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Folge # 159
Jänner
2001
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Astronomische Informationen für Mitglieder und Freunde des Astronomischen
Arbeitskreises Salzkammergut
Informationstelefon: 07662 / 8297
STERNWARTE GAHBERG |

Foto: Georg Emrich, Klaus Eder
Das Jahr 2000 im Rückblick
von Erwin Filimon
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Mitglieder
Zum Jahresende 2000 weist unser Verein 481 Mitglieder auf. Wie
erwartet gab es nur einen leichten Anstieg seit 1999 (478 Mitglieder).
Erfreulich waren 2000 die vielen Neubeitritte, insgesamt konnten wir 44
neue Mitglieder gewinnen, der Austritt von 35 Mitgliedern war leider
nicht zu vermeiden. In unserer Statistik scheinen 13 Auslandsmitglieder
auf, 97 Mitglieder sind aus den anderen österreichischen
Bundesländern. 371 Mitglieder sind aus Oberösterreich, davon sind 195
Personen im Bezirk Vöcklabruck zu Hause.
73 Personen waren zusätzlich zu den 481 regulären Mitgliedern noch
unterstützende Mitglieder und haben uns mit Ihren freiwilligen Spenden
geholfen. Mehrere Mitglieder haben wieder von der Möglichkeit Gebrauch
gemacht, unserem Verein künftig als unterstützendes Mitglied statt als
reguläres Mitglied anzugehören. Von unterstützenden Mitgliedern
erhalten wir eine jährliche Spende. Insgesamt 554 reguläre und
unterstützende Mitglieder sind die finanzielle Basis, für unseren
Verein. Wir danken allen unseren Mitgliedern, Freunden und Gönnern für
ihre Unterstützung im vergangenen Jahr. Außer einer Subvention von der
Gemeinde Weyregg (2.000 öS) erhalten wir keine öffentliche
Unterstützung.
Leider gab es 2000 nur 22 neue Interessenten, die noch nicht Mitglied
sind. Nach der Sonnenfinsternis 1999 ist das Interesse gesunken, vor
allem weil das Jahr 2000 keine besonderen "Attraktionen" zu
bieten hatte. Insgesamt sind bei uns nunmehr 235
Himmelskundeinteressenten vorgemerkt.
Auch 2001 beträgt der Mitgliedsbeitrag (inkl. Bezug der
Vereinszeitung Astro-Info)
- Für Jugendliche ohne Einkommen 120,--
- Erwachsene 190,--
- Für Mitglieder aus dem Ausland ist ein Aufpreis von öS 50,--
wegen höherer Portokosten zu leisten.
Astro-Info
Insgesamt gab es im vergangenen Jahr 7 Ausgaben der Astro-Info. Auf
48 DIN-A4-Seiten und in einer Auflage von ca. 1000 Stück erhielten
unsere Mitglieder, Interessenten und Freunde der Sternwarte Gahberg
diese Informationen. Die Erstellung und Gestaltung der Astro-Info hat
mit November 2000 wiederum Gert Kroner in gewohnter professioneller
Weise übernommen. Bis dahin wurde dies von Robert Orso erledigt. Viele
Berichte stammen von Obmann Erwin Filimon. Der Versand erfolgte wie
bereits in den vergangenen Jahren durch Helga Reichbauer. Für diese
Mühen und die Arbeit möchten wir uns herzlichst bedanken.
Fast 200 Stück. der Astro-Info werden bereits digital über das
Internet zugestellt. Dies spart uns Druck- und Portokosten und die
Vereinszeitung ist schneller beim Empfänger. Durch eine Neugestaltung
der Bedingungen und Preise beim Postzeitungsversand müssen wir
Einsparungen treffen. Am besten ist uns geholfen, wenn so viele
Mitglieder wie möglich die Astro-Info über E-Mail beziehen. Bitte
senden Sie uns ein E-Mail an info@astronomie.at
und geben Sie uns diesen Wunsch bekannt. Die Info ist als Word oder als
PDF Datei erhältlich, oder bestellen Sie den Service auf unserer
Homepage im Internet: http://www.astronomie.at
per Formular. |
Sternwarte
Im Jahr 2000 haben wir auf der Sternwarte 17 Führungen abgehalten,
an denen mindestens 600 Personen teilgenommen haben. Wie immer war der
Zustrom in den Sommermonaten besonders stark. Sehr viele Urlaubsgäste
haben auch im Jahr 2000 das Angebot der Sternwarte Gahberg genützt. Die
Betreuer der Sternwarte Gahberg Klaus Eder und Hannes Schachtner haben
auch 2000 viel Zeit und Engagement in die Sternwarte Gahberg gesteckt.
