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Folge # 154
Juni 2000
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Astronomische Informationen für Mitglieder und Freunde des Astronomischen
Arbeitskreises Salzkammergut
Informationstelefon: 07662 / 8297
STERNWARTE GAHBERG |
Einladung zur Jahreshauptversammlung am 23. Juni 2000
Die Jahreshauptversammlung des Astronomischen
Arbeitskreises Salzkammergut findet am Freitag, dem 23. Juni 2000 um
19.00 Uhr im Alpengasthof Kogler statt.
(tatsächlicher Beginn voraussichtlich 20.00 Uhr)
Tagesordnung: Jahresrückblick, Entlastung der bisherigen
Vereinsleitung, Neuwahlvorschläge, Festsetzung des Mitgliedsbeitrages,
Aktivitäten 2000/2001, Pläne, Vorhaben, Neuerungen und Allfälliges.
Wahlvorschläge für die neue Vereinsleitung müssen bis spätestens 15.
Juni 2000 beim Obmann Erwin Filimon, Sachsenstraße 2, 4863 Seewalchen
schriftlich einlangen. Wir hoffen auf zahlreiche Teilnahme unserer
Mitglieder.
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Sonnwendfeuer am Gahberg
Am Mittwoch, dem 21. Juni und am Samstag, dem 24. Juni 2000 findet am
Gahberg in der Nähe der Gahberg Sternwarte ein Sonnwendfeuer statt.

Beginn jeweils ca. 21.00 Uhr.
Die Sternwarte Gahberg hat vor bzw. nach dem Sonnwendfeuer geöffnet.
Über zahlreiche Besucher würden wir uns freuen.
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Ein Sommerkomet
Im Juni und Juli wird es wieder einen Kometen geben, der auch
vielleicht schwach mit bloßem Auge zu sehen sein wird. Der Komet C/1999
S4 (LINEAR) sollte Ende Juli rund 5.5m an Helligkeit erreichen, somit
ist er auf jeden Fall ein Feldstecherobjekt. Ursprüngliche Prognosen
deuteten auf eine hellere Erscheinung hin, doch nach den Ergebnissen der
letzten Monate muss man mit einem doch eher schwächeren Kometen
rechnen.
Im Juni ist der Komet noch relativ schwach und nur ein Objekt für
Teleskope. Erst im Juli wird er so richtig interessant. Unsere
Aufsuchkarte zeigt die Bahn des Kometen über den Himmel.
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Hundeknochen im All
Planetoid Kleopatra hat eine außergewöhnliche Form. Mit dem
305-Meter großen Arecibo Teleskop in Puerto Rico, wurden Radaraufnahmen
gemacht, die unter Verwendung eines raffinierten Computerprogramms der
NASA und der Cornell University diese wirklich außergewöhnliche Form
des Kleinplaneten zutage brachte.
Der Kleinplanet Kleopatra trägt die Nummer 216 und wurde bereits
1880 entdeckt. Der Planetoid (auch Asteroid) genannt hat eine Länge von
ca. 217 km und ist rund 94 km breit. Vieles deutet auf eine
Zusammensetzung aus Metall wahrscheinlich Nickel und Eisen hin.
Auch mehrere Theorien zur Entstehung der ungewöhnlichen Form gibt
es: Entweder entstand er durch einen gewaltigen Zusammenstoß in der
Vergangenheit, oder es waren ursprünglich zwei Körper, die um einander
kreisten, bis sich die Lücke zwischen beiden mit Geröll aufgefüllt
hat.
Auf jeden Fall ein sehr außergewöhnlicher Himmelskörper.

Foto: JPL - USA
Neues Mondbuch erhältlich
"DER MOND" - Eine Einführung in die Mondbeobachtung -
Wissenswertes über unseren Erdtrabanten - herausgegeben von der
Vereinigung der österr. Amateur-Astronomen ist dieses 128 Seiten
umfassende Buch im Format A 5 auch auf der Sternwarte Gahberg bei den
Führungen bzw. auch über Postversand von der Sternwarte Gahberg,
Sachsenstr. 2, 4863 Seewalchen erhältlich.
Das reich bebilderte Werk ist um öS 100,-- + Porto erhältlich.
