon: 07662 / 8297
STERNWARTE GAHBERG |
Die Totale Sonnenfinsternis
vom 11. August
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Tag der offenen Tür
Sonntag, 3. Oktober von 13.00 bis 17.00 Uhr
auf der Sternwarte Gahberg |
Großer Erfolg für die Sternwarte Gahberg Totale
Sonnenfinsternis mit Wetterglück gesehen
von Erwin Filimon |
| Trotz schlechtester Wetterprognosen in
Österreich (nur 25 % Sonnenscheinwahrscheinlichkeit bei der Finsternis)
harrte ein Team der Sternwarte Gahberg auf dem Gahberg aus.
Am Abend des 10. Augusts wurde es klar und so konnten noch zahlreiche
Besucher an der Führung um 21.00 Uhr teilnehmen. Der ORF war auch
bereits zur Stelle und filmte die ersten Beiträge. In Schlafsäcken
wurde in der Sternwarte Gahberg übernachtet und dem nächsten Tag
entgegen gefiebert. Im Laufe der Nacht verschlechterte sich aber das
Wetter und am Morgen waren bereits wieder dicke Wolken aufgezogen.
Mehrere Teams der Sternwarte Gahberg waren bereits in der
Südsteiermark, im Burgenland und in Ungarn (siehe Bericht Mag. Anton
Kellner) unterwegs. Verteilen hieß das Motto um wenigstens an einer
Position erfolgreich zu sein. Es freut uns sehr, gleich vorweg zu
berichten, dass nicht nur die Sternwarte Gahberg, sondern auch alle vier
mobilen Teams äußerst erfolgreich waren. Diesmal hatte das Wetter ein
Einsehen und unsere Bemühungen wurden belohnt.
Ein dickes Lob möchten wir der Gemeinde Weyregg, den Feuerwehren
Weyregg und Bach und dem Gendarmerieposten Weyregg, aber auch dem
Gasthof Kogler für die Organisation und die Vorbereitungsarbeiten
aussprechen.
Der Gahberg war gerüstet, aber die schlechten Wetterprognosen und
die tristen Aussichten am Morgen, überzogene Meldungen von 10.000en
Besuchern und über eine bereits gesperrte Gahbergstrasse führten
schließlich dazu, dass nur rund 2.000 Personen auf den Gahberg kamen.
Diese wenige kamen dafür aber voll und ganz auf ihre Rechnung, denn je
näher die Totalität kam, um so besser wurde das Wetter und um so
größer die Wolkenlücken.
Als dann schließlich die schwarze Sonne am blauen Himmel stand, gab
es kein Halten mehr vor Begeisterung und Freude bei den Mitgliedern,
Freunden und Besuchern der Sternwarte Gahberg und des Gahbergs. |
Die ORF-Live-Sendung war ein voller Erfolg
und wurde von 13 Millionen Menschen über die ARD, ORF, Schweizer
Fernsehen und Deutsche Welle TV (weltweit) gesehen. Am Nachmittag gab es
dann auch noch ein Willkommen Österreich mit Schwerpunkt Gahberg (Peter
Rapp und Wetterbericht vom Gahberg).
Die Kamera des ORF wurde auf der ALT-AD-6 Montierung der Sonne
nachgeführt. Sternwartenchef Erwin Filimon sorgte persönlich dafür,
dass bei diesem Gerät alles ohne Probleme ablief.
Vom Stammteam der Sternwarte Gahberg (Erwin Filimon, Robert Orso,
Klaus Eder, Christoph Kaltseis, Sven Berger, Gerold Trawöger, Gerald
Hummer, Wolfgang Piracher, Stefan Felber und Peter Petz) wurde die
Betreuung des ORF-Teams, des BTV-Fernsehteams, einigen Reportern und
Radioteams, sowie weiterer Mitglieder und interessierter Besucher neben
den eigenen Fotos und Videos bestens gemeistert.