Besonderer Dank gilt vor allem auch jenen aktiven Mitarbeitern der
Sternwarte, die viel Zeit geopfert haben, um bei den Führungen den
Besuchern die Sternwarte Gahberg und den Sternenhimmel zu erklären.
Viele unserer Betreuer haben dazu auch ihre eigenen Geräte aufgebaut,
damit wir den Besuchern allzu lange Wartezeiten vor den Teleskopen
ersparen konnten. Nur durch ihren freiwilligen Einsatz war es möglich
die Sternwartenführungen in diesem Ausmaß aufrechtzuerhalten.
Hervorgehoben seien folgende Mitglieder, die besonders intensiv bei den
Führungen aktiv waren: Robert Orso (12x), Erwin Filimon (9x), Peter
Petz, Sven Berger und Stefan Pfeiffer (je 8x), Walter Gross (5x),
Andreas Mayr und Wolfgang Hubinger (je 4x). Ihnen gilt der besondere
Dank des Vereines.
Unsere Homepage im Internet wird von Robert Orso, dem Vereinskassier
betreut und ständig erweitert, vielen Dank an Robert Orso für diese
Mühen.
Vereinsfinanzen
Bei der Kassiertätigkeit wird Robert Orso von Frau Maria Derfler aus
Oberweis unterstützt. Bei 500 Mitgliedern ist die Buchhaltung schon
sehr umfangreich. Zu bemängeln ist jedoch die mangelnde
Zahlungswilligkeit. Zahlreiche Mitglieder haben Ihren Beitrag 2000 noch
nicht entrichtet.
CCD-Team
Harald Strauß, Georg Emrich, Klaus Eder und Hannes Schachtner
arbeiten im CCD-Team der Sternwarte Gahberg, das sich intensiv mit der
digitalen Aufnahmetechnik an astronomischen Objek-ten befasst. Die
CCD-CD ROM, die der Verein herausgegeben hat, findet guten Absatz.
Vereinsvorstand
Auch weiterhin wird die Vereinsleitung aus den aktiven Mitgliedern
des Vorjahres zusammengesetzt werden. Schließlich sollen jene Leute
über das Geschick der Sternwarte entscheiden, die bei den verschiedenen
Veranstaltungen die Hauptlast der Arbeit tragen. Diese Vorgangsweise hat
sich bisher sehr bewährt.
Sternwarte - Status
Der 1999 aufgestellte Aufbewahrungscontainer hat sich bestens
bewährt, wir wüssten sonst nicht, wohin mit den Stativen,
Ausstellungswänden, den Ersatzteilen und dem ganzen Werkzeug. Die
große Montierung des Linsenteleskops wurde im Winter von Richard
Gierlinger modernisiert, die Lagerung wurde verbessert und das gesamte
Gerät auf beiden Achsen mit neuen Schneckenrädern ausgerüstet, sowie
eine neue Schrittmotorensteuerung samt Positionierungseinheit im Februar
2000 wieder eingebaut. Obwohl wir für diesen Umbau tief in die
Vereinskasse greifen mussten, begeistert das umgebaute Linsenteleskop,
und die automatische Positionierung von Himmelsobjekten kam auch unseren
Besuchern zugute. Nunmehr ist es auch mit dieser Montierung möglich,
gute nachgeführte Astronomieaufnahmen zu machen.
Der geplante Zubau zur Sternwarte musste aus organisatorischen und
finanziellen Gründen auf das Jahr 2001 verschoben werden.
Der traditionelle Astroworkshop
am Gahberg von 28. bis 29. April 2000 stand unter dem Motto CCD-
Astronomie und Rückblick auf die Sonnenfinsternis, und war
erwartungsgemäß wieder sehr gut besucht. Zwischen 50 bis 70 Teilnehmer
waren an diesem Wochenende anwesend. Auch im neuen Jahr wird diese
jährliche Veranstaltung abgehalten werden und zwar von 27. bis 29.
April 2001. |
Chronologie 2000
- Die Mondfinsternis in den frühen Morgenstunden des 21. Jänner
2000 fällt leider wieder einmal dem Wetter zum Opfer.
- Ab Februar ist die umgebaute Montierung des großen
Linsenteleskops wieder einsatzbereit.