Ein sehr empfehlenswertes Buch für alle Mondbeobachter. |
Besuch am Gahberg
Anfang Mai besuchte Dr. Matthias Knülle von der Beobachtergruppe
Sternwarte Deutsches Museum in München für einige Tage den Gahberg. Mit
seinem Refraktor AS 110/1:15 (Eigenbau) und APQ 100/1:10 von Zeiss sowie
Sucher 64/f= 426 (14x) Eigenbau nützte er die Möglichkeit, so wie viele
schon vor ihm im Gästehaus des Gasthofes Kogler mit seinen Teleskopen zu
beobachten.

Im Alpengasthof Kogler hat man die Möglichkeit seinen Astronomieurlaub zu
verbringen. Die Terrasse des Gästehauses kann für die Aufstellung von
Geräten genützt werden. Die angrenzenden Zimmer bieten die beste
Möglichkeit in unmittelbarer Umgebung der Teleskope zu wohnen bzw. das
Zubehör, Computer etc. unterzubringen.
Immer mehr Amateure nützen diese Möglichkeit. Die Nähe zur Sternwarte
Gahberg ist ein weiterer großer Vorteil

20.000 Bilder vom Mars
Tausende Aufnahmen des Mars Global Surveyor der NASA wurden ins Internet
gestellt. Unter der Adresse:
http://www.msss.com/moc_gallery/
kann nun jeder auf Erkundungsreise auf dem roten Planeten gehen. Auf
einigen Aufnahmen sind sogar Objekte zu sehen, die nur 1,5 m Größe haben. |
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1. Tageshimmelmeteor am Mittwoch, dem 10. Mai 2000 um 19.15
Uhr MESZ
Harald Giefing, Altlengbach: Zur Zeit des Ereignisses saß ich
mit meiner Frau auf der Terrasse unseres Hauses, welche ostseitig liegt,
und daher am Abend im Sonnenschatten. Ich saß mit dem Rücken zu der
Erscheinung und sah das Haus. Meine Frau mir gegenüber, sah direkt zur
Erscheinung. Plötzlich war das Haus wie mit einem riesigen
Halogenscheinwerfer ausgeleuchtet. Gleichzeitig rief meine Frau nur:
"Schau!"
Ich drehte mich sofort um und sah weit oben am Horizont einen
glühend, gelb-weißen Streifen, der vom Himmel fiel und für einen
kurzen Moment die ganze Umgebung aufleuchten ließ. Und das ganze auf
strahlend blauem Himmel.
Es war eindeutig, dass hier etwas beim Eintritt in die Atmosphäre
verglüht ist. Es könnte sicherlich Weltraumschrot oder ein Meteor
gewesen sein. Sicher war es keine Wettererscheinung, wie klugerweise im
Radio ständig betont wurde und auch sicher kein Flugzeugabsturz, wie
ebenfalls betont wurde. Nachdem der Gegenstand verglüht war, blieb für
mindestens eine halbe Stunde noch eine kleine, weiße Wolke übrig, die
sich ganz langsam auflöste. Erst einige Minuten später war dann ein
Geräusch, wie Donnergrollen, zu hören.
Die Chance so etwas zu sehen ist wahrscheinlich genauso groß, wie
einen Lottosechser zu haben. Das ganze war von Altlengbach aus zu sehen,
und aufgrund der Lage hätte ich das Zielgebiet auch Richtung Osten,
Wien oder Ungarn geschätzt. |
Johannes Spalj, Wien 16. Bezirk, Nähe Ottakringer
Bad-Wilhelminenberg
Wetterbedingungen: Wolkenlos, klare Sicht, Windstille, noch volle
Tageshelligkeit, Gleißend hellgelb-weißer "Himmelskörper"
war etwa 1-2 Sekunden lang sichtbar (das Licht bewirkte überhaupt erst
meinen Blick zum Himmel), bewegte sich mit sehr hoher Geschwindigkeit
hoch am Firmament gegen Norden, von West nach Ost und verschwand
explosionsartig, danach noch über 10 Minuten eine reinweiße
Rauchsäule in Form und Größe einer kleinen Wolke sichtbar. Ein
kurzer, trockener Knall (wie großer Feuerwerkskörper oder dumpfer
Pau-kenschlag) war sehr knapp nach Explosion hörbar, dies spricht für
relativ geringe Höhe der Explosion.
