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Folge # 171
Februar
2003
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Astronomische Informationen für Mitglieder und Freunde des Astronomischen
Arbeitskreises Salzkammergut
Informationstelefon: 07662 / 8297
STERNWARTE GAHBERG |
Das Jahr 2002 im Rückblick
von Erwin Filimon |
| Mitglieder – enormer Rückgang an Mitglieder
Per 31.12.2002 haben wir 370 Mitglieder, rund 80 Mitglieder
weniger als im Vorjahr.
19 Mitglieder sind ausgetreten, aber 65 Mitglieder mussten aufgrund
nicht mehr erfolgter Zahlung des Mitgliedsbeitrages ausgeschlossen
werden. Möglicherweise hat die Erhöhung des Mitgliedsbeitrages
um 2,20 € pro Jahr diesen Mitgliederrückgang mitverursacht.
Demgegenüber haben wir auch 26 Neubeitritte zu verzeichnen.
Mitgliederwerbeaktion
Wir sind bei unseren Vereinsfinanzen besonders auf die
Mitgliedsbeiträge angewiesen. Bitte unterstützen
Sie unseren Verein und treten Sie als Mitglied unserem Arbeitskreis
bei. Sie unterstützen uns damit beim Ausbau und der
Erhaltung der Sternwarte Gahberg. Nützen Sie bitten
den beiliegenden Zahlschein. Der Mitgliedsbeitrag beträgt
für
Erwachsene 16 €
Jugendliche 11 €
Wir danken aber auch herzlichst für Spenden!
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33 Personen sind unterstützende Mitglieder,
die uns jährlich mit einer Spende bei der Vereinsfinanzierung
helfen.
44 neue Himmelskundeinteressenten haben uns
2002 ihre Adresse gegeben. Damit ist der Kreis der Himmelskundeinteressenten
auf insgesamt 206 Personen angewachsen. Wir hoffen darauf, dass
sich zahlreiche Himmelskundeinteressenten entschließen uns
mit Ihrer Mitgliedschaft oder Spende zu unterstützen.
Astro-Info - Insgesamt gab es im vergangenen
Jahr 7 Ausgaben der Astro-Info. Auf 42 A4-Seiten und in einer
Auflage von ca. 900 Stück erhielten unsere Mitglieder, Interessenten
und Freunde der Sternwarte Gahberg diese Informationen.
394 Stück der Astro-Info (das sind immerhin
schon mehr als 40 % der Gesamtauflage), werden bereits digital
über das Internet zugestellt. Dies erspart Druck-
und Portokosten und die Vereinszeitung ist schneller beim Empfänger.
Am kostengünstigsten ist es für uns, wenn so viele Mitglieder
wie möglich die Astro-Info über E-Mail beziehen (deshalb
eine E-Mail an info@astronomie.at
senden und uns diesen Wunsch bekannt geben).
Es werden keine großen Datenmengen übertragen. Es
erfolgt nur ein kurzes Text-Email mit dem Hinweis, dass eine neue
Astro-Info erschienen ist. Diese kann dann entweder direkt über
den enthaltenen Link in unserer Homepage angesehen werden, oder
als PDF-Datei geladen werden. Der Versand der restlichen rund
500 Exemplare erfolgt über die Post zu nunmehr
hohen Portokosten. 22 Stück der Astro-Info werden ins Ausland
versandt. Die Astroinfo stellt Erwin Filimon inhaltlich zusammen,
Gert Kroner kümmert sich um das entsprechende Layout, Robert
Orso ist für die Umwandlung in die Digitalausgabe und die
Aufbereitung an die Druckerei, sowie für die Einbindung in
unsere Homepage zuständig. Die Fotos kommen von unseren Mitgliedern
und wir hoffen, dass es künftig noch mehr Fotos werden. Der
Versand der Postausgaben erfolgt durch Helga Reichbauer.
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Sternwartenführungen
Im Jahr 2002 haben wir auf der Sternwarte 16 Füh-rungen
abgehalten, an denen mindestens 800 Personen teilgenommen haben.
Wie immer war der Zustrom in den Sommermonaten durch die Touri-sten
besonders stark.
Seit heuer teilen wir bei den Führungen Besucherkarten
aus. Damit können wir die genaue Anzahl der Teilnehmer feststellen.
Bei den Sternführungen wird nur um eine freiwillige Spende
ersucht.
Die besucherstärkste Führung hatten wir am 20.8.2002
mit 143 Besuchern. Aber auch der 30.7.2002 mit 121 Besuchern und
der 22.6. mit 80 Besuchern waren sehr stark besucht.
Die Betreuer der Sternwarte Gahberg, Klaus Eder und Hannes Schachtner
haben auch 2002 viel Engagement in die Sternwarte Gahberg gesteckt.
Das System der Sternwartenhausmeister (jeweils zwei Vorstandmitglieder
sind ein Monat lang für die Sternwarte verantwortlich) hat
sich bestens bewährt.