Durch die ORF-Sendung ist nunmehr die Sternwarte Gahberg bekannt
geworden, dies wird Auswirkungen auf den Tourismus haben, obwohl die
Sonnenfinsternis leider ganz im Gegensatz zum Traunseeverband vom neu
gegründeten Atterseeverband kaum für touristische Zwecke ausgenützt
wurde.
Dem Team der Sternwarte Gahberg gelangen Hunderte guter Aufnahmen,
die nun ausgewertet und aufbereitet werden und dann im Internet bzw. in
Ausstellungen und wahrscheinlich bei einem Vortrag der Öffentlichkeit
präsentiert werden. Es wird auch an eine Veröffentlichung der besten
Filme und Fotos auf einer Nachfolge-Sonnenfinsternis - CD ROM gedacht.
Die besten Fotos werden von der Sternwarte Gahberg allen Interessierten
angeboten und können ab sofort bestellt werden.
Wir freuen uns, dass wir diesmal einen so großen Erfolg feiern
konnten und der Wettergott ein Einsehen mit uns hatte. |
Die totale Sonnenfinsternis vom 11. August 1999
oder wie wir das Ereignis wahrnahmen
von Marius Mager
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| Als ich Anfang des Jahres zum ersten Mal auf
die "total eclipse" aufmerksam gemacht wurde, kam das alles
sehr überraschend für mich. Ich kannte zwar keine Details, wusste aber
sofort, dass dies das wahre Ereignis im heurigen Jahr sein würde,
zumindest im Vergleich zum künstlichen aufgebauschten Jahrzweitausend
Rummel, der mich als Computerexperte schon geraume Zeit beschäftigt.
Nachdem ich diese Meldung spontan noch an Freunde und Bekannte
weitergeleitet hatte, fing ich an mich um die Fakten zu bemühen. Mein
Erstaunen war sehr groß, als ich schon nach einer kurzen Tour im
Internet jede Menge interessanter Informationen fand. Ich stieß dabei
gleich direkt auf den NASA Sonnenfinsternisexperten, Fred Espenak, und
auf die sehr gut gestaltete Homepage des Astronomischen Arbeitskreises
Salzkammergut http://www.astronomie.at/).
Kurze Zeit später zierte ein Sonnenfinsternisposter die Wand in
meinem Büro, wodurch ich versuchte mein Interesse an diesem Ereignis
meiner Umwelt deutlich zu machen. Dann tat sich abgesehen von
vereinzelten Diskussionen mit Kollegen sehr lange nichts mehr. Erst als
Klaudia, die Anfangs nur mäßiges Interesse gezeigt hatte, im Mai am
Sonnenfinsternis Workshop des AAS teilnahm, kam das ganze wieder richtig
in Rollen. Sie war total begeistert, und wollte nun unbedingt dieses
Ereignis möglichst gut fotografieren. Es gelang uns sogar ein 500mm
Objektiv auszuleihen, Filter wurden gebaut und Probeaufnahmen gemacht.
Wir waren bereit.
Ab nun galt unser Aufmerksamkeit nur mehr dem Wetter. Die Chancen wurden
mit 50% angegeben, aber nachdem um diese Jahreszeit immer herrliches
Wetter herrscht gab es nicht mehr viel zu befürchten. Für mich war es
sonnenklar, dass das Restrisiko eines bewölkten Himmels wesentlich
kleiner sein würde, und doch verfolgte ich die Wetterprognosen ab 1.
August tagtäglich. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich trotz angekündigter
Kaltfront noch immer ein sehr gutes Gefühl.
Zweifel kamen erst auf, als es am Sonntag, den 8. August
überraschenderweise wechselhaft bewölkt war.
Am Montag Abend kam es dann auch noch zu einem äußerst starkem
Gewitter, mit heftigem Regenschauer. |
Dienstag war es ziemlich kühl und bis zum
Abend wechselhaft bewölkt. Am späten Nachmittag gab es wieder starken
Regen, der um ca. 18 Uhr relativ nahtlos in strahlenden Sonnenschein
überging. Um 20 Uhr hatten wir traumhafte Sicht zum noch immer von der
Sonne beleuchteten Höllengebirge und Traunstein.