- Der Workshop Ende April 2000 ist wieder ein voller Erfolg. Viele
Sternfreunde nützen die Möglichkeit, sich in familiärer
Atmosphäre am Gahberg zu treffen.
- Die neue CCD-CD der Sternwarte Gahberg mit 600 digitalen
Astronomieaufnahmen wird präsentiert. Die Aufnahmen der Sternwarte
Gahberg werden auch in den USA mit einem Astrono-mieprogramm
ausgeliefert.
- Der Kuppelspalt wird defekt und muss gegen Ende des Winters
saniert werden.
- Am 6. und am 10. Mai 2000 werden 2 Tageshimmel-Meteore über
Österreich gesichtet. Von einem Fall kann sogar Meteoritenmaterial
in Tschechien aufgefunden werden. Wir erhalten zahlreiche
Augenzeugenberichte.
- Im Juni schlägt der Blitz in die 100 bis 130 Jahre alte Birke
neben der Sternwarte Gahberg ein und reißt große Rindenteile ab.
Die Sternwarte Gahberg blieb glücklicherweise von Schäden
verschont.
- Auch der große Hagelsturm vom 4.Juli 2000 der am Gahberg
zahlreiche Dächer zerstörte, hinterließ auf der Sternwarte
Gahberg - dank deren besonderen Dachdeckung keine nennenswerten
Schäden.
- Der Sternschnuppenstrom der Perseiden kann erfolgreich in den
frühen Morgenstunden des 12. August 2000 von einem Team aus 13
Beobachtern von der Sternwarte Gahberg aus beobachtet werden. Von
3.00 bis 4.30 Uhr morgens werden 182 Sternschnuppen gesehen.
- Mehrere Polarlichter wären auch von Österreich aus zu sehen
gewesen (6./7. April 2000, 6./7. November etc.), doch leider ließ
das Wetter keine Beobachtungen zu.
- Polarlichtwarnungen - unser Mitglied Dr. Karl Kaiser übernimmt ab
Sommer die direkte Verständigung unserer Mitglieder, die die
Astro-Info digital beziehen.
- Der Sommerkomet 2000 - Komet Linear C/1999 S 4 enttäuscht mit
geringer Helligkeit und er löst sich schließlich ohne
Helligkeitssteigerung in zahlreiche Bruchstücke auf.
- Im Sommer wird ein neuer PC installiert, damit die digitale
Fotografie ungehindert weiterbetrieben werden kann und ein zweiter
PC-Arbeitsplatz wird eingerichtet.
- In der Nacht von 20. auf 21. September gibt es wieder Blitzschlag
und diesmal wird die Meteori-tenortungskamera lahmgelegt und muss
repariert werden.
- Der Tag der offenen Tür am 1. Oktober lässt alle Besucher wieder
einmal im Regen stehen.
- Am 13. Oktober wird der Kleinplanet Nr. 14977 nach unserem
langjährigen Mitglied Dr. Martin Bressler aus Seewalchen in
Würdigung seiner Verdienste um die Kleinplanetenbeobachtung
be-nannt.
- Unser Verein feiert das 20jährige Bestands-Jubiläum. Der
Festabend "20 Jahre Astronomischer Arbeitskreis
Salzkammergut" mit Vorträgen findet am 4. November 2000 im
überfüllten Saal des Alpengasthofes Kogler statt.
- Kurt Föttinger bringt die neue Technik zur Radio-Ortung von
Meteoren auch bei Schlechtwet-ter mehrere Male erfolgreich zum
Einsatz. Besonders intensiv bei den Leoniden 2000, die visuell wegen
Schlechtwetter nicht beobachtet werden können.
Vorhaben 2001
Zubau zur Sternwarte - zusätzliche Beobachtungseinrichtungen.
Abhaltung des traditionellen Workshops mit dem Thema "Besonderes in
der Astronomie" von 28. bis 29. April 2001. Sanierung des
Außenbereiches der Sternwarte Verschiedene Wartungsarbeiten
(Sternwartenanstrich) etc. |
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im Astronomischen Arbeitskreis Salzkammergut
Einige Vorteile Mitglied bei uns zu sein:
- Mitbenützung der Geräte der Sternwarte Gahberg - eine Anzahl von verschiedenen Teleskopen steht zur Verfügung
- Umfangreiche Informationen in unserer Homepage: http://www.astronomie.at
- Vereinszeitung Astro-Info: Aktuelle Informationen über den Sternenhimmel und Vereinsaktivitäten durch die im Mitgliedsbeitrag enthaltene Vereinszeitung Astro-Info, die ca. 10mal im Jahr erscheint. Die Astro-Info kann auch via e-mail bezogen werden.
