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