Mittwoch 11. August 1999 - Als wir um 0:38 ins Bett gingen, war der
Himmel sternenklar. Einige Sternschnuppen gaben uns noch die Gelegenheit
ein paar Wünsche gen Himmel los zuwerden. Ein erster Blick aus dem
Fenster früh Morgens um 6 Uhr 18 verheißt nichts Gutes: total bewölkt
und regnerisch. Auch um 8:00 zeigt sich noch immer das gleiche Bild.
Zwei Stunden später hören wir Meldungen im Fernsehen, denen zu Folge
das Wetter im Innviertel besser sein sollte, worauf ich mich sofort ins
Auto setze und nach Eberschwang flitze. Drüben angelangt, das gleiche
Bild - komplett bewölkt. Was nun?
Jetzt war guter Rat teuer, beziehungsweise machte sich erste
Resignation bemerkbar, als wir um 11:19, dem planmäßigen Start der
Sonnenfinsternis, noch immer ratlos auf der Terrasse meiner Eltern
herumstehen. Nochmalige telefonische Anfrage in Ried, gibt uns die
Gewissheit, dass auch im Innviertel das Wetter nicht besser ist. Da
plötzlich, um 11:30 scheint die Sonne durch ein kleines Loch in der
Wolkendecke. Wir waren so aufgeregt, das wir weder die Schutzbrillen
fanden noch den Fotoapparat einrichten konnten, aber wir hatten die
bereits "angeknabberte" Sonnenscheibe gesehen.
Erfüllt mit neuer Hoffnung machen wir uns sofort auf den Weg zu
unserem vorgesehenen Beobachtungsplatz. Dort gelingt es uns auch
tatsächlich die Sonne wiederum durch ein Loch in den Wolken zu
beobachten und die ersten Bilder zu schießen. Die Wolken ziehen sehr
schnell vorbei. Immer wieder zieht die Bewölkung zu um nach kurzem
erneut aufzureißen. Im gleichen Rhythmus gelingt es uns die Sonne zu
erblicken und zu beobachten, wie sich der Mond allmählich
davorschiebt. |
| Das Schauspiel ist bereits jetzt sehr
beeindruckend, was sich in allgemeiner Aufregung bemerkbar macht.
Plötzlich sehen wir wie sich nord-östlich von uns ein großes Loch
in der ansonsten weitgehend geschlossenen Wolkendecke auftut. Es nähert
sich uns sehr schnell. Ab 12:10 freier Blick auf die Sonne. Nun scheint
die Situation gerettet, allerdings steigt zugleich die Aufregung ins
Unermessliche. Wird sich diese Konstellation halten? Werden wir die
totale Sonnenfinsternis zu sehen bekommen, oder werden uns etwa erneut
die Wolken einen Strich durch die Rechnung machen?
Mittlerweile ist es nicht nur spürbar kälter geworden, es ist auch
bereits bei weitem nicht mehr so hell. Von der Sonne ist nur noch eine
kleine Sichel zu sehen. Gespannt verfolgen wir dem Schauspiel und
bemerken vor lauter Aufregung kaum, wie sich eine dicke, fette Wolke vom
Westen auf uns zuschiebt und uns um 12:34, nur 6 Minuten vor Beginn der
totalen Sonnenfinsternis, den Blick auf die Sonne versperrt. Fassungslos
verharren wir mit Blick in die Richtung wo wir gerade eben noch die
verdunkelte Sonne sahen, und hoffen auf ein Wunder. Die wenigen Minuten
fließen dahin, während sich mit rasanter Geschwindigkeit der
Mondschatten nähert. Eine riesige Wolke verdeckt den Himmel über
Ampflwang, die Chancen die Totale zu sehen sinken rapide gegen Null.
