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Folge # 168
August
2002
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Astronomische Informationen für Mitglieder und Freunde des Astronomischen
Arbeitskreises Salzkammergut
Informationstelefon: 07662 / 8297
STERNWARTE GAHBERG |
Faszination Sternschnuppe
von Erwin Filimon
Der Perseiden-Sternschnuppenstrom um den 10. August bietet wieder eine
gute Gelegenheit zur gemeinsamen Beobachtung.
Das Wort "Sternschnuppe" stammt noch aus jener Zeit, als beim
Putzen der Talglichter hin und wieder ein glühendes Stückchen als
"Schnuppe" zu Boden fiel. Wissenschaftlich verwendet man den
Begriff "Meteor" für diese kleinen, oft nur sandkorngroßen
Stücke, die außerirdischen Ursprungs sind und mit enormen
Geschwindigkeiten in die Lufthülle der Erde eindringen, dabei abgebremst
werden, verglühen und durch Ionisation der Luft einen Leuchteffekt
hervorrufen, den der Beobachter von der Erde sieht. Sie verglühen in
Höhen von annähernd 80 bis 100 Kilometer und nur in ganz seltenen
Fällen erreichen Bruchstücke von ihnen als "Meteorit" den
Erdboden.
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Geschichtliches über die Perseiden
Ein alter Aberglaube sagt, dass man sich etwas wünschen darf, wenn
man eine Sternschnuppe sieht; dieser Wunsch soll dann in Erfüllung
gehen. Schon in der Vergangenheit stellte man fest, dass Sternschnuppen
zu gewissen Zeiten im Jahr häufiger auftreten. Heute wissen wir, dass
dieses vermehrte Auftreten auf die Meteorströme zurückzuführen ist.
Die volkstümliche Bezeichnung des bekanntesten dieser Ströme, des
Perseidenstromes, ist "Laurentiustränen" und geht auf die
Geschichte des Märtyrers Laurentius zurück, dessen kirchliches Fest am
10. August gefeiert wird.
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Die Sternschnuppen sind der Überlieferung nach die Tränen des
Märtyrers.
Im Altertum hatte man schon relativ richtige Vorstellungen über die
Natur der Sternschnuppen, im Mittelalter jedoch verfiel man auf absurde
Ideen - damals wurden die Sternschnuppen als Vulkanauswürfe oder gar
als Bestandteile der Erdatmosphäre gedeutet. Erst seit dem 19.
Jahrhundert ist der kosmische Ursprung der Erscheinung bekannt.
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Die
Bezeichnung Perseiden stammt vom Sternbild Perseus.
Verlängert man die Bahnen der Perseiden-Sternschnuppen rückwärts,
so treffen sich alle Sternschnuppen scheinbar in einem Punkt am Himmel.
Dieser Punkt wird auch Radiant oder Ausstrahlungspunkt genannt und
befindet sich bei den Perseiden (daher der Name) im Sternbild Perseus am
nördlichen Sternenhimmel.
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Faszination Perseiden
Die Perseiden sind ein Strom von Sternschnuppen, der alljährlich im
August rege Aktivität entfaltet. Heute ist jedoch nicht nur die
volkstümliche Bezeichnung, sondern auch dieses faszinierende Schauspiel
der Natur in Vergessenheit geraten, obwohl man im wahrsten Sinne des
Wortes von einem "himmlischen Feuerwerk" sprechen kann, wenn
hunderte Sternschnuppen im Laufe einer Nacht ihre feurige Bahn über den
Himmel ziehen. Zu sehen sind sie mit bloßem Auge, man benötigt keine
optischen Hilfsmittel, weder Feldstecher noch Teleskop.
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Himmelsbeobachtung für jedermann
Die Unterschiede in Helligkeit, Farbe, Länge und Erscheinungsform,
aber auch die Lautlosigkeit und Dramatik der Erscheinungen und vor allem
die Unberechenbarkeit des Auftretens sind von ganz besonderem Reiz.
Die stärkste Aktivität ist um den 10.,11. und 12. August zu
erwarten - zu dieser Zeit lohnt sich das Beobachten besonders.
Das Maximum des Perseiden- Meteorstromes wird 2002 für die Nacht vom
12. auf den 13. August erwartet. Dann könnten es 60 bis 80
Sternschnuppen pro Stunde sein, eventuell sogar etwas mehr.