Die Höhe war ansonsten aus Mangel an Bezugspunkten schwer
einschätzbar, dürfte aber zwischen mindestens 6.000 und höchstens
15.000 Metern gewesen sein. Ich habe bisher nur "klassische"
nächtliche Sternschnuppen gesehen, die Erscheinung dürfte aber nach
großer Wahrscheinlichkeit ein Meteor(it) gewesen sein. Die Stoffliche
Zusammensetzung schätze ich, auf Grund der reinweißen Rauchsäule, mit
hohem Wasser-(Eis)gehalt. |
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Hartmut Schulla, Grub/ Wienerwald:
Trotz tiefstehender Sonne war einen Lichtblitz wahrnehmbar. Zu dem
Zeitpunkt blickte ich in Richtung Süden und die vor mir im Schatten
liegenden Gebäudefronten wurden kurzzeitig (etwa 1/2 sec) wie durch
einen Scheinwerfer angestrahlt. Am wolkenlosen Himmel waren, von meinem
Standort aus etwa gegen N bei einer Elevation von ca. 60 Grad, zwei
verschieden große kleine Wolken zu bemerken, die mit einer Art
Kondensstreifen "verbunden" waren.
Die Höhe der Wolken war schwer abzuschätzen, sicher aber kleiner
10.000 m da Details gut erkennbar waren. Die Richtung des
Kondensstreifens verlief von W nach O. Die größere der beiden Wolken
befand sich westlich der anderen. |
Nach etwa 2-3 min konnte man ein donnerartiges Rollen knapp über der
Hörgrenze über die Dauer von 10sec sehr gut wahrnehmen, wobei die
Fensterscheiben zitterten. Nach 6 Minuten hatten sich die Wolken total
aufgelöst.
Die Flugbahn wurde aufgrund der Beobachtungen mehrerer Augenzeugen
beginnend nordöstlich von Znojmo (Znaim) in Tschechien berechnet. Der
wahrscheinliche Endpunkt des Meteors liegt nordöstlich von Wien, etwa
in dem eingezeichneten Bereich. Die Höhe der letzten Sichtbarkeit wird
mit 30-65km angegeben. Sollte es tatsächlich zu einem Meteorfall
gekommen sein, so ist er in diesem Gebiet zu suchen.
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Dr. Polnitzky von der Uni-Sternwarte Wien
teilte uns dazu folgendes mit:
Am Mittwoch, 10.5.2000 um 19:15:15 MESZ trat
ein Meteorit in die Erdatmosphäre.
Zahlreiche Anrufe erreichten uns am Donnerstag,
vor allem aus Wien und Niederösterreich. Manche sahen nur ein
wolkenartiges Gebilde, manche auch das Explodieren des Körpers. Ein
größerer Teil der Anrufer berichteten von Donnergrollen
(Maschinengewehrsalven) einige Zeit später. Die Zeitschätzungen
zwischen Erscheinung und Einsetzen des Donners schwanken naturgemäß
gewaltig (Sekunden bis 5 Minuten). Aus mehreren guten Sichtungen und
einer (fast) gestoppten Erscheinung-Donner-Zeit dürften folgende Daten
halbwegs richtig sein:
Flugrichtung: West - Ost, Explosion über
Wolkersdorf (NÖ, Weinviertel, nördlich von Wien) Explosionshöhe: 40
km, Wolke: einige Minuten zu sehen.
Jiri Borovicka, vom Ondrejov-Observatorium
bestimmte den Endpunkt der Bahn über Mistelbach. Österreichische
Beobachtungen weisen aber auf einen südlicheren Endpunkt etwa in der
Gegend Gaweinsthal-Ulrichskirchen-Kreuzstetten (Astron. Büro Wien -
Prof. Hermann Mucke) hin. Es ist möglich, daß tatsächlich ein
Meteorit in diesem Gebiet aufgefunden werden kann. Im östlichen
Österreich waren auch eindrucksvolle Schallerscheinungen in
Zusammenhang mit dieser Feuerkugel wahrnehmbar. |
2. Tageshimmelmeteor
Bereits einige Tage zuvor, am 6. Mai 2000 konnte um 13.52 Uhr MESZ
über Österreich eine Feuerkugel am Tageshimmel beobachtet werden.
Die Leuchterscheinung erreichte mehrfache Vollmondhelligkeit und
konnte im östlichen Österreich knapp über dem Horizont von Nordwesten
nach Nordosten ziehend beobachtet werden. Leider gibt es hierfür nur
spärliche Beobachtungsberichte, da die Feuerkugel über das südliche
Polen und das nördliche Tschechien zog.
