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Folge # 161
April
2001

Astronomische Informationen für Mitglieder und Freunde des Astronomischen Arbeitskreises Salzkammergut
Informationstelefon: 07662 / 8297
STERNWARTE GAHBERG

Astro-Info digital

  • die Informationen der Sternwarte Gahberg erhalten Sie mit E-Mail
  • bitte stellen Sie den Bezug der Astro-Info auf E-Mail um 

Der Versand unserer Vereinszeitung durch die Post wurde dramatisch teurer. Es wird zwar auch weiterhin die gedruckte Ausgabe per Post geben, jedoch würden wir gerne all denjenigen, die Zugang zum Internet haben, die AstroInfo auf elektronischem Wege zukommen lassen.

Die Vorteile

  • Keine Druckkosten
  • Keine Portokosten
  • Astro-Info wird sofort nach Fertigstellung versandt die Informationen kommen schneller und verlässlicher an.
  • Die enthaltenen Bilder sind auch in Farbe verfügbar und von viel besserer Qualität als die gedruckten Bilder. 
  • Enorme Ersparnis für die Vereinskasse - das Geld haben wir dann für die Sternwarte Gahberg zur Verfügung

Sie können wählen in welcher Form Sie die Astro-Info E-Mail erhalten. Um unnötige Ladezeit zu vermeiden, erhalten Sie eine kurze E-Mail, in der Ihnen das Erscheinen der neuesten Ausgabe der Astro-Info mitgeteilt wird. Sie können nun direkt über dieses E-Mail mit den darin enthaltenen Links entscheiden, ob Sie unsere Astro-Info 

  1. direkt in unserer Homepage lesen wollen, oder 
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Einladung zum Astroworkshop auf den Gahberg

Thema: Besonderes in der Astronomie (Polarlichter, Meteore, Halo-Erscheinungen, ...)
Wann: Freitag, 27. April bis Sonntag, 29. April
Wo Alpengasthof Kogler bzw. auf der Sternwarte Gahberg

Beginn am Freitag, 27. April - 20.00 Uhr - Treffen der angereisten Teilnehmer (Gasthof Kogler, Gahberg)

Samstag:
Ca. 10:00-12:00 Uhr und 14:00-18:00 Uhr Workshop, 20:00 Uhr Abendveranstaltung.

Sonntag:
ab 10:00 Uhr bis ca. 12:00 Uhr Workshop

Am Nachmittag findet auch der Tag der offenen Tür auf der Sternwarte Gahberg statt. (von 13:00 bis 17:00 Uhr)

Workshopbeitrag: öS 150,-- (ausgenommen Referenten und mitreisende Familienangehörige


Geplante Beiträge:

Andreas Müller, Böheimkirchen:
"Mondfinsternis 2001"

Alois Ortner, Mäder, Vorarlberg:
Prüfung astronomischer Optiken

Wolfgang Ransburg:
Produktpräsentation von Teleskop-Service München

neue Geräte und sinnvolle Adaptionslösungen für die Astronomie. Schwerpunkte: Astrofotografie, günstige Großfeldokulare, Filterlösungen

Erwin Filimon, Seewalchen:
Rückblick auf ungewöhnliche Beobachtungen der vergangenen 20 Jahre

Stefan Pfeiffer, Lenzing:
fotografischer Ronchi-Gittertest von Fotoobjektiven

Rudolf Conrad, Wien:
Fotografie von besonderen Himmelserscheinungen

Hannes Schachtner, Vöcklabruck
Ansteuerung von EOS Spiegelreflexkameras

Erwin Filimon, Seewalchen
Die Meteoritenortungskamera am Gahberg - Ergebnisse und Aufgabe

Gerald Rhemann, Wien
15 Jahre Astrofotografie

Dr. Karl Kaiser, Schlägl OÖ
Polarlichter, leuchtende Nachtwolken, Halos, Luftspiegelungen

Herbert Csadek, Wien
Die Mondfinsternis im Zeitraffer

Dr. Albert Sudy, Wien
Bau einer Dachsternwarte mit Lichtkuppelelement


Sternwarte Gahberg Führungen 2001:

Wochenende 28. - 29. April Samstag ganztägig

Sonntag 10 - 13 Uhr

Astroworkshop im Alpengasthof Kogler 
Außergewöhnliches in der Astronomie - Polarlichter, Meteore, atmosphärische Erscheinungen etc.
Sonntag  29. April 13.00 bis 17.00 Uhr Tag der offenen Tür auf der Sternwarte Gahberg
bei jedem Wetter
Donnerstag  10. Mai 21.00 Uhr  
Sonntag  20. Mai 21.00 Uhr  
Mittwoch  30. Mai 21.00 Uhr Mond
Sonntag 10. Juni 22.00 Uhr  
Mittwoch 20. Juni 22.00 Uhr  
Samstag 23. Juni ca.21.00 Uhr Sonnwendfeuer bei der Sternwarte Gahberg 
Samstag 30. Juni 22.00 Uhr Mond
Dienstag 10. Juli 22.00 Uhr  
Freitag 20. Juli 22.00 Uhr  
Montag 30. Juli 22.00 Uhr Mond
Freitag 10. August 21.00 Uhr Nacht der Sternschnuppen
Montag 20. August 21.00 Uhr  
Donnerstag  30. August  21.00 Uhr Mond
Montag 10. September  20.00 Uhr  
Donnerstag 20. September  20.00 Uhr  
Sonntag 30. September 20.00 Uhr Mond
Sonntag 7. Oktober 13.00 bis 17.00 Uhr Tag der offenen Tür
Änderungen vorbehalten - Die Führungen entfallen bei ungünstigem Wetter. Eventuelle Absagen werden ca. 1 bis 2 Stunden vorher auf dem Servicetelefon 07662-8297 bekanntgegeben.

Von Oktober 2001 bis April 2002 finden keine öffentlichen Führungen auf der Sternwarte statt. Sonderführungen werden in dieser Zeit fallweise abgehalten. Infos dazu auf unserem Servicetelefon oder direkt via e-mail-Einladung.
Bitte melden Sie Ihr Interesse unter info@astronomie.at an.


Tag der offen Tür auf der Sternwarte Gahberg

Sonntag, 29. April 2001 von 13.00 Uhr bis 17.00 Uhr, bei jedem Wetter.

Wir eröffnen die Beobachtungssaison für Besucher mit diesem Tag der offenen Tür. Es besteht die Möglichkeit, sich über Teleskope und unsere Arbeit zu informieren.

Für unsere Besucher gibt es wie auch in den vergangenen Jahren wieder Kaffee und Kuchen.
Wenn das Wetter mitspielt besteht auch die Möglichkeit zur Sonnenbeobachtung.

Da wir noch immer im Sonnenflecken Maximum sind, lohnt sich der Blick auf die Sonne sicherlich.


Polarlicht über Österreich
Von Karl Kaiser

Endlich war es wieder einmal soweit und ein Polarlicht konnte von Österreich aus beobachtet werden. Die Bilder des aktuellen Polarlichtovals (ganz unten) ließen gestern mein Herz höher und vor allem auch schneller schlagen: Die Fläche war intensiv rot und reichte bis nach Österreich! Die Kp-Balken waren bei 7 bzw. 8, die Geschwindigkeit des Sonnenwindes bei etwa 700 km/s und das interplanetare Magnetfeld zeigte eine deutlich südliche Komponente! Also beste Aussichten auf eine erfolgreiche Beobachtung! Und tatsächlich: Ab 21:30 MESZ konnte ich das Polarlicht bei anfangs eher schlechten atmosphärischen Bedingungen (Dunst, Streulicht der Ortschaften im Mühltal, Mond fast halb) überm Böhmerwald beobachten. Rote Flächen, rote und weißliche Strahlen zeigten sich etwa im Bereich 30° östlich bis 30° westlich des Nordpunktes, die Höhe der Aurora schätzte ich auf 30°.


Polarlicht, aufgenommen von Harald Strauß am 9.11.1997

 Das Aktivitätsmaximum lag diesmal im NNW. Die Bilder werden hoffentlich zeigen, wie stark die Ausdehnung bei absoluter Dunkelheit fürs Auge hätte sein können. Bis etwa 22:30 (?) dauerte der 1. Durchgang. Ob anschließend noch ein Polarlicht zu sehen gewesen ist, kann ich nicht mit Sicherheit sagen. Ab und zu glaubte ich, eines zu sehen, die Bilder sollen Klarheit schaffen. Ein mitternächtlicher Anruf von Mark Vornhusen (Eggenfelden, Moderator des Polarlichtforums) ermunterte mich, noch länger zuzuwarten, da eben eine neue Schockfront von den Satelliten gemessen worden sei. Und tatsächlich kam sie wenig später auch an - die neuerliche Aktivität, nicht sehr intensiv allerdings, dauerte von ca. 0:45 bis 1:20. Um 2:00 MESZ machte ich Schluss. Ein anschließender Blick ins Netz zeigte, dass die Aktivität nun vorüber war, dafür herrschte Hochbetrieb auf der Polarlichtforum-Site! Meldungen von ganz Europa über erfolgreiche Sichtungen! Bilder werde ich, so sie gelungen sind, wieder auf meine Homepage stellen. Wer meine Polarlichtfotos vom 6. April 2000 noch nicht kennt, den lade ich ein, auf meiner Homepage  nachzuschauen.

Mondkrater blieb dunkel
Mondkrater Torricelli zeigte keine Aufhellung

Trotz internationaler Überwachung konnte keine Aufhellung in diesem Krater am Morgen des 9. Februar gesichtet werden.

Am 29. Jänner 1983 wurde in diesem Mondkrater von britischen Mondbeobachtern eine vorrübergehende Leuchterscheinung beobachtet. Man vermutete eine Reflexion der Sonne an besonderem Oberflächengestein. Am 9. Februar 2001 war die Situation der Stellung von Erde - Mond - Sonne genau so wie damals - und man sah nichts, also kann man diese Erklärung ausschließen.

Auch auf der Sternwarte Gahberg wurde beobachtet.

Bericht von Klaus Eder:

2001.02.08 23:35 MEZ
Abfahrt zum Beobachtungsort. Der Mond scheint durch eine leichte Nebeldecke hindurch.

2001.02.08 23:55 MEZ
Ankunft am Beobachtungsort Gahberg. Mond versteckt sich hinter einer starken Wolkendecke.

2001.02.09 01:00 MEZ
Wolkendecke ist etwas lichter geworden die umrisse vom Mond sind wieder erkennbar.

2001.02.09 02:00 MEZ
Wolkendecke wird zunehmend lichter. Einzelne Strukturen sind am Mond zu erahnen. Im Westen und Südwesten ein Wolkenloses schmales Band am Nachthimmel zu erkennen.

2001.02.09 02:45 MEZ
Kleine Wolkenfetzen bedecken immer wieder den Mond

Das Wolkenlose Band im Westen und Südwesten wird immer größer

2001.02.09 03:10 MEZ
Es wird Zeit alles für die Videoaufzeichnung vorzubereiten.

2001.02.09 04:50 MEZ
Die letzten Wolken verziehen sich vor dem Mond.

2001.02.09 05:05 MEZ
Beginn der Videoaufzeichnung.
Objektiv: Spiegeltele MC MTO - 11CA, Blende 10, Brennweite 1000 mm

Kamera: Canovision EX1 HI 8mm Video, Bildausschnitt ca. ¼ des Mondes

2001.02.09 05:50 MEZ
Es bildet sich wieder eine leichte aber geschlossene Wolkendecke.

2001.02.09 05:58 MEZ
Mond verschwindet langsam aber stetig hinter der Wolkendecke. Abbruch der Videoaufzeichnung.

Resümee nach Durchsichtung des Videomaterials:

 

Es hat nicht sollen sein.


AAS kauft Sternwartengrund

Seit nunmehr über 10 Jahren steht die Sternwarte Gahberg auf einem Grundstück der Gemeinde Lenzing. Dieses wurde uns bislang zur Pacht überlassen, wobei seitens der Gemeinde großzügigerweise auf die Einhebung des Pachtzinses verzichtet wurde.

Im Zuge der laufenden Erweiterungen der Sternwarte reifte der beiderseitige Wunsch, das Grundstück in das Eigentum des astronomischen Arbeitskreises Salzkammergut zu übernehmen.

Nach langen Verhandlungen mit dem Gemeindevorstand und nach Absprache mit dem Vereinsvorstand haben wir eine Übereinkunft getroffen, ein Areal von etwa 1000m² zum Preis von öS 300/m² zu erwerben. Bei der genauen Festlegung der Grundgrenze müssen sowohl die finanzielle Lage des Vereins sowie die zu erwartenden Erweiterungen der Sternwarte berücksichtigt werden. 

Die Gemeinde Lenzing gewährt uns eine zinsenfreie Zahlung in 10 gleichbleibenden Jahresraten.

Für den (unwahrscheinlichen) Fall einer späteren Veräußerung des Grundstückes wurde der Gemeinde Lenzing ein Vorkaufsrecht zugesichert.

Die Begehung des Areals sowie die Vermessung durch den Geometer Dr. Karel findet am Dienstag, 17.4.2001 um 18:00 statt.

Ursprünglich hatte die Gemeinde Lenzing das etwa 100.000m² große Grundstück auf dem Gahberg erworben, um ein Erholungsheim für die lungengeschädigten lenzinger Kinder zu bauen. 

Anfangs verhinderte ein tiefes Loch in der Gemeindekasse den Bau, dann wurde die Luft durch die Umweltauflagen der Fabrik wieder so gut, daß sich der Bau erübrigte.

 

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