12:40 - es ist soweit. Abrupt wird es dunkel, und obwohl wir die
Sonne nicht sehen können ist die Stimmung nahezu überwältigend. |
Ich habe mich später selbst gefragt, was nun
daran so überwältigend war, und bin zu der Meinung gekommen, die
Präzision des Ablaufs und die dahinter steckenden Dimensionen sind es,
die mich dabei so stark beeindruckt haben. Genauso schnell wie es dunkel
wurde, wird es auch wieder hell, und irgendwie war damit der
"Spuk" vorüber.
Zumindest an unserer Stelle, den nach wie vor verhindern dicke Wolken
den Blick zur Sonne. Andächtig warteten wir noch eine geraume Weile und
packten dann ruhig und gemächlich unser Sachen zusammen. Soll das
wirklich alles gewesen sein?
Um 13:15 zu hause angelangt, gelingt es uns noch vereinzelt ein paar
Blicke auf die Sonne zu werfen. Mit gemischten Gefühlen beobachten wir,
wie der Mond wieder weiterzieht. Niedergeschlagen wie nach einer
schweren körperlichen Tätigkeit verharren wir der Dinge und wissen
nicht recht was wir nun tun sollen. Die Enttäuschung hält sich noch in
Grenzen, wir haben es ja schließlich erlebt und bis zu einem gewissen
Teil auch gesehen. Erst als uns ein Anruf mitteilt, dass nur 5km
nord-östlich von unserem Standpunkt die totale Sonnenfinsternis
beobachtet werden konnte, lässt sich ein gewisser Grad an Frustration
nicht mehr unterdrücken.
Nun besteht für uns kein Zweifel mehr, bei einer der nächsten
Sonnenfinsternisse müssen wir auf jeden Fall wieder dabei zu sein. Ich
bin noch nicht dazugekommen die genauen Daten zu checken, aber wie war
das noch mal, 2003 über der Türkei und 2005 in Spanien, oder? |
Finsternis Bericht aus Ungarn
von Mag. Anton Kellner |
| Seit Freitag hoffende Blicke ins Internet.
Die Wettervorhersagen sind nicht gerade rosig. Eine Prognose über
mehrere Tage ist allerdings bei der eher labilen Wetterlage nicht recht
treffsicher (so hoffe ich!). Die Prognosen bestätigen sich aber von Tag
zu Tag. Am Sonntag erstmals ernste Gedanken an Südburgenland - besser
noch Ungarn. Karl Kaiser überlegt mit Kollegen sogar Frankreich! Mir
ist dies zu weit, außerdem ist Ungarn in meinen Augen sicherer. Montag
endgültiger Entschluss, am Dienstag nach Ungarn zu fahren: Mit dem Zelt
bis kurz vor den Plattensee. Mittags Abfahrt; unterwegs bis kurz vor
Graz wolkenbruchartiger Dauerregen. Auf der Fahrt Richtung Oberwart:
Gewitter im nordwestlichen Hügelland, in Ungarn trocken. Campieren in
Szombathely (Steinamanger); einen der letzten freien Plätze ergattert.
Nachts sternenklar (wolkenlos).
5 Uhr morgens: Starke Windböen, dann Gewitter und starker Regen. 7
Uhr kein Regen mehr; frühstücken, Abfahrt Richtung Plattensee, wo der
Himmel einen größeren blauen Fleck aufweist - das Zelt soll noch
trocknen. |
Um 10 Uhr Standplatz gefunden: Windgeschützt
für meinen 8" Newton mit 1200mm Brennweite, dafür keine grandiose
Sicht ins Land.
In Ruhe alles aufgestellt: 3 Stative (1 Fotoapparat mit Telezoom
[auf kleinster Brennweite gelassen!!!] + 2x-Konverter, 1 Fotoapparat
mit Weitwinkel [kein Film eingelegt!!!], 1 Videokamera für
die Natur), 1 Teleskop [samt Kamera] und 1 selbstgezimmertes
Stativ für Feldstecher mit hintangesetzter Videokamera.
Für alles ein einziger allerdings ausgezeichneter Gehilfe in Form
meines Sohnes Thomas. Die Show konnte nun beginnen: Nach dem 1. Kontakt
in Ruhe jausnen, ab und zu ein Foto.