In Frydlant nad Jizerou (Tschechien) wurde schließlich tatsächlich
in einem Garten ein Steinmeteorit mit 210 Gramm Gewicht aufgefunden. Bei
diesem handelt es sich um einen sogenannten Chondriten, die im Inneren
millimetergroße Kügelchen - die "Chondren" enthalten. Der
Eisengehalt ist mit 25%-31% relativ hoch. Die Grundmasse des Gesteins
bilden Olivin, Pyroxen, Plagi-oklas, Triolit und Nickeleisen. |
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Angebot Sonnenfinsternis-CD und Diskette:
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Da wir unsere Sonnenfinsternis CD bereits im Vorfeld der Finsternis zur
Vorbereitung auf das große Ereignis erstellt haben, fehlen natürlich
die aktuellen Bilder. Einige Reststücke dieser CD sind noch verfügbar
und sind inklusive einer Ergänzungsdiskette mit den besten
Sonnenfinsternis-Fotos der Sternwarte Gahberg vom 11.August 1999 um nur
öS 120,-- erhältlich.
Da in den nächsten Jahren mehrere Finsternisse im europäischen
Umfeld zu beobachten sind, bleiben die Informationen auf der CD
natürlich weiterhin aktuell.
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Rückblick Workshop
Workshop wieder ein toller Erfolg

Mit 50 bis 70 Teilnehmern (je nach Programm) war auch heuer der
Workshop des Astronomischen Arbeitskreises Salzkammergut, der sich heuer
mit dem Thema CCD-Astronomie und Rückblick auf die Sonnenfinsternis 1999
beschäftigte wieder sehr gut besucht. Viele Stammgäste der vergangenen
Jahre haben uns auch heuer wieder besucht. Besonders gefreut haben wir uns
über die Spende eines Mini-Planetariums für die Sternwarte Gahberg durch
Herrn Helmut Lübbecke aus Osterode, Deutschland. Damit haben wir die
Möglichkeit bei Schlechtwetter in der Sternwartenkuppel den Sternenhimmel
zu projizieren. Wir danken herzlich dafür.
Auch nächstes Jahr soll wieder ein Workshop stattfinden, der sich
dabei speziell um Teleskope und Zubehör und um besondere Beobachtungen
wie Polarlichter, Meteore, leuchtende Nachtwolken, Haloerscheinungen,
Regenbogen etc. zum Thema haben wird. Für 2001 ist das Wochenende
27. bis 29. April 2001 für den Workshop vorgesehen. (Achtung Termin
könnte geändert werden)
40 cm Dobson der Sternwarte Gahberg wurde geprüft
Alois Ortner hat sich im Zuge unseres Astro Workshops am Sonntag Abend
viel Zeit genommen, unseren 16" Spiegel zu testen. Die erste visuelle
Kontrolle zeigte eine ziemliche Misshandlung der Spiegeloberfläche. Der
Spiegel war über die gesamte Fläche "angegraut" mit deutlich
sichtbaren Spuren vorangegangener Putzversuche. Nach dem Ausbau des
Spiegels hat Herr Ornter in einer knappen Stunde den grauen Belag
bestmöglich entfernt. Die zuvor sichtbaren "Putzschlieren"
ließen sich nicht entfernen, da die Verspiegelung hier bereits
angegriffen war. Dadurch, daß der Rest der Spiegeloberfläche jetzt
deutlich sauberer ist, fallen diese Streifen sofort auf.
In den folgenden 4 Stunden hat Alois Ortner den Spiegel mit
unterschiedlichsten Methoden (Foucault, Ronchi, Interferometer, Fokusbild,
...) untersucht und die Ergebnisse auch fotografisch dokumentiert.
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Ohne genaue Auswertung der Bilder lässt sich aber bereits folgendes
feststellen: Der Spiegel ist deutlich besser, als der optische Eindruck
vermittelt. Die "Putzschlieren" haben die schützende
Quarzschicht verletzt und sind stellenweise bis zur Aluminiumbedampfung
durchgescheuert. Die tiefsten Kratzer haben aber wahrscheinlich nicht mehr
als Lambda/8 Tiefe, was eine aus-gezeichnete Chance bedeutet, daß der
Glasuntergrund nicht davon betroffen ist.