Sternwartenführungen: Besonderer Dank
gilt vor allem jenen aktiven Mitarbeitern der Sternwarte, die
viel Zeit geopfert haben, um bei den Führungen den Besuchern
die Sternwarte Gahberg und den Sternenhimmel zu erklären.
Viele unserer Betreuer haben dazu auch Ihre eigenen Geräte
aufgebaut, damit wir den Besuchern allzu lange Wartezeiten vor
den Teleskopen ersparen konnten. Nur durch Ihren freiwilligen
Einsatz war es möglich, die Sternwartenführungen in
diesem Ausmaß vor allem an den besucherstarken Tagen aufrechtzuerhalten.
Mitgeholfen haben:
| Robert Orso |
12 Führungen |
| Stefan Pfeiffer, Erwin Filimon |
11 Führungen |
| Kurt Föttinger |
10 Führungen |
| Harald und Regine Bangerl |
9 Führungen |
| Peter Petz, Hannes Schachtner |
7 Führungen |
| Christoph Kaltseis, Wolfgang Piracher |
6 Führungen |
| Wolfgang Vogl |
5 Führungen |
Gerold Trawöger |
4 Führungen |
| Sven Berger, Harald Strauss, Walter Gross |
3 Führungen |
| Klaus Eder |
1 Führung |
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Arbeiten und Verbesserungen an der Sternwarte
Im vergangenen Jahr wurden wieder einige Arbeiten an der Sternwarte
Gahberg durchgeführt, um den Komfort und das Erscheinungsbild
zu verbessern.
Im Frühjahr wurden für die AD6 Außenmontierung
eine neue Steuerung angeschafft und von Hannes Schachtner installiert.
Dadurch können Teleskope bequemer mit und ohne Hilfe von
Computern auf die zu beobachtenden Objekte gesteuert werden.
Im Sommer wurde von Stefan Pfeiffer und Leopold Stammler ein
neuer Stiegenabgang errichtet, um einen sicheren Zugang zur Sternwarte
zu gewährlei-sten. Im Zuge dieser Arbeiten wurde auch der
Parkplatz etwas vergrößert und saniert und ein Kabelschacht
zwischen Sternwarte und Container verlegt.
Parallel wurde der Kauf des Sternwartegrundes abgeschlossen,
um die Grundlage für den Ausbau der Sternwarte zu schaffen.
Georg Emrich hat viel Arbeit in die Errichtung der Baupläne
für den Sternwartenumbau investiert. Dieser Zubau wird uns
dann mehr Raum für ein größeres und professionelleres
Gerät schaffen, mit welchem wiederum faszinierendere Aufnahmen
gemacht werden können!
Homepage im Internet:
http://www.astronomie.at
- Unsere Homepage im Internet wird immer unfangreicher. Die Homepage
wird von Robert Orso, dem Vereinskassier, betreut und ständig
erweitert. Besten Dank an Robert Orso für diese Mühen.
Vereinsfinanzen
Bei der Kassiertätigkeit wird Robert Orso von Frau Katharina
Eigruber aus Seewalchen unterstützt. Bei fast 400 Mitgliedern
ist die Buchhaltung schon sehr umfangreich. Die Buchhaltung wird
als Internet-buchhaltung mit großer Arbeitsersparnis geführt.
Wer über diese Art der Buchhaltung nähere Infor-mationen
möchte, kann dies gerne von Erwin Fili-mon erfahren (Tel.
07662-2217-14 untertags).
Vereinsvorstand
Auch weiterhin wird die Vereinsleitung aus den aktiven Mitgliedern
des Vorjahres zusammengesetzt werden. Es sollen jene Leute über
das Geschick der Sternwarte entscheiden, die bei den verschiedenen
Veranstaltungen die Hauptlast der Arbeit tragen. Diese Vorgangsweise
hat sich bisher gut bewährt und soll beibehalten werden.
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Rückblick des CCD-Teams und
Ziele für 2003
von Harald Strauss |
Das vergangene Jahr war für die CCD-Gruppe geprägt
von der Anschaffung eines 14“ Hypergraphen (ein speziell für
die Fotografie konzipiertes Spiegelteleskop) durch die Gruppe
Klaus Eder, Georg Em-rich und Harald Strauß im Jänner
2002. Mit dieser Anschaffung begann eine neue CCD-Beobachtungsära
am Gahberg. Die Hoffnung mit dem Instrument einen Leistungssprung
in der CCD-Astronomie zu ermöglichen wurde für uns mehr
als erfüllt. Nach der Adaptierung des Gerätes auf der
großen Außensäule (AD6) und der Anfertigung einiger
Adapter für die Befestigung der CCD-Kameras wurde nach der
Optimierung der Hauptspiegellage und der exakten Justage des Instrumentes
noch im Februar mit dem Beobachtungsbetrieb begonnen. Obwohl 3/4
aller klaren Nächte (auch bei störendem Mondlicht) genutzt
wurden, konnten auf Grund des schlechten Wetters nur an etwa 10
Abenden Bilder gewonnen werden. Gerade die Möglichkeit im
Primärfokus bei 1020mm Brennweite (Öffnungsverhältnis
f/3,3) mit der CCD-Kamera Bilder zu gewinnen hat sich als besonders
reizvoll erwiesen. Mit der ST8 konnten nun auch große Objekte
formatfüllend abgebildet werden.