Am Höhepunkt: Ich eile zwischen Teleskop und Feldstecher-Kamera hin
und her. Thomas belichtet mit verschiedenen Zeiten am Tele (liest in
unregelmäßigen Zeitabständen seit längerem die Temperatur ab), ich
bediene auch noch die 1x die Weitwinkelkamera und die 2. Videokamera,
dann Diamantring mit Feldstechervideokamera erwischt (gerade noch). Das
war's dann eigentlich. Wo sind nur die fast 2,5 Minuten geblieben? |
Einladung
Tag der offenen Tür
Sonntag, 3. Oktober, von 13.00 bis 17.00 Uhr
auf der Sternwarte Gahberg bei Weyregg am Attersee
Programm:
- Rückblick auf die totale Sonnenfinsternis 1999
- Diashow zur Sonnenfinsternis
- Ausstellung der besten Aufnahmen der Sonnenfinsternis
- Geräteschau der Sternwarte Gahberg
- kleiner Astro- und Fotoflohmarkt
- Sonnenbeobachtungen bei Schönwetter: Sonnenflecken,
Protuberanzen
- künstliche Sonnenfinsternis - Protuberanzenteleskop
- Kaffee und Kuchen für unsere Besucher
Der Tag der offenen Tür bietet bis Mai 2000 die letzte Möglichkeit
die Sternwarte Gahberg zu besuchen.
Auf Ihr Kommen freut sich das Team der Sternwarte Gahberg. |
Mars ist ein aktiver Planet
Der Mars ist ein Planet mit einem höchst aktiven Wettergeschehen.
Sandstürme und Wanderdünen, Schneefälle und kräftige
Temperaturschwankungen verändern ständig sein Erscheinungsbild. Das
belegen neue Fotos des Beobachtungssatelliten Global Surveyor,
berichtete die US-Raumfahrtbehörde NASA.
"Der Mars ist eine kalte, trockene Wüste, aber unsere Kamera
zeigt, das er alles andere als unbewegt ist", sagte Projektleiter
Michael Malin. Besonders in den vergangenen zwei Monaten hat Global
Surveyor - der den Mars wie ein auf die Erde gerichteter Wettersatellit
beobachtet - erhebliche Veränderungen registriert. Dazu gehörten
Wetterschwankungen mit Einbruch des Frühjahres auf der südlichen
Halbkugel und des Herbstes auf der nördlichen.
Bis zu acht Kilometer hohe Windhosen aus Staub tobten über die
nördlichen Ebenen, Frost überzog die Dünen und führte zu
bemerkenswerten Erscheinungen. Der Vergleich mit den ersten Mars-Fotos,
die von der Mariner-9-Sonde in den frühen Siebziger gemacht wurden,
belegt auch die Existenz von Wanderdünen auf dem roten Planeten. Einige
der neuen Mars-Fotos sind auf der Internetseite http://www.msss.com
zu sehen.
[Quelle: APA-News] |
Der Millenniums-Komet kommt
Der Millenniums-Komet kommt und er wird auch die Erdbahn kreuzen -
soweit hatte Nostradamus recht. Allerdings wird "C/1999 J3
Linear" dabei unserem Planeten kaum näher kommen als der Abstand
Erde-Sonne und am 3. Oktober in 102 Millionen Kilometer Entfernung
vorbeirasen. Der Komet scheint in der von der Internationalen
Astronomischen Union (IAU) neu geschaffenen Gefährlichkeitsskala für
Einschlagkörper mit Gefahr "Null" auf.
"Die IAU-Skala wurde unter anderem dafür geschaffen, um der in
letzter Zeit häufig betriebenen Sensationsmache im Zusammenhang mit
angeblich drohenden Einschlägen von Himmelskörpern begegnen zu
können", sagte Prof. Hermann Mucke im Gespräch mit der APA. Die
Skala funktioniert analog wie die Richter-Skala für Erdbeben, die
elfteilige Abstufung reicht von "Null" - die
Wahrscheinlichkeit eines Einschlages ist Null - bis "Zehn" -
Einschlag mit weltweiter Klima-Katastrophe.