Allerdings zeigt sich dadurch ein sichtbarer Kontrastverlust und ein
Verschmieren am Fokusbild. In Zentrum des Spiegels ist ein kleiner
Zentralberg von etwa 10cm Basisdurchmesser. Dieser ist teilweise durch den
Fangspiegel abgeschattet und lt. Hr. Ortner "kein Grund zur
Besorgnis, aber ich hätte ihn auspoliert".
Die Rotationssymmetrie ist sehr gut und das äußere Drittel des
Spiegels zeigt eine sehr gute Form. Erfreulich, da dieser Teil eines so
großen Spiegels den Löwenanteil an der Bildqualität beisteuert und
zugleich am schwierigsten herstellbar ist.

Eine sehr gute Optik nur die Beschichtung ist etwas
mangelhaft
In seiner jetzigen Verwendung als Dobson für die visuelle Beobachtung
ist er problemlos einsetzbar. Durch den Ausbau aus der Fassung muss das
System allerdings wieder justiert werden.
Herr Ortner meinte jedoch, der Spiegel wäre auf Dauer zu schade für
die rein visuelle Arbeit, da er mit "wenig Aufwand" auch für
Fotografie und CCD nachbearbeitet werden kann. Ein Abbeizen und neu
Beschichten des Spiegels würde die missglückten Putzversuche
wahrscheinlich vollständig ungeschehen machen und als normale
Auftragsarbeit etwa 6000-7000 öS kosten.
Er hat sich angeboten den Spiegel selbst abzubeizen, den Zentralberg
auszupolieren und von einem Bekannten neu belegen zu lassen. Das sollte
uns dann "sehr günstig" kommen. Allerdings dürfen wir es damit
nicht eilig haben, da er in etwa einem Jahr in Pension geht und erst dann
die Gelegenheit hat das zu tun. Bis dahin sollte auch die
Beschichtungsanlage seines Bekannten einsatzbereit sein.
Wir sollten uns vom optischen Eindruck der Glasoberfläche also nicht
abschrecken lassen und das Gerät speziell auch bei den Führungen
verstärkt nutzen. Sollte aus dem Lager der Fotografen der Wunsch kommen,
den 16" f/5 Spiegel auch hier zu verwenden, sollten wir in ein bis
zwei Jahren über das Angebot, den Spiegel neu beschichten zu lassen
nachdenken.
(Robert Orso)
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Lange hat es gedauert, nun können wir uns freuen! Unser guter alter
20cm Refraktor hat neue "Beine" bekommen und läuft jetzt sicher
die nächsten 10 Jahre weiter mit den Sternen, um uns und unsere Besucher
den Himmel noch besser zeigen zu können.
Der Verein hatte nach dem erfolgreichen Sonnenfinsternis Jahr und den
damit gemachten Einnahmen soviel angespart, daß der schon in die Jahre
gekommene Antrieb unserer alten Auracher Montierung durch eine neue,
präzisere und komfortablere Schrittmotorsteuerung ersetzt werden konnte.
Dabei half uns Richard Gierlinger aus Schärding, der sich schon einige
Jahre mit dem Montierungs- und Antriebsbau beschäftigt. Wir legten unser
gutes altes Stück getrost in seine Hände (ca. 120kg) und bekamen einige
Monate später die schwere Basis wieder zurück. Einige Kilo leichter aber
mit zwei glänzenden Schmuckstücken an Schneckenrädern und zwei massiven
Schneckenlagerungen an denen die Schrittmotoren direkt gekoppelt wurden.
Beide Achsen sind als Rutschkupplungssysteme ausgeführt, d.h. es müssen
zum Bewegen des Teleskops keine Schrauben oder Hebel angezogen werden. Zu
dieser bedienerfreundlichen Mechanik wurde als "Gehirn", das
alles zum Laufen bringt, die FS2 Steuerelektronik hinzugefügt. Bereits in
vielen Montierungen erfolgreich eingebaut haben wir nun eine moderne
Steuereinheit mit der man jedes Objekt am Himmel einfach und schnell
findet.
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Nach der Wiedermontage und Neujustierung der Montierung hat Richard die
Endmontage durchgeführt, der First Run konnte dann am nächsten Tag am
Nachthimmel durchgeführt werden und alles lief zur besten Zufriedenheit.
Mehrere Objekte wurden mit der Positionierfunktion der Steuerung
angefahren, jedes Objekt war im Fernrohr zu sehen.
Am darauffolgenden Tag versuchten wir uns mit CCD Aufnahmen der Sonne.