Spiralgalaxie M33 im Sternbild Triangulum
(Dreieck) |
Einige gelungene Aufnahmen konnten auch noch bei der neuen Version
der CCD-CD (CCD-Guide), dem CD Projekt der Sternwarte Gahberg,
berücksichtigt werden. Bedingt durch die Geburt des zweiten
Kindes des Autors (einer Tochter) kam es heuer jedoch zu einer
Verzögerung bei der Fertigstellung der aktualisierten CD
auf Oktober 2002.
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Angaben zur CCD-CD:
Wesentliche Neuerung bei der neuen CD-Version sind die Angaben
zu den Autoren der Bilder. In einer Übersicht sind die persönlichen
Angaben zu den Personen zusammengefaßt. Bilder zum verwendeten
Instrumentarium zum Beobachtungsstandort und dem Autor selbst
runden die Information ab. Dieser neue Teil macht die CD noch
„persönlicher“. Es konnten weitere 3 Bildautoren gewonnen
werden. Rolf Loehr (ST8E), Günter Kerschhuber (Starlight
MX7c), Berhard Hubl (Cookbook). In Summe sind nun 12 Autoren mit
Bildern auf der CD vertreten.
Als ein weiteres Highlight haben sich die Animationen (kurze
Filme, zusammengesetzt aus Einzelaufnahmen) des Kometen Ikeya
Zhang (von Michael Karrer und Georg Emrich) herausgestellt. Diese
Animationen fanden international großen Anklang, da Vergleichbares
von Amateuren noch nicht hergestellt wurde!
Besonders stolz sind wir darauf, daß auch im Jahr 2002
wieder 56 Bilder aus der CD in einschlägigen Fachzeitschriften
(Ahnerts, Sterne und Weltraum, Star Observer und Interstellarum)
veröffentlicht wurden.
Gerald Rhemann hat uns basierend auf einem Gespräch beim
CCD-Workshop in Mariazell im September spontan eine Starlight
MX7c zu Testzwecken am Hypergraph zur Verfügung gestellt.
Trotz Lieferung der Kamera Anfang November konnten auf Grund des
schlechten Wetters bis Jahresende keine Bilder gewonnen werden.
Bedanken möchten wir uns bei Hannes Bachleitner, welcher
so wie im Vorjahr die Herstellung der CD’s und den Druck der Covers
übernommen hat. Bei der Herstellung von ca. 100 CD’s in einem
Jahr eine mehr als abendfüllende Aufgabe. |
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An erster Stelle steht mit Sicherheit
die Realisierung des geplanten Zusatzgebäudes. In der Schiebedachhütte
soll der 14“ Hypergraph eine dauerhafte Heimat finden. Die Herstellung
der dafür erforderlichen Montierung ist auch noch eine sportliche
Aufgabe und die Realisierung der geplanten Gabelmontierung nimmt
mit Sicherheit noch das gesamte Jahr 2003 in Anspruch. D.h. der
Parallelbetrieb auf der AD6 während der Fertigstellung wird
uns für 2003 begleiten.
Die CD selbst werden wir um den Bereich „Web-Cam – Images“ erweitern.
Dieser Kameratyp gewinnt in der digitalen Bildgewinnung immer
mehr an Bedeutung, da es mit diesen Kameras möglich ist beim
Mond oder bei den Planeten eine Videosequenz aufzunehmen und mittels
eines speziellen Programms die besten Bilder automatisch aus der
Sequenz zu extrahieren und automatisch aufzuaddieren. Bei einem
Kaufpreis von ca. 85.-€ für die Kamera eine recht preiswerte
Alternative zur digitalen Bildgewinnung. Das für die Bildgewinnung
erforderliche Programm ist im Internet als Freeware erhältlich.
Die MX7c am Hypergraphen zu testen und eine entspr. Gebrauchsanweisung
zu erstellen ist ein Projekt welches sich Harald Strauß
und Günter Kerschhuber vorgenommen haben. Da sich Kameras
von Starlight steigender Beliebtheit erfreuen und auch einige
Mitglieder mit einer Anschaffung spekulieren wollen wir mit den
Tests und der Zusammenfassung der Ergebnisse für unsere Mitglieder
entsprechende Basisarbeit leisten.
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Wie sich ein kürzlich aufgebauter Kontakt zu einem Astrohändler
in USA entwickelt wird sich zeigen. Hier einen potentiellen Partner
für den Vertrieb der CD in USA zu gewinnen wäre für
uns ein echter Meilenstein und ein weiter Ansporn für die
weitere Verbesserung der CCD-Aufnahmen.