Würde wirklich ein Komet die Erde bedrohen, könnten die Astronomen
dies bereits lange Zeit im Voraus berechnen. "Alle derzeit
bekannten und in Frage kommenden Objekte haben auf der IAU-Skala die
Klassifizierung 'Null'", betonte Mucke.
[Quelle: APA-News] |
Sternwarte aktuell
Unser Mitglied Peter Richter aus Deutschland hat uns ein massives
Stativ mit schwerem Kino-Neiger gespendet. Wir sagen herzlichen Dank
für dieses Gerät.
Es wurden drei Abdeckhüllen angeschafft, (80x80x90 cm) die für die
Abdeckung der Geräte als Schutz gegen Tau, Regen etc. gedacht sind. Die
Meteorkamera ist wieder im Einsatz und fotografiert wieder jede Nacht
den gesamten Himmel
Buchtip
Das Himmelsjahr 2000 |
Das Himmelsjahr ist ein astronomische
Jahrbuch, das jährlich im KOSMOS Verlag erscheint, Autor ist wie immer
Hans-Ulrich Keller, der Direktor des Planetariums Stuttgart.
Das Buch bringt jedes Jahr eine aktuelle Vorschau auf die Ereignisse
und den Sternenhimmel des nächsten Jahres.
Da es sehr ausführlich und für den Laien verständlich geschrieben
ist, empfehlen wir allen unseren Mitgliedern dieses Jahrbuch zu kaufen
bzw. jährlich über die Sternwarte zu abonnieren. Das Buch kostet öS
181,-- . Auf 256 Seiten, Format 14,8 x 21 cm, sind ca. 180 vierfarbige
Grafiken, 12 Monatssternkarten, 90 Tabellen und ca. 20 Farbfotos
enthalten. Dabei gibt es aber auch viel Lesestoff. |
Der Sternenhimmel im September und Oktober
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Sonnenauf- und |
-untergang |
Mondlauf |
| 1.9. |
6:19 |
19:50 |
|
| 15.9. |
6:40 |
19:20 |
9.9. Neumond |
| 30.9. |
7:03 |
18:47 |
25.9. Vollmond |
| 15.10. |
7:26 |
18:15 |
9.10. Neumond |
| 31.10. |
6:52 |
16:44 |
24.10. Vollmond |
Am 31. Oktober ist das Ende der Sommerzeit.
Planetenlauf
Merkur: kann im September und Oktober nicht beobachtet werden.
Venus: ist am Morgenhimmel zu finden und erreicht am 26.
September mit -4.6m ihre größte Helligkeit.
Mars: kann am Abendhimmel im Sternbild Skorpion gefunden
werden. Im Oktober wandert er weiter in den Schützen, wobei die
Sichtbarkeitsdauer weiter abnimmt.
Jupiter: ist die ganze Nacht im Sternbild Widder zu sehen.
Außer Venus und Mond ist er das hellste Objekt am nächtlichen Himmel.
Saturn: kann ebenfalls im Sternbild Widder gefunden werden.
Während der beiden Monate nimmt der Ringplanet an Helligkeit zu und
wird Ende Oktober nur von Jupiter übertroffen.
Besondere Ereignisse
| 21.9. |
Mond bedeckt Uranus |
| 27.9. |
Mond bei Jupiter |
| 5.10. |
Mond bei Venus |
| 15.10. |
Mond bei Mars |
| 24.10. |
Mond bei Jupiter |
| 25.10 |
Mond bei Saturn |
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Experiment Mondschatten mit der All-Sky-Kamera der
Sternwarte Gahberg geglückt
von Erwin Filimon |
| Erwin Filimon, Leiter der Sternwarte Gahberg
versuchte die normalerweise für die Meteorfotografie in der Nacht
eingesetzte All-Sky-Kamera für Reihenaufnahmen des herannahenden
Mondschattens während der Sonnenfinsternis einzusetzen.
Das Experiment ist voll gelungen. Auf 36 hochqualitativen Bildern,
ist im Sekundenabstand der heranrasende Mondschatten abgebildet worden.