Allgemein ist jedoch die Zeit zwischen 10. und 14. August sehr
sternschnuppenreich.
Es sind nicht nur Perseiden- Meteore zu sehen, sondern es gibt eine
Vielzahl kleinerer Meteorströme, die ebenfalls aktiv sind, und dadurch
wird die Anzahl der Sternschnuppen höher.
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Oft treten die Perseiden in kleinen Gruppen auf. Innerhalb weniger
Sekunden sind mehrere zu sehen, die oft auch sehr naheliegende Bahnen
haben und dann gibt es einige Minuten Pause, bis die nächsten
Sternschnuppen zu sehen sind. Seit 1980 beobachten wir im Astronomischen
Arbeitskreis alljährlich die Perseiden. Zigtausende Sternschnuppen
haben wir dabei aufgezeichnet und mehrere hundert Sternschnuppen
fotografiert.
Früher wurde jede Sternschnuppe in eine Sternkarte eingezeichnet und
die Uhrzeit und Helligkeit notiert. Seit mehreren Jahren haben wir eine
Computerprogramm, das entscheidend dabei hilft, die Daten festzuhalten
und auszuwerten. Bei besonders hellen Sternschnuppe spricht man von
Feuerkugeln. Mitunter können diese so hell wie der Vollmond werden und
den gesamten Himmel aufhellen. |
Nacht der Sternschnuppen auf
der Sternwarte Gahberg
Mitbeobachter, die sich dieses Schauspiel
ansehen wollen, sind herzlichst eingeladen, mit dem Team der Sternwarte
Gahberg gemeinsam zu beobachten.
Die Führung am Samstag, dem 10. August, wird
ganz im Zeichen der Sternschnuppen stehen. Bei dieser Führung werden
wir ganz besonders auf dieses Himmelsphänomen eingehen. Mitbeobachtern
wird die Mitnahme von Liegestühlen oder Sesseln empfohlen.
Schon ab 22.00 Uhr sind die ersten
Sternschnuppen zu sehen. Anfangs wird man weniger Sternschnuppen sehen,
denn der Radiant ist noch nicht so hoch am Horizont. Im Laufe der Nacht
steigt der Radiant immer höher und als Folge steigt die Anzahl der
Perseiden an und in den frühen (noch dunklen) Morgenstunden sind ca. 3
bis 4mal so viele Sternschnuppen zu sehen sind, wie am Abend. Wer es
also beim Sternschnuppenbeobachten besonders lange aushält, wird dafür
belohnt.
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Jahreshauptversammlung 2002
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Die Jahreshauptversammlung fand am 28.6. 2002 im Gasthof Frickh in
Schörfling statt. Der Vereinsvorstand wurde dabei wie folgt einstimmig
neu gewählt:
Obmann: Erwin Filimon, Bankangestellter, geb.15.8.59,
Sachsenstraße 2, 4863 Seewalchen
Obmann-Stellvertreter und Kassier: Robert Orso, EDV-Techniker,
geb. 12.4.64, Hauptstraße 14, 4863 Seewalchen
Schriftführer: Harald Strauß, technischer Angestellter,
geb.5.10.62, Moosweg 66, 4812 Pinsdorf
Schriftführer-Stv. und Beirat: Sven Berger, Techniker, geb.
18.10.69, Eibenstr. 18/1/4, 4600 Wels
Sachwart Sternwarte: Hannes Schachtner, Telematiker,
geb.19.7.70, Stadtplatz 28, 4840 Vöcklabruck
Sachwart Sternwarte Stv. und Beirat: Klaus Eder, Papiermacher,
geb. 22.5.63, Bruckenthalstraße 7, 4863 Seewalchen
Kassier-Stv. und Beirat: Petz Peter, Montagehelfer,
geb.2.12.59, Ohlsdorferstraße 40 c, 4810 Gmunden
Beiräte:
Hermann Koberger, Pensionist, Rohrwies 2, 4871 Zipf
Gert Kroner, Chemiker, geb. 16.9.70, Sachsenstraße 27, 4863
Seewalchen
Gerald Hummer, Angestellter, geb. 28.8.47, A. Schweitzerstr. 8/72,
4600 Wels
Walter Gross, Bankangestellter, geb.29.10.57, Baumgarting 21, 4851
Gampern
Georg Emrich, Techniker, geb.4.12.65, Dürnauerstraße 55, 4840
Vöcklabruck
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Wolfgang Vogl, Beamter, geb.21.9.69, Am Pfarrerfeld 53, 4840