Die Ergebnisse (siehe Bild) lassen uns jetzt hoffen den Refraktor noch
besser fotografisch für die Planeten, Mond und Sonnen nützen zu können.
Nochmals vielen Dank an Richard Gierlinger der uns zwar um Geld
erleichtert, aber uns eine tolle neue Möglichkeit zur Himmelsbeobachtung
geschaffen hat.
(Georg Emrich)

Erste CCD Aufnahme mit dem neuen Antrieb:
Sonnenfleckengruppe im Primärfokus des 20cm Refrak-tors bei 2600mm
Brennweite mit SBIG ST8 CCD Kamera und Glas Sonnenfilter.

Mars (CCD-CD), Fritz Sussmann
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TOTALE SONNENFINSTERNIS,
21. Juni 2001
Projekt: Charterflug zur totalen Sonnenfinsternis nach Lusaka
Leitung und Organisation: Walter Max Schwendenwein
Offenbar stehen wir alle vor dem selben Problem: Die Reisen nach Afrika
sind durchwegs "sündteuer".
Die Ursache für diese extremen Preise ist die sehr große Nachfrage
bei viel zuwenig ausreichenden Angeboten. Zwischen ÖS 30.000,- und ÖS
50.000,- belaufen sich derzeit die 6 Reise-Angebote für Zimbabwe, Zambia
und Madagaskar. (Angola ist ein Krisenherd, - Mozambique / Hochwasser-
Katastrophe)
Früh-Reservierungen und besonders Vorauszahlungen bergen stets ein
Risiko. All diese Probleme könnte man mit einem Charterflug nach Lusaka
umgehen, bei dem man vor Ort die SOFI beobachtet und danach mit dem
gleichen Flugzeug wieder zurück fliegt.
Nach einer Idee von Astro-Kollegen Ing. Ernst Bihlmeyer bietet sich
diese Billig-Variante als Tagesflug* zur SOFI nach LUSAKA an.
Nach derzeitigem Stand würden die Kosten pro Teilnehmer etwas unter
ÖS 10.000.- liegen. Bei dieser Kalkulation gehen wir davon aus, dass
mindestens 200- der 265 Plätze im Flugzeug der AUA verkauft werden. Damit
das Charter-Flugzeug platzmäßig auch ausgelastet wird, empfiehlt sich
eventuell auch eine Zwischenlandung in München oder einer anderen
deutschen Großstadt. Dadurch könnten deutsche Astrofreunde die
restlichen Plätze im Flugzeug belegen.
Abflug und Ankunft in Wien sollte innerhalb von 30 bis 40 Stunden
möglich sein. München (oder Salzburg) könnte auch eine gute Zustiegs-
möglichkeit für West-Österreicher sein.
Walter Max Schwendenwein (ein erfahrener AUA-Pilot mit SOFI-Erfahrung)
ist derzeit dabei das Flugzeug für diesen SOFI-Charter zu beschaffen.
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Die Flugzeug-Besatzung ließe sich auch organisieren Ein Problem
sind hier möglicherweise die vorgeschriebenen Ruhezeiten für Piloten und
Flugpersonal. Der Pilot würde auch die Abwicklung bezüglich des Fluges
und der SOFI-Fluggäste durchführen.
Das Flugzeug sollte am Finsternistag knapp vor Mittag in Lusaka landen.
Die SOFI- Beobachtung könnte dann auch gleich im Flughafen-Bereich
stattfinden (abgesperrtes Areal).
1.Kontakt: 13:41 Uhr OZ
Totalitätsmitte: ca. 15:11 Uhr OZ/45° Höhe
Totalitätsdauer: 3m15s
4.Kontakt:16:27 Uhr OZ
Umfangreiches Reisegepäck, Geldwechsel und Impfungen wären
überflüssig.
Auch wenn 265 Plätze viel erscheinen, könnten sie rasch vergeben
sein. Darum sollten sich alle Interessenten bald ihren Platz reservieren
lassen. (Jeder Verein könnte für sich Plätze reservieren - eine 1.
Prognose bis Ende Mai 2001) Schließlich richtet sich der Einzelpreis nach
der Teilnehmerzahl!
Aktuelle Infos könnte man über die Homepages der Astro-Vereine an
Interessierte weitergeben. Daneben wären der Star-Observer und auch
Sterne und Weltraum ideale Sprachrohre für weitere größere
Interessenten-Schichten.
Als Schirmherr für diese SOFI-Flugreise wäre die UNI-Sternwarte Wien
denkbar. (ORF ?)