Ob wir im Jahr 2003 mit der LRGB Technik starten können
wage ich zu bezweifeln, da die Mechanik des Hypergraphen gerade
bei f/3,3 für ein Filterrad umgebaut werden müsste.
D.h. die Bilder mit der MX7c werden vorerst die einzigen „bunten“
Bilder bleiben.
Wir hoffen weiters auch noch weitere Mitglieder für das
CCD-Projekt zu begeistern und möchten alle Mitglieder auffordern
die besten Bildergebnisse für die Veröffentlichung auf
der CD zur Verfügung zu stellen. Ansprechpartner dafür:
Harald Strauß (h.strauss@aon.at)
Ein seit bereits längerer Zeit angedachtes Themengebiet
könnte die Fotografie von Doppel- oder Mehrfachsternsystemen
sein. Durch die manchmal unterschiedliche Farbe der Sterne gibt
es auch hier recht reizvolle Objekte. Die vorhin erwähnten
Web-Cams könnten auch hier zum Einsatz kommen.
2003 steht uns allen ein recht arbeitsintensives Jahr bevor,
doch die Aussicht auf eine verbesserte Beobachtungssituation durch
den Zubau lässt uns das voll Zuversicht in Angriff nehmen.
Unter der angegebenen Mail-Anschrift können auch CDs zum
Preis von 14.-€ bestellt werden.
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Bericht Koberger – Sonnenfinsternis
Hermann und Hermine Koberger konnten während Ihrer Australienreise
die Totale Sonnenfinsternis vom 4.12.2002 in Australien beobachten.
In der nächsten Astro-Info werden wir Fotos und einen Reisebericht
von ihnen veröffentlichen.
Mitgliedsbeiträge und das Jahresprogramm
Dieser Ausgabe der Astro-Info sind die Zahlscheine für die
Mitgliedsbeiträge 2003 und das Sternwartenprogramm für
2003 als Miniposter beigelegt. |
Deshalb erhalten auch die Bezieher der Astro-Info
digital diese Astro-Info als gedruckte Ausgabe.
Wir laden alle, die unserem Verein noch nicht als Mitglied angehören,
sehr herzlich zu einem Vereinsbeitritt und damit einer Unterstützung
unserer Arbeit ein. Wir freuen uns aber auch über Ihre Spende.
Mitgliedsbeitrag 2003 – 16 € für Erwachsene und 11 € für
Jugendliche ohne Einkommen.
Unser Vereinskonto: 16.171.001 bei der VKB-Bank Kammer, Bankleitzahl
18600. |
Erfolgreiche Beobachtung
der Geminiden 2002 |
Am Samstag, den 14. Dezember konnten bei sehr guten Sichtbedingungen
Stefan Pfeiffer, Leopold Stammler, Erwin und Michael Filimon das
Maximum in den frühen Morgenstunden von der Sternwarte aus
beobachten.
Die Aufnahme von Erwin Filimon zeigt zwei helle Geminiden, die
gegen 5.08 Uhr MEZ nahe Sirius zu sehen waren. Teilausschnitt
eines Negatives, Film: Konica Centuria 1600 ASA. Im Hintergrund
ist der Schafberg am südlichen Ende des Attersees zu erkennen.
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Neben Aufnahmen wurden auch visuelle
Zählungen gemacht, diese beziehen sich auf rund 2/3 sichtbaren
Sternenhimmel.
Die meisten Geminiden waren relativ lichtschwach. Nur wenige
waren mit Helligkeit 0 bzw. -1. Kurz nach 6.00 Uhr hatten sich
die Sichtbedingungen verschlechtern (Hochnebel mit nur wenigen
hellen Sternen). Trotzdem sahen wir in kurzen Abständen 3
sehr helle Geminiden, die durch die Hochnebeldecke hindurchleuchteten.
Zählungen von 4 Beobachtern gemeinsam (keine Doppelsichtungen):
| Uhrzeit MEZ |
|
Anzahl der
Geminiden |
| von |
bis |
|
|
| |
|
|
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| 4:55 |
5:00 |
|
24 |
| 5:07 |
5:12 |
|
18 |
| 5:18 |
5:23 |
|
16 |
| 5:33 |
5:38 |
|
21 |
| 5:40 |
5:45 |
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13 |
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Die Geminiden mit Radio-Ortung erfasst |
Bericht über
das Radio-Meteor-Scattering von Kurt Föttinger
Unser Mitglied Kurt Föttinger aus Attnang-Puchheim verfolgt
seit einigen Jahren die Meteorströme mit dieser Methode –
die im Gegensatz zu visuellen Beobachtung sehr wetterunabhängig
ist.
PRINZIP:
Der Meteor erzeugt beim Eintritt in die Atmosphäre in ca.
70 km Höhe durch das Verglühen eine Spur ionisierten
Gases (Trail). Der Meteor bewirkt eine Frequenzverschiebung einer
Radiowelle um bis zu einigen kHz (Dopplereffekt), diese kann mit
einem AM-Empfänger mit SSB-Demodulation gemessen werden.
Damit ist theoretisch sogar eine Messung der Geschwindigkeit möglich.
Die Ionisationsspur bewirkt eine Reflexion von Radiowellen (Kurzzeitempfang)
eines entfernten, normalerweise nicht empfangbaren Senders. Diese
kann mit einem fix eingestellten Empfänger (AM und FM) demoduliert
werden. Idealerweise sollte der Empfänger auf einen ca.800
km entfernten Sender eingestellt werden.
Die Spektren einzelner Meteore unterscheiden sich gravierend
je nach Größe, Geschwindigkeit und Einfallsrichtung.
Die Zeit von der Radioortung bis zur optischen Sichtung beträgt
0 bis 2 Sekunden. Die Dauer der Ortung beträgt von kurzem
Knackgeräusch bis zu über 5 Sekunden. In Ausnahmefällen
kann der Kurzzeitempfang über 30 Sekunden anhalten, berichtet
wurden schon mehrere Minuten (mein Spitzenwert war 2min 45sec).
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Eine eindeutige Trennung auf eine
bestimmte Einfallsrichtung kann leider nicht ohne weiteres vorgenommen
werden.
TIPS
Zur manuellen Radioortung genügt ein normales UKW-(Auto)Radio
mit digitaler Abstimmung. Die Empfangsfrequenz sollte mitten zwischen
2 Sendern eingestellt werden, sodass nur ein gleichmäßiges
Rauschen hörbar ist. Lautstärke relativ hoch einstellen,
um auch schnelle Meteore zu hören (kurzes Knacken). Der Beobachtungsstandort
sollte möglichst in einer kleinen Senke außerhalb von
bewohntem Gebiet gewählt werden. Freie UKW-Frequenz (Alpenvorland):
derzeit nur 88.5MHz, das ist ein tschechischer Rundfunksender
in ca. 150km Entfernung.
Der Vorteil dieser Meteorerfassung ist, dass sie (fast) unabhängig
von Wetter und Tageszeit ist. Leider stören atmosphärische
Entladungen (spherics) und Flugzeuge die Messung.
Eine automatische Erfassung ist nur mit einem speziellen Schmalband-FM-Empfänger
mit variablem NF-Filter oder besser mit einem AM-Empfänger
mit SSB sinnvoll.
Weiters wird dazu ein PC mit Soundkarte bzw. ein spezielles
Interface zur Erfassung und FFT-Analyse benötigt. Die Software
dazu ist im Internet vorhanden. |
Weiterführende Links:
IMO (International Meteor Organisation): http://www.imo.net
IMO Radio Meteor Pages: http://www.imo.net/radio/index.html
Kurt Föttinger ist unter der email: foettinger@nextra.at
erreichbar.
Hier die Ergebnisse bei den Geminiden 2002:
Sichtverhältnisse: bedeckt, Nebel, Außentemperatur
-3 Grad
Beobachtungszeitraum 4:10 - 5:50 MEZ |
| Zeit |
visuell |
Radio |
| 4:10-4:15 |
0 |
7 |
| 4:15-4:20 |
0 |
5 |
| 4:20-4:25 |
0 |
13 |
| 4:25-4:30 |
0 |
8 |
| 4:30-4:35 |
0 |
7 |
| 4:35-4:40 |
0 |
6 |
|
| 4:40-4:45 |
0 |
7 |
| 4:45-4:50 |
0 |
12 |
| 4:50-4:55 |
0 |
26 |
| 4:55-5:00 |
0 |
16 |
| 5:00-5:05 |
0 |
16 |
| 5:05-5:10 |
0 |
12 |
| 5:10-5:15 |
0 |
7 |
|
| 5:15-5:20 |
0 |
8 |
| 5:20-5:25 |
0 |
11 |
| 5:25-5:30 |
0 |
6 |
| 5:30-5:35 |
0 |
15 |
| 5:35-5:40 |
0 |
11 |
| 5:40-5:45 |
0 |
10 |
| 5:45-5:50 |
0 |
5 |
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| Gesamt(100min): 208 = 124.8/Std |
Web-Cams in der Astronomie |
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Web-Cams werden bei den Astronomen als billiger Ersatz für
eine Astro-CCD-Kamera immer beliebter. Speziell die „Philips ToU-Cam“
und ihr Vorgängermodell die „Vesta-Pro“ können aufgrund
ihres entfernbaren Objektivs mittels eines einfachen Adapters
leicht an ein Fernrohr montiert werden. Da zusätzlich der
verwendete Chip sehr lichtempfindlich ist, bei der Aufnahme relativ
wenig Rauschen produziert, und die Kamera mit vertretbarem Aufwand
auch für Langzeitbelichtungen umrüstbar ist, steht dem
angehenden Astrofotografen eigentlich nichts im Weg. |
Am 17. Jänner 2003 gelang unserem
Mitglied Günther Kerschhuber mit seiner Webcam ein ausgezeichnetes
Bild des Saturn.
Hier die Daten für sein Bild:
Datum: 17.01.2003
Ort: Wolfsegg bei ca. -5°Grad, kaum Wind
Bedingungen: über den Beobachtungszeitraum von 18.30 bis
23.00 Uhr mit mäßiger Luftruhe waren für ca. 1
Stunde ab 21.00 Uhr gute bis sehr gute Bedingungen. Optik C11
mit Televue 2,5 Barlow Brennweite ca. 7000mm, ToUcam Helligkeit:
voll, Gamma: ganz niedrig, Kontrast: voll, Belichtung 1/125sec,
Bildrate 5/sec, Auflösung 740x480, Automatischer Weißabgleich,
Aufnahmesoftware Giotto v1.21, 2165 Einzelbilder davon 15% mit
Giotto aufaddiert, Nachbearbeitung in Photoshop: Schärfefilter
unscharfe Maskierung, echte Unscharfmaske, Tonwertkorrektur, Farbbalance. |
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Günther Kerschhuber empfiehlt
diese Links zu interessanten Seiten:
http://astronomy.rainbow-serpent.de/
http://home.t-online.de/home/UHuebler/home.html
http://www.aludobson.de/astrofotgrafie_vestapro.htm
http://www.djcash.demon.co.uk/astro/astroph/astroph.html
http://www.ip.pt/coaa/astrovideo.htm
http://www.geocities.com/gaehrken/jup0801.htm
http://www.astrosurf.com/legault/
http://sweiller.free.fr/
http://astro.vossmedia.de/
Mondfotos mit der Philips Vesta Pro Webcam |
Was man mit der Webcam machen kann,
zeigen diese beiden Fotos von Robert Schulz aus Wien:
15.1.2003, 21h MEZ
TEC 140 Refrakor, Brennweite 980mm
Philips Vesta Pro Webcam
Belichtungszeit 1/250" per Bild
13 Filme zu je 30 sek (5B/s ergibt 1950 Einzelbilder)
Verarbeitung (mitteln) der Filme in Giotto
Zusammensetzen der gemittelten Einzelbilder mit Photoshop |
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17.1.2003, 21h08 MEZ
TEC 140 Refrakor, Brennweite 980mm
Philips Vesta Pro Webcam
Belichtungszeit 1/1000" per Bild
15 Filme zu je 10 sek (5B/s ergibt 750 Einzelbilder)
Verarbeitung (mitteln) der Filme in Giotto
Zusammensetzen der gemittelten Einzelbilder mit Photoshop
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Meteor/Feuerkugelsichtungen |
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Die Blickrichtung
war Richtung SO ca. 45 - 60°
Die Höhe der eventuellen Meteoritensichtbarkeit schätze
ich von 70° - runter auf 45 °
Meine Frau sah das Objekt eher rund, ich dagegen hatte
es als Oval (langgezogen) empfunden.“
26. November 2002 – zwischen 0.01 bis 5.00 Uhr
Die Meteoritenortungskamera der Sternwarte Gahberg konnte in
der Nacht vom 25. auf den 26. November 2002 eine helle Feuerkugel
aufzeichnen. Der Mond schien ziemlich hell und es waren relativ
viele Wolken in diesem Zeitraum vorhanden, denn außer der
langen unterbrochenen Mondspur und der kurzen Meteorspur sind
keinerlei Sterne auf der Aufnahme zu finden. Leider liegen uns
dazu keine Beobachtungsberichte vor. Hat jemand diese Feuerkugel
gesehen?
Beobachtungsberichte bitte an info@astronomie.at |
| Die Sternwarte Gahberg betreibt
eine Meteoritenortungskamera auf dem Gahberg. Wir sind daher sehr
interessiert, wenn helle Feuerkugeln beobachtet werden. Berichte
über Sichtungsmeldungen bitte an info@astronomie.at
senden.
1. Dezember 2002 – ca. 15.45 Uhr
dazu liegen uns bisher 2 Augenzeugenberichte vor:
Ein Herr Maier aus Wien meldete am 9.1.2003 am Stadtamt Schwanenstadt,
dass er am 1.12.2002 um ca. 15:45 bei der Durchfahrt durch Schwanenstadt
in östlicher Richtung einen sehr hellen Flugkörper (heller
als eine Magnesiumflamme) gesichtet hat und dass dies seiner Meinung
nach ein Meteor gewesen sein könnte. |
Bericht von Ganser Siegfried
- g_siegi@aon.at
„Als ich am 1.12.02 einen kurzen Spaziergang machte und
um 15 Uhr 49 über eine Dachkante schaute, ist mir und meiner
Familie (4 Personen) die alle in dieselbe Richtung schauten, ein
sehr schnelles von SW kommendes und Richtung NO fliegendes Objekt
im Hintergrund aufgetaucht das auch nach 2 sek. wieder hinter
der Dachkante verschwunden ist. Ein Flieger kann es nicht gewesen
sein, weil in diese Richtung so etwas nicht fliegt. Es muss ein
Meteorit gewesen sein.
Meine geographische Lage ist 48° 32' N und 14°05'
O St.Peter / Wbg. in OÖ (Oberösterreich)
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Es ist für angemeldete Benutzer
nun auch möglich, Beobachtungen zu hellen Meteor-Erscheinungen
direkt in unsere Datenbank im Internet einzugeben. Auf der Seite
http://www.astronomie.at/Meteor/fireball.asp
haben wir die jeweils aktuellen uns bekannten Erscheinungen
zusammengefaßt. |
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Veranstaltungen / Terminankündigungen |
Unsere nächsten Monatstreffen
finden am Freitag, dem 7. März 2003 und am Freitag, dem 4.
April 2003 im Gasthof „Goldenes Schiff“ (Frickh) am Marktplatz
in Schörfling am Attersee ab 19.00 Uhr statt.
19. Wiener Foto und Astrobörse am Sonntag,
dem 2. März 2003 von 10.00 bis 15.00 Uhr in der Wr. Berufsschule,
Längenfeldgasse 13 – 15, 1120 Wien
Infos auch unter http://www.fotoboersen.at
Am 10. Mai gibt es den Tag der Astronomie in Österreich.
Zahlreiche Sternwarten und Vereine haben dazu ein besonderes Programm
zusammengestellt. |
Die 19. ATT, Deutschlands
größte Astronomiebörse, wird am 17. Mai 2003 in
Essen in der Gesamtschule Bockmühle von 10-18 Uhr veranstaltet.
Infos dazu unter http://www.astronomie.de/att-essen/
| Gesucht werden einige alte Pentium-Computer für die
Verwendung in der Sternwarte Gahberg. Wer spendet uns seinen
alten Pentium? Infos bitte an info@astronomie.at |
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Erweiterung der Sternwarte Gahberg |
Zubau eines Schiebedach-Beobachtungsbereiches
mit Kontroll- und Arbeitsbereich, Ausbau des Container-Gerätelagers,
Einbau einer Toilette und einer zusätzlichen Beobachtungskuppel.
Das jetzige Sternwartengebäude besteht bereits seit der
Eröffnung 1988 und ist für die stark gestiegenen Aktivitäten
und Arbeiten der Mitarbeiter der Sternwarte Gahberg zu klein geworden.
Unser Verein ist in den vergangenen Jahren auf fast 400 reguläre
Mitglieder angewachsen.
Der bestehende Computer-Arbeitsbereich ist derzeit mit 6 m²
Fläche viel zu klein. Dringend benötigte Computer- und
Bildbearbeitungssysteme sowie Teleskopelektronik und Steuerungstechnik
können im bestehenden Raum nicht mehr untergebracht werden.
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Die Aufstellung weiterer Teleskope
ist nur in entsprechenden Schutzbauten sinnvoll.
Bei den Sternwartenführungen gibt es immer wieder große
Platzprobleme. In den Sommermonaten sind es bis zu 150 Personen,
die an einer Führung teilnehmen wollen. Die Führungen
auf der Sternwarte Gahberg sind gerade für den Tourismus
eine Bereicherung des Angebotes. Durch die Erweiterung wird das
Angebot für die Besucher umfangreicher und attraktiver.
Ein Erweiterungsbau hat sich daher schon in den letzten Jahren
abgezeichnet. Da wir seit 2002 Besitzer des Grundstückes
sind, kann nun dieses Vorhaben verwirklicht werden. Im November
haben wir alle erforderlichen Genehmigungen für den Bau erhalten.
Mit Frühling 2003 werden die Bauarbeiten beginnen.
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Schiebedach-Beobachtungsraum
Dieser Beobachtungsraum ist notwendig, um ein neues Teleskop,
das bereits von 3 Vorstandsmitgliedern privat finanziert wurde
und für die CCD-Fotografie eingesetzt werden soll, unterbringen
zu können. Dieses Gerät soll einen fixen Aufstellungsplatz
erhalten, da gerade bei der digitalen Fotografie hinsichtlich
der Montierung eine sehr hohe Genauigkeit erforderlich ist. Als
Außengerät ist dies bei einem Gerät dieser Größenordnung
durch den ständigen Auf- und Abbau nicht gewährleistet.
Der Schiebedach Beobachtungsraum bietet den großen Vorteil,
dass der gesamte Himmel überblickt werden kann. Die hangseitige
Lage der Schiebedachhütte bietet außerdem Schutz vor
Wind und Streulicht (durch vorbeifahrende PKWs)
Bei dem neuen Instrument handelt es sich um einen Hypergraphen
(gebaut von der Fa. Astro Optik Philipp Keller). Dieses Instrument
kann in zwei "Betriebsarten", wahlweise im Primär-
oder Sekundärfokus, verwendet werden und wurde speziell für
die Astro Fotographie entwickelt und gebaut.
Technische Daten zum Hypergraphen:
- Spiegeldurchmesser: 340mm, Brennweite f9.0: 3140mm, Brennweite
f3.3: 1020mm
- Sekundärspiegeldurchmesser 150mm, 6", Okularauszugdurchmesser
Crayford/100mm, 4", Maße (LxBxH, ohne Okularauszug)
830x450x450mm
- Gesamtgewicht ca. 43kg
Bedingt durch das hohe Gewicht ist es derzeit nicht möglich,
das Instrument alleine auf der Außenmontierung auf- bzw.
abzubauen. Im neuen Beobachtungsraum wird es möglich sein,
dass auch eine einzelne Person das Instrument in Betrieb nehmen
kann.
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Für die digitale Bildaufzeichnung und -bearbeitung sollen
mehrere zusätzliche Computeranlagen aufgestellt werden. Diese
Anlagen benötigen einen eigenen heizbaren Kontroll- und Arbeitsbereich.
Die Steuerung der Teleskope erfolgt nur mehr über den Computer,
wobei auch die Aufsuchung der Objekte vollautomatisch (mit dem
PC-gesteuert) erfolgt. Alle vorhandenen Außensäulen
werden auf PC-Steuerung umgerüstet. Im Arbeitsbereich kann
zudem auch die Bibliothek des Vereines untergebracht werden, die
derzeit in der Sternwarte keinen Platz findet. Das Zubehör
ist derart umfangreich geworden, dass eine übersichtliche
Lagerung in Vitrinen erforderlich ist. Der Platz dafür soll
ebenfalls im neuen Kontroll- und Arbeitsbereich geschaffen werden.
Der neue Arbeitsbereich und der Schiebedachbereich sind auch
für die Ausbildung und Fortbildung der Vereinsmitglieder
geeignet. Es können dann Astronomieseminare und Schulungen
direkt vor Ort abgehalten werden. Der Kontrollraum mit den Computeranlagen
wird durch ein Glasfenster vom Beobachtungsbereich getrennt, wodurch
im Winter ein Arbeiten in einem beheizten Raum stattfinden kann.
Der
Geräte-Container wird benötigt, um alle transportablen
Stative, Montierungen und Teleskope, Werkzeuge, Ersatzteile, Ausstellungswände,
Sitzgelegenheiten für die Besucher etc. zu lagern. Auch die
Toilettenanlagen sollen im Container untergebracht werden, da
diese aus Platzgründen nicht in die Sternwarte eingebaut
werden können.
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Mit
einer zusätzlichen Sternwartenkuppel, die unmittelbar beim
Parkplatz errichtet werden soll, wird uns die Möglichkeit
gegeben, mit einem neuen Teleskop die Nord-West-, Nord-, und Nord-Ost
Bereiche des Sternenhimmels zu erfassen. Bisher war es uns durch
die südseitige Hanglage nicht möglich, mit großen
stationären Geräten diesen Bereich abzudecken. Gerade
bei der Beobachtung von Kometen hat uns dies in der Vergangenheit
immer große Probleme bereitet. Diese Sternwartekuppel ist
eine bereits in Linz-Urfahr bestehende Sternwarte, die von unserem
Mitglied Dipl. Ing. Robert Hochwimmer auf den Gahberg verlegt
wird und in den Komplex der Sternwarte integriert wird. Alle Kosten
dieses Zubaus werden von Hrn. Dipl. Ing. Hochwimmer getragen.
Bei Führungen wird uns dieses zusätzliche Gerät
weiter entlasten.
Selbstverständlich werden unsere baulichen Maßnahmen
durch Begrünungen so gestaltet, dass sich der Sternwartenkomplex
harmonisch in die Landschaft einfügt und somit den Erfordernissen
des Landschafts- und Naturschutzes entspricht. |

Das bisher bestehende Gebäude und die Außenmontierungen
bleiben vom Zubau unberührt. Die Freifläche um die Sternwarte
wird bis an die Grundstücksgrenzen ausgedehnt, um somit Platz
für unsere Besucher und den Einsatz von transportablen Geräten
zu schaffen.
Die Finanzierung der geplanten Projekte ist zum Großteil
aus den Eigenmitteln und künftigen Einnahmen des Vereines
gesichert. Wir ersuchen aber alle unsere Vereinsmitglieder, uns
bei der Durchführung unseres Vorhabens zu unterstützen.
Wir sind auf unsere Mitgliedsbeiträge und auf die Spenden
unserer Mitglieder angewiesen, um den Ausbau auch entsprechend
technisch ausrüsten zu können. Bitte helfen Sie uns
mit Ihrer Spende. Dieser Ausgabe sind die Mitgliedsbeitragszahlscheine
beigelegt und wir freuen uns natürlich, wenn wir zusätzliche
Spenden erhalten.
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