Vöcklabruck
Stefan Pfeiffer, Chemiker, geb. 2.6.36, Bahnhofstr.23, 4860 Lenzing
Gerold Trawöger, Schuhfacharbeiter, 12.6.59, Passauerstraße 98,
5163 Mattsee.
Christoph Kaltseis, Zahntechniker, geb.24.4.75, 4676 Aistersheim 46,
Katharina Durstberger, Student, geb. 16.6.78, Kemating 31, 4661
Roitham
Rudolf Conrad, Offsetdrucker, geb. 17.1.48, Görgengasse 2, 1/3/16,
1190 Wien
Wolfgang Piracher, Pensionist, geb. 30.3.48, Kirchengasse 9, 5280
Braunau
Markus Mühllechner, Tischlermeister, geb. 16.1.67, St. Kollmann 2,
4874 Schildorn
Wolfgang Hubinger, Arbeiter, geb. 30.8.80, Bach 83, 4852 Weyregg
Kurt Föttinger, Elektroniker, geb. 2.3.1957, Salzburgerstr. 92a,
4800 Attnang-Puchheim
Dr. Oskar Ritter, Finanzbeamter, geb. 3.3.60, 4871 Zipf 63
Peter Großpointner, Dreher, geb. 9.8.60, Brennerstr. 8, 4820 Bad
Ischl
Harald und Regine Bangerl, Billrothstraße 66, 4600 Wels
Als Revisoren sind 2002 tätig:
Mag. Anton Kellner, Lehrer, geb.12.2.57, Hohenzel-lerstr.46, 4910
Ried
Othmar Rospickhofer, Pensionist, Straß 18, 4850 Timelkam
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Der ausführliche Bericht über das Jahr 2001 wurde bereits in der
Astro-Info Jänner 2002 abgedruckt. Die Finanzen des Vereines
entwickelten sich im Jahr 2001 sehr positiv. Dem Vorstand 2001 wurde
einstimmig die Entlastung zuteil. Mitglieder können den Jahresbericht
gerne bei der Vereinsleitung anfordern.
Der Mitgliedsbeitrag beträgt auch weiterhin 16 € für
Erwerbstätige und 11 € für Jugendliche ohne Einkommen.
Anlässlich seines 90. Geburtstages hat die Jahreshauptversammlung
beschlossen unserem langjähriges Mitglied und Förderer, Herrn Dr.
Martin Bressler aus Seewalchen die erste Ehrenmitgliedschaft in unserem
Arbeitskreis zu verleihen.
Installation der Wetterstation bei der Sternwarte Gahberg und
Übertragung/Einbindung in unsere Homepage. Es wurde einstimmig
beschlossen dieses Projekt mit Kosten in Höhe von ca. 250 Euro
durchzuführen. Somit soll es in einer weiteren Ausbauphase möglich
sein, die Wettersituation am Gahberg via Internet analysieren zu
können. Viele unserer Mitglieder haben einen weiten Anfahrtsweg zur
Sternwarte.
Der geplante Zubau zur Sternwarte wird um ein weiteres
Sternwartengebäude, einer 2 Meter Kuppel erweitert.
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In der Jahreshauptversammlung wurde die prinzipielle Zustimmung erteilt.
Die genauen Details werden noch in weiteren Besprechungen diskutiert.
Die Sternwartenführungen sollen auch im Jahr 2003 mit 10. Mai
beginnen und mit 30. September enden. Durch Schlechtwetter fallen immer
viele Führungen aus. Eine Reduzierung der Führungstermine ist auch im
Hinblick auf die Vereinsfinanzen nicht sinnvoll.
Finanziell sind die Ergebnisse der Sternwartenführungen leider sehr
enttäuschend. Grundsätzlich wird auch weiterhin kein Eintritt
verlangt, allerdings wollen wir versuchen gezielter bei den Besuchern um
Spenden für die Sternwartenführungen zu bitten.