Je 2 Sekunden lang wurde belichtet.
Deutlich zeigen die Bilder die schnelle Ausbreitung des
Mondschattens, die Farbveränderungen und die Horizontaufhellung
außerhalb der Totalitätszone. |
Die Kamera hat einen Blickwinkel von 360 Grad
und nimmt somit den gesamten sichtbaren Himmel und weite Teile des
Horizontes auf. Diese Aufnahmen dürften in ihrer Art die einzigen in
ganz Europa während dieser Sonnenfinsternis gewesen sein. Die Kamera
begann pünktlich um 12:40:15 Uhr computergesteuert mit Ihren Aufnahmen.
1 1/2 Minuten des Geschehens sind darauf wiederzufinden, dann war leider
das Fotomaterial zu Ende.
Derzeit werden die 36 Aufnahmen zu einem Film zusammengesetzt. In
Kürze werde diese und andere Bilder im Internet auf der Homepage der
Sternwarte Gahberg unter www.astronomie.at
veröffentlicht. |
VII. Österreichischer CCD-Workshop
24. - 26.September 1999
Programm:
- Freitag, 24.09.1999 ab 18.00 Uhr
Ort: Raiffeisen Volkssternwarte Mariazellerland
Gemütliches Beisammensein der bereits Angereisten mit kleinem
Buffet
Bei Schönwetter Möglichkeit zur Beobachtung bzw. CCD-Aufnahmen mit
vorhandenen CCD-Kameras
- Samstag, 25.09.1999: Beginn: 09.30 Uhr
Ort: St. Sebastian
09.30 - 11.30 Uhr: Vorträge zum Thema CCD
Georg Dittie: Praktische Erfahrungen mit einem Videosystem zur
Planetenbeobachtung
11.40 Uhr: Gemeinsamer Fototermin
12.00 - 14.00 Uhr: Gemeinsames Mittagessen
14.00 - 18.00 Uhr: Vorträge zum Thema CCD
- Samstag, 25.09.1999 bei Schönwetter ab 20.00 Uhr
Ort: Raiffeisen Volkssternwarte Mariazellerland
Bildaufnahme an der Sternwarte mit vorhandenen bzw. mitgebrachten
CCD-Kameras am 16"SCT sowie an den Geräten der Außenstation
- Sonntag, 26.09.1999
Ort: St. Sebastian
ab 09.30 Uhr: Wir bauen eine CCD-Kamera! Unter fachlicher Anleitung
von Dr. Frank FLEISCH- MANN bauen wir folgende CCD-Kamera
Zitat Dr. Fleischmann: Es handelt sich voraussichtlich um einen Chip
von Hewlett-Packard. Die Kamera wird eine CMOS- Kamera mit 640x480 Pixel
(Chip entweder Farbe oder SW), mit einer einfachen kleinen DOS-Software.
Anschluss an den Printerport und einer Empfindlichkeit etwa vergleichbar
zum TC211. Die Elektronik ist fertig, die Mechanik (Gehäuse) ist noch
zum Basteln. Die Kamera entspricht etwa der letzten CMOSa, jedoch mit
mehr elektronischen Fähigkeiten.
Achtung !!! Auch heuer wieder: Astroflohmarkt
Tagungsbeitrag: ATS 150.- /DM 20.- Bei Voranmeldung: ATS 120.- / DM 15.-
Kameravorbestellung notwendig (ca. DM 550.-)
Unverbindliche Voranmeldung an:
Astroteam Mariazellerland Günther EDER, Hangweg 12, A-8630 Mariazell,
Tel 0043-676-523 30 70
Anmeldung und Anfragen mittels Email: astroteam.mariazell@gmx.net
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Fotos:
Seite 1: Sonnenfinsternis, Mag. Anton Kellner
Seite 5: Sonnenfinsternis, Christoph Kaltseis
Seite 5: Personen, Peter Richter
Seite 6: Galaxie M 51, Georg Emrich, Klaus Eder |
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