- Monatliche Sternfreundetreffen - jeden ersten Freitag im Monat (Näheres auf unserem Servicetelefon) mit Erfahrungsaustausch, Tips, Hinweisen auf astronomische Ereignisse etc.
- Servicetelefon der Sternwarte Tel. Nr. 07662-8797; Rund um die Uhr erhalten Sie Information über die nächsten Veranstaltungen und Beobachtungshinweise.
- Ermäßigungen bei der Teilnahme an Astronomiekursen, die vom Obmann Erwin Filimon gelegentlich abgehalten werden.
- Eilnachrichten über aktuelle Objekte - schnell und zuverlässig (über Internet)
- Teleskopkaufberatung durch Mitglieder bei den Sternwartenführungen
- Kostenlose Verkaufs- und Suchanzeigen in der Vereinszeitung Astro-Info und/oder in unserer Homepage im Astro-Bazar.
- Umfangreiche Bibliothek - viele Bücher und astronomische Zeitschriften.
- Umfangreiche astronomische PC-Programme - Informationen welches Programm man sich kaufen sollte. Testversionen (Shareware) kann bezogen werden.
- Fortbildung durch Teilnahme an Besprechungen, Diavorträgen und dem jährlichen Astroworkshop und den monatlichen
Sternfreundetreffen.
- Gelegentliche Vereinsausflüge.
- Astronomische Videofilme und Diaserien können entliehen werden.
sehr günstiger Mitgliedsbeitrag:
-
Erwachsene nur 190,-- öS jährlich
-
Jugendliche nur 120,-- öS jährlich
Wenn Sie noch nicht Mitglied sind, so laden wir Sie herzlichst ein, unserem
Arbeitskreis als neues Mitglied beizutreten.
Sie unterstützen unseren Verein somit auch finanziell, da wir auf die
Mitgliedsbeiträge und Spenden angewiesen sind, um die Sternwarte Gahberg
erhalten und ausbauen zu können. Wir erhalten keine Subventionen (außer
2.000,-- von der Gemeinde Weyregg) und sind somit auf unsere Mitgliedsbeiträge
und Spenden angewiesen. Der Bezug der Astro-Info ist im Mitgliedsbeitrag
enthalten.
Gerne können Sie uns auch mit einer Spende unterstützen
und uns bei unseren Vorhaben unterstützen. Sie erhalten dann auch weiterhin
unsere Vereinszeitung Astro-Info zugesandt.
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Rätselhafte Monderscheinung
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Die Berliner Mondbeobachter möchten auf ein astronomisches Ereignis
aufmerksam machen, das am 9. Februar 2001 in den frühen Morgenstunden
(4:00 UT) stattfindet - genauer gesagt: stattfinden könnte. Wenn die
Theorie zutrifft, findet dieses Ereignis nur alle 18 Jahre und 10,3 Tage,
(einem Saros-Zyklus) statt. Um das Ereignis wegen schlechten Wetters nicht
zu verpassen (die Wetterlage Anfang Februar ist eher unbeständig) ist
eine Beobachtung von möglichst vielen Beobachtern an unterschiedlichen
Orten notwendig, um die Erfolgsaussichten zu steigern. Am 9. Februar 2001
soll es (möglicherweise) im Krater "Torricelli B" auf dem Mond
zu einem sogenannten TLP, einer vorübergehenden Leuchterscheinung,
kommen. Anders als traditionelle Erklärungsversuche für TLPs, die z.B.
von Ausgasungsprozessen und einer piezoelektrischen Zündung
ausgehen,
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wird für dieses TLP vermutet, daß es sich lediglich um einen Effekt
handelt, bei welchem sich die Sonne in diesem Krater
"spiegelt".
Die dazu erforderliche Stellung von Sonne, Erde und Mond wiederholt
sich nur nach jeweils einem vollen Saros-Zyklus (18 Jahre und 10,3 Tage).
Vor eben dieser Zeitspanne (am 29. Januar 1983) wurde in "Torricelli
B" von britischen Mondbeobachtern ein TLP beobachtet. Am 9. Februar
2001 können wir gemeinsam prüfen, ob dieses TLP tatsächlich auf die
besondere Beleuchtungsgeometrie zurückzuführen ist. Wenn Sie sich für
diese seltene Beobachtungsgelegenheit interessieren, finden sie
weiterführende Informationen mit Aufsuchkarte, Hintergrundinformationen
und Vorbereitungstipps etc. im Internet.