Die Astro-Info ist in der letzten Zeit bei den Beziehern mit der Post
oft sehr verspätet eingegangen. Die Vereinsleitung möchte sich dafür
entschuldigen. Es gibt mehrere Faktoren, die diese Verspätung
verursacht haben. Probleme mit der Datenübertragung an die Druckerei,
Druckverzögerungen, Missverständnisse bei der Erstellung etc. Künftig
soll dies besser werden. Wir möchten hier nochmals auf die rasche und
für uns sehr kostensparende Alternative der Zusendung der Astro-Info
via E-Mail hinweisen. Bitte geben Sie uns nur Ihre E-Mail an info@astronomie.at
bekannt.
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Sternwarte Aktuell
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Informationsstand und Mini-Flohmarkt in Weyregg
Am Sonntag, 7. Juli betreuten Walter Gross, Gerold Trawöger, Stefan
Pfeiffer und Erwin Filimon unseren Informationsstand, den wir erstmals
am Weyregger Kirtag aufgebaut hatten. Die Einnahmen waren mit rund 90
€ relativ bescheiden. Der Fotoflohmarkt war nur sehr mäßig
frequentiert. Trotzdem war es wichtig präsent zu sein. Es wurden von
uns rund 250 Sternwartenprogramme verteilt und damit viele neue Kontakte
geknüpft und die Neugier und das Interesse an Sternwartenführungen
gefördert.
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Neuer Stiegenabgang zur Sternwarte Gahberg
Es war höchste Zeit, unser alter Stiegenabgang war nicht mehr ganz
so sicher zu betreten und so mancher Besucher und Beobachter auf der
Sternwarte Gahberg kam auf den wackligen Stufen ins stolpern. Stefan
Pfeiffer und Leopold Stammler errichteten mit Unterstützung eines
Kleinbaggers am 15. und 16. Juli den neuen Stiegenabgang. Gleichzeitig
wurde auch der Zugangsweg saniert und der Aufbewahrungscontainer über
eine Erdleitung mit Strom versorgt. Die Stiegenelemente wurden von
Stefan Pfeiffer vorgefertigt. Alle Kosten für die Stiege selbst hat
Stefan Pfeiffer persönlich übernommen. Der neue Stiegenabgang ist
breiter, sicherer und komfortabler. Stefan Pfeiffer und Leopold Stammler
sei herzlichst für Ihre Bemühungen gedankt.
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Die abschließenden Arbeiten wie das Zuschütten des Erdkabels, und
die Wiederinstandsetzung der Wiese bzw. des Stiegenendbereiches
erledigten Klaus Eder, Wolfgang Vogl, Erwin, Gerald und Michael Filimon
sowie Gerold Trawöger.
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90. Geburtstag von Dr. Bressler und Verleihung der
Ehrenmitgliedschaft
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In Würdigung seiner jahrelangen Förderung des Astronomischen
Arbeitskreises Salzkammergutes und seiner langjährigen Arbeiten auf dem
Gebiet der Kleinplaneten sowie aus Anlass seines 90. Geburtstages hat
die Jahreshauptversammlung des Astronomischen Arbeitskreises
Salzkammergut beschlossen, Herrn Dr. Martin Bressler aus Seewalchen die
1. Ehrenmitgliedschaft unseres Vereines zu verleihen.
Viele Jahrzehnte beobachtet und fotografiert er von seiner
Privatsternwarte in der Ortschaft Rosenau bei Seewalchen am Attersee
sehr intensiv die Kleinplaneten. Seit mehreren Jahren hat sich der
pensionierte Zahnarzt der CCD-Aufnahmetechnik (astronomische
Digitalfotografie) zugewandt, da dieses Verfahren schneller und
einfacher, vor allem aber leistungsfähiger ist, als die herkömmliche
Suche nach Kleinplaneten auf Negativen. In den letzten Jahren ist der
Computer und das Internet für seine Kleinplanetenberechnungen
unentbehrlich geworden. Wir bewundern seine Ausdauer, sich mit diesen
modernen Medien auseinander zusetzen.
Auf Vorschlag von Erich Meyer aus Linz erhielt Dr. Bressler bereits
am 13. Oktober 2000 ein besonderes Geschenk:
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Der Kleinplanet Nr. 14977
wurde auf den Namen "Bressler" getauft. Im Jahre 1998 war ihm
auch die Entdeckung eines Kleinplaneten gelungen.
Mitglieder des Astronomischen Arbeitskreises Salz-kammergut
überreichten dem Jubilar am 25. Juli 2002 die von Christoph Kaltseis
gestaltete Ehrenkunde.