Da diese Flugreise erst in Planung ist, sind auch noch mehrere
Varianten in Detailfragen möglich. Ich gebe gerne allgemeine Wünsche und
Anregungen an W. Max Schwendenwein weiter. Wer an einer möglichen
Besprechung teilnehmen möchte, sollte mir das zwecks Durchsage mitteilen.
Vorschläge können wir viele vorbringen, doch was dann möglich ist und
was nicht, das ist alles Sache des Piloten, - denn der ist faktisch der
"Veranstalter"
Weitere Auskünfte unter der E-Mail: sofiorder@gmx.at
Stand: 4.5.2000 - Rudolf Conrad -
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Neues zur CCD-CD der Sternwarte Gahberg

Nach intensiver Arbeit ist nun die überarbeitete Version der CD mit
den besten CCD Astro- Aufnahmen unserer Mitglieder erschienen. Am Workshop
des Astronomischen Arbeitskreises Salzkammergut, welcher vom 29. bis 30.04
im Alpengasthof Kogler stattfand, konnten im Rahmen eines Referates die
neuen Inhalte vorgestellt werden. Das Interesse der anwesenden
Sternfreunde war groß, und es konnten an diesem Tag bereits 20 Stk. der
CD's verkauft werden.
Mit der Überarbeitung der CD möchten wir nun auch ein internationales
Publikum ansprechen. Zu diesem Zweck sind alle wesentlichen Inhalte der CD
auch in englisch verfügbar. Weiters ist durch den nun erstmals auf der CD
befindlichen Viewer der Gebrauchswert der CD wesentlich verbessert worden.
Für alle Interessierten möchten wir auf die Inhalte und Neuerungen
nachstehend nochmals eingehen.
Inhalt der CD:
- 606 CCD-Aufnahmen von 504 verschiedenen Objekten (1x Format TIF und
1x in JPG).
- Übersichtstabelle der Aufnahmen mit Objekt- und Bildinfos (Als
Word-Tabelle, rtf, und xls).
- Stenzeichen-Übersetzungsliste (1x sortiert nach deutschem Namen +
1x sortiert nach Abkürzung der Sternzeichen).
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- Drei Präsentation für MS- PowerPoint. Diese zeigen 1x den Verein
und die Sternwarte, 1x sind die besten CCD-Bilder in eine
Präsentation zusammengefaßt und 1x eine Präsentation mit Angaben zu
den verschiedenen Beobachtungsobjekten (zum Mond, den Planeten, usw.).
- 7 Animationen (1x als AVI + 1x als GIF).
- Ein Viewer (Programm zum ansehen der Bilder), welcher von Harald
Strauß + Georg Emrich konzipiert, und von Georg Emrich programmiert
wurde. Dieser Viewer zeigt neben den Bildern auch die zum Bild
gehörigen Objekt- und Bilddaten. Diese Datenbank - Funktionalität
(Möglichkeiten zum Sortieren, usw.) kann zur Planung einer
Beobachtungsnacht sehr gut verwendet werden. Dieses Programm vereint
die Funktionalität dreier Programme!
- Für die Unterstützung bei der Erstellung der Installationsroutine
möchten wir Steve Tuma (USA) danken, welcher im Gegenzug unsere
CCD-Aufnahmen in seinem Programm (DeepSky2000) als Referenzbilder
verwenden wird.
Was kostet die CD?
€ 15.- inkl. Versandspesen.
Die CD kann direkt via Internet bzw. mit Telefax unter
+43-7662-2217-15
Der Verkaufserlös fließt übrigens zur Gänze der Sternwarte Gahberg
zu, und bessert somit unsere Vereinsfinanzen auf!
Seit 1997 wurden ca. 50 Bilder in diversen Fachzeitschriften und
Büchern veröffentlicht. Dieses rege Interesse der Anwender zeugt vom
hohen Gebrauchswert der CD und der Qualität der Aufnahmen.
Wir möchten weiters alle Mitglieder, welche mit einer CCD-Kamera
arbeiten einladen an der weiteren Verbesserung der CD mitzuwirken
(Kontaktadresse: harald.strauss@lion.cc,
oder Zuschriften an den Verein). Wir als Team der Sternwarte Gahberg
würden uns freuen, wenn Sie unseren Verein mit dem Erwerb einer CD
unterstützen würden.
Harald Strauß
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