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Neue Bilder vom Jupiter
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Die NASA-Raumsonde Cassini hat Bilder vom Jupiter zur Erde gefunkt, die
neue Erkenntnisse über dessen markanten Großen Roten Fleck liefern. Wie
die NASA in Pasadena mitteilte, näherte sich die mit einer Spezialkamera
aus-gestattete Sonde dem Planeten auf 9,7 Millionen Kilometer. Die
Aufnahmen lieferten neue Erkenntnisse über die gewaltigen Sturmsysteme
auf dem massereichsten Planeten des Sonnensystems, so auch über den
Großen Roten Fleck.
Dort toben seit 300 Jahren Stürme auf einer Fläche, die dreimal so
groß wie die Erde sei. Die Aufnahmen der Kamera, die mit speziellen
Filtern bestückt ist, zeigten, dass die große Sturmsysteme kleinere
Stürme einfingen und absorbierten.
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Cassini, die 1997 auf die Reise ins All geschickt wurde, hat auch Hinweise
darauf geliefert, dass ein riesiger Nebel vulkanischen Materials den Jupiter
umgibt. Die Teilchen stammten von Io, einem der vier größten Monde des
Planeten. Cassini nutze die Annäherung an Jupiter, um Schwung für die
Weiterreise zum Saturn zu nehmen. Dort soll die Sonde den äußeren Ring
erforschen und eine kleinere Sonde über dem Saturn-Mond Titan
aussetzen.
Wissenschafter vermuten, dass der in eine Dunstwolke gehüllte Mond eine
erdähnliche Atmosphäre besitzt. Allerdings entstehen die Wolken dort nach
Annahme der Wissenschafter nicht durch verdunstetes Wasser, sondern durch
Methangas.
(Austria Presse Agentur)
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Virtuelle Sternwarte
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Der Sterngucker, der mit seinem Fernrohr den Nachthimmel absucht, könnte
nach Vorstellungen amerikanischer Forscher bald der Vergangenheit
angehören. Das Nationale Optische Astronomie Observatorium (NOAO) der USA
schlägt die Einrichtung einer virtuellen Sternwarte im Internet vor, mit
deren Hilfe Forscher auf die Beobachtungen von Fernrohren, Röntgen
Observatorien und des Weltraumteleskops Hubble zugreifen könnten, sagte
Planungs- und Entwicklungsdirektor Stephan Storm.
Die Pläne sollten in dieser Woche bei einem Treffen der amerikanischen
Gesellschaft für Astronomie in San Diego vorgestellt werden. Bereits
innerhalb von fünf Jahren könne ein solches Projekt für die USA
verwirklicht werden, sagte Storm. Die Kosten beliefen sich auf etwa 25
Millionen Dollar (26,2 Mill. Euro/360 Mill. S). Bis zum Jahr 2010 könne
das Internet Observatorium auf die ganze Welt ausgeweitet werden.
Zur Zeit gebe es eine Revolution bei der Himmelsbeobachtung, sagte
Storm. Die Möglichkeiten, Himmelskörper zu erkennen, verdoppelten sich
alle 18 Monate. Entsprechend schnell entwickelten sich die Datenmengen zu
Weltraumbeobachtungen. In etwa zehn Jahren werde sich die Zahl der
gespeicherten Daten vertausendfachen.
Wenn alle diese Daten online verfügbar seien, wäre eine bisher
unbekannte Genauigkeit bei der Darstellung von Himmelsphänomenen
möglich, sagte George Djorgovski vom kalifornischen Institut für
Technologie, der an der Entwicklung des Projekts mitgearbeitet hat. So
könnten Forscher dann etwa Digital-Filme über schnellfliegende
Himmelsobjekte wie Kometen oder Asteroiden erstellen, selbst wenn deren
Flugbahnen am Rande unseres Sonnensystems verliefen. So wäre es möglich,
eine Gefahr für die Erde frühzeitig zu erkennen.
Probleme bei der Einrichtung der Online-Sternwarte gibt es laut Storm
auf kulturellem Gebiet.
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So habe die US-Raufahrtbehörde NASA schon seit langem sehr viele Daten
über ihre Expeditionen veröffentlicht, sagte Storm. Mitarbeiter von
Sternwarten betrachteten ihre Forschungsergebnisse dagegen oft als
Privatbesitz. "Uns fehlt eine Kultur des breiten öffentlichen
Zugangs", sagte Storm. Zudem müssten die Daten der verschiedenen
Beobachtungsstationen standardisiert werden, um sie für die weltweit rund
10.000 Astronomen verfügbar zu machen, sagte NOAO-Mitarbeiter David De
Young. Für die komplette Darstellung einzelner Himmelskörper würden
neben den Beobachtungen mittels optischer Teleskope auch die
Untersuchungen von Röntgen- und Gammastrahlen sowie von Radiowellen
ausgewertet. Um den Nutzern des Online-Observatoriums die Möglichkeit zu
geben, die entsprechenden Beobachtungsobjekte wiederzuerkennen, müssten
deshalb spezielle Werkzeuge entwickelt werden.
Sollte das virtuelle Observatorium Wirklichkeit werden, seien die
Objekte der Astronomen-Neugier nicht mehr am Sternenhimmel sondern auf dem
Computerbildschirm zu beobachten, verheißt De Young. Viele
Himmels-forscher könnten sich dann im Internet einloggen, anstatt in die
Sternwarte zu gehen.
(Austria Presse Agentur)
Der NASA-Weltraumkalender 2001

Wissenswertes über die Ereignisse im Jahr 2001
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Galaxie NGC -6946 CCD-Group der Sternwarte Gahberg
Astronomiekurs Himmelskunde für den Anfänger
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Eine erste Einführung in die Welt der Sterne. Was gibt es am Himmel mit bloßem Auge
zu sehen; mit Praxis am Sternenhimmel (soweit es das Wetter erlaubt).
Kursleiter:
Hr. Erwin Filimon, Obmann des Astronomischen Arbeitskreises Salzkammergut (Sternwarte
Gahberg)
3 Abende zu je 2 Einheiten
in Schörfling am Attersee im Restaurant Zenz'n Stub'n
Beginn Dienstag, 6. März 2001
Folgeabend Dienstag, 13. März 2001
Abschlußabend Dienstag, 20. März 2001 Beginn jeweils 19.00 Uhr
Kursbeitrag: öS 300,--
(Ermäßigung für Mitglieder des Astronomischen Arbeitskreises Salzkammergut öS
250,--)
1. Abend:
Diavortrag über die verschiedenen Objekte und Erscheinungen am
Sternenhimmel, die mit bloßem Auge zu sehen sind. Tipps und Tricks
für erfolgreiches Beobachten (Auswahl der Beobachtungsplätze, wann,
wo und wie), Wetter- und Sichtbehinderungen (störendes Fremdlicht)
und was man dagegen tun kann, das menschliche Auge in der Nacht
(Anpassung an die Dunkelheit), bei günstigem Wetter ev.
Nachtspaziergang
2. Abend:
Orientierung am Himmel, Erdachse und Polarstern, die
Himmelsrichtungen, stündliche und jahreszeitliche Verschiebungen der
Sternbilder, Sommer- und Wintersternbilder. (bei Schönwetter im
Freien)
Die drehbare Sternkarte (praktische Übungen) - ein einfaches
Hilfsmittel zum Finden der Sternbilder
3. Abend:
Sternbilder im Detail, Näheres über einige ausgewählte
Sternbilder, Milchstraße, die 12 (13) Sternzeichen. Planeten, Kometen
und der Mond am Sternenhimmel.
Anmeldung:
Tel. 07662-6490 oder Tel. 0664-3720422 (abends) oder e-mail filimon@cso.at
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Liebe Bezieher unserer Astro-Info. Die
Portokosten der Astro-Info steigen in diesem Jahr extrem an. Die
Bedingungen und Konditionen des Postzeitungsversandes, mit dem wir
bisher die Astro-Info versandt haben, sind extrem gestiegen und wir
müssen drastische Sparmaßnahmen ergreifen.
Da sehr viele unserer Bezieher bereits Internet haben, möchten wir so
viele Vereinszeitungen wie möglich über das Internet aussenden.
Dadurch könnten wir enorme Porto- und Druckkosten einsparen.
3 Möglichkeiten stehen zur Wahl: Der Bezieher erhält ein kurzes
E-Mail mit dem Hinweis, dass die neueste Astro-Info erschienen ist. Man
kann nun direkt über dieses E-Mail entweder die Astro-Info als
Word-Datei oder als PDF-Datei laden, oder sich die Astro-Info nur auf
der Homepage lesen. |
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