Zusatz von Erwin Filimon / Obmann des Astronomischen Arbeitskreises
Salzkammergut:
Zu Dr. Martin Bressler verbindet mich nicht nur die räumliche Nähe,
wir wohnen in derselben Straße in Seewalchen. Ich wohne in der
Sachsenstraße 2 und Herr Dr. Bressler in der Sachsenstraße 40. Vor
fast 20 Jahren war es ein besonderer Zufall, dass ich beim Hobby
Astronomie gelandet bin. Ich habe einige aus-gemusterte Astrofotos
gefunden und durch die Adresse auf der Rückseite kam ich zu Hrn. Dr.
Bressler, der mir in meiner Anfangszeit viel über die Astronomie
erklärt hat und über den ich den Grundstein zum meiner astronomischen
Tätigkeit gelegt habe. Ich schließe mich daher persönlich ganz
besonders den Glückwünschen zu seinem 90. Geburtstag an und wünsche
Ihm noch viele erfolgreiche Kleinplanetenfotos.
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Meteoriten-Krater in der Nordsee entdeckt
Britische Erdölforscher haben in der Nordsee einen Meteoritenkrater
entdeckt, der zu den besterhaltenen auf der Erde zählt. Mit seinen
zahlreichen Ringen ist die "Silverpit" getaufte Einschlagstelle
Kratern auf dem Mond sehr ähnlich, wie die Entdecker im
Wissenschaftsjournal "Nature" schreiben. Silverpit entstand vor
etwa 60 bis 65 Millionen Jahren.
Der mit Sedimenten gefüllte Krater hat einen Durchmesser von 20
Kilometern und liegt etwa 130 Kilometer östlich der Humber-Mündung. Mit
Hilfe neuester seismischer Methoden konnten die unter einer 300 bis 1.500
Meter dicken Schicht begrabene Struktur ausführlich erkundet werden.

Bild: Nature/BP
Auf der Erde sind etwa 160 Impact-Krater bekannt, aber fast alle
befinden sich an der Erdoberfläche und sind deshalb stark von Wind und
Wetter sowie geologischen Prozessen verwittert. Silverpit ist jedoch rasch
nach seiner Entstehung von Sedimenten zugedeckt worden. Dabei hat sich
eine Fülle von Ringstrukturen erhalten. Die dreidimensionalen Karten von
Silverpit gleichen den Angaben zufolge auffällig denen von Kratern auf
dem Jupitermond Callisto und dem umfangreichen Ringsystem des Mare
Orientale auf dem Erdmond. Der zentrale Krater von Silverpit hat einen
Durchmesser von drei Kilometern und ist von ringförmigen Graben- und
Rückensystemen umgeben, die einen Abstand von einigen hundert Metern
haben und bis zu 50 Meter hoch sind.
Über die Größe dieses Himmelskörpers werden keine Angaben gemacht.
Es fehlt auch ein Bezug zum berühmten 170 Kilometer großen Krater von
Chicxulub in Mexiko, der in etwa zu der selben Zeit wie Silverpit
entstanden ist und zum Aussterben der Dinosaurier geführt haben soll.
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Schon wieder Aufregung um einen Asteroiden
Der am 5. Juli 2002 entdeckte Kleinplanet 2002 NT7 könnte im Februar
2019 auf die Erde stürzen und mit seinen rund 2 km Durchmessern eine
weltweite Katastrophe auslösen. Durch diese Meldung, die auch von den
Medien verbreitet wurde, avancierte der Asteroid zum gefährlichsten
Objekt aus der Gruppe "Near Earth Objects", jenen kosmischen
Himmelskörpern, die der Erde gefährlich nahe kommen und eventuell eines
Tages mit der Erde zusammenstoßen. Eine nur wenige Tage alte und noch
nicht durch zahlreiche Vermessungen bestätigte Asteroidenbahn ist
natürlich immer sehr unsicher, Grund genug aber um wieder für
Schlagzeilen zu sorgen.
Beobachtungen von Erich Meyer auf der Sternwarte Davidschlag im
Mühlviertel am 28. und 29. Juli haben die Bahn so weit verbessert, dass
ein Einschlag bis zum Jahr 2044 ausgeschlossen werden kann.
Weitere Bahnvermessungen werden zeigen wie die endgültige Bahn
aussieht und welche Gefährdung für die Erde in ferner Zukunft durch
diesen Asteroiden wirklich besteht.
Eine animierte Bildsequenz dieses Kleinplaneten in auf der Homepage des
Klet Observatoriums unter: http://www.klet.org/2002nt7.html
zu finden.
Kometenentdeckung
Am 22.07.2002 entdeckte Sebastian Hönig (Dossenheim, Deutschland) im
Sternbild Pegasus durch Zufall diesen Kometen mit einer Helligkeit von
etwa 12 mag. Aktuelle Beobachtungsberichte liegen bei 10 mag. Erste grobe
Bahnrechnungen ergeben ein Perihel im Oktober bei 0.76 AE. Dies könnte
bedeuten, dass der Kometen im Oktober ein nettes Feldstecherobjekt,
vielleicht sogar ein freisichtiges Objekt werden kann. (Info von
Astrostudio Kamera, Gerald Rhemann, Wien)
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Erster "planmäßiger" Meteoritenfund in Deutschland
Der Meteor ist 1.750 Gramm schwer, magnetisch, und die Oberfläche
besteht aus einer mattschwarzen Schmelzkruste mit rostigen Flecken. Er ist
Teil eines größeren, etwa 600 Kilogramm schweren Himmelskörpers, der am
6. April dieses Jahres gegen 22.20 Uhr MEZ über dem südlichen Bayern und
Österreich als außergewöhnlich helle Erscheinung am Himmel gesichtet
wurde. Gefunden wurde das Meteoritenteilstück nun aufgrund einer
planmäßigen Suche, die vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt
(DLR) ausgelöst wurde. Dafür nutzen DLR-Forscher insbesondere die
Aufzeichnungen des "Europäischen Feuerkugelnetzes", das Nacht
für Nacht den Himmel über Mitteleuropa nach hellen Himmelserscheinungen
wie Meteoren absucht.
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Für Modellrechnungen bezüglich des Einschlaggebietes konnten sieben
Aufnahmen des Feuerkugelnetzes aus der Nacht des 6. Aprils genutzt werden.
Das Ergebnis lautete: Von den ursprünglich 600 Kilogramm des Meteoren
mussten mehrere Fragmente - insgesamt etwa 20 Kilogramm - den Absturz
überstanden und den Boden erreicht haben. Die Einschlagstelle der
Hauptmasse des Meteoriten konnte auf ein Gebiet von etwa 700 mal 1.000
Meter eingegrenzt werden. Erst nach mehreren systematischen Suchaktionen
wurde am 14. Juli das erste Teilstück des Meteoriten gefunden, der nun
unter dem Namen "Neuschwanstein" in Berlin der Presse
präsentiert wurde. Damit konnte in Deutschland erstmals ein Meteorit
aufgrund von fotografischen Beobachtungen und Modellrechnungen geborgen
werden.
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Komet Ikeya-Zhang
Hier wollen wir Ihnen eine Auswahl der besten Kometenfotos zeigen.
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Aufnahme: Günter Kerschhuber

Aufnahme: Hermann Koberger
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Aufnahme: Rudolf Conrad
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Naher Asteroiden-Vorbeiflug zu sehen
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Andre Knöfel ein deutscher Kleinplantetenbeobachter hat in seiner
Homepage Informationen zum Vorbeiflug des Kleinplaneten 2002 NY40 an der
Erde in der Nacht von 17./18. August 2002 veröffentlicht. Da der
Kleinplanet dabei rund 9,5 m hell wird, kann er auch mit kleineren
Teleskopen gefunden werden. In rund 500.000 km wird er an der Erde
vorbeifliegen, es ist dies die ca. 1,5fache Entfernung Erde-Mond. Es
besteht allerdings derzeit noch eine Bahnungenauigkeit, die bis zum 18.
August in den Vorhersagen wahrscheinlich berücksichtigt wird.
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Diese interessante Seite findet man unter: http://www.minorplanets.de/2002ny40/
Gefahr für die Erde kann man bei diesem Objekt ausschließen.
Sternwarte in Südtirol
Eröffnet wurde am 21. Juni die Sternwarte MAX VALIER in Gummer in
Südtirol in der Gemeinde Karneid. Es ist die erste Volkssternwarte
Südtirols, die nach zweijähriger Bauzeit nun fertiggestellt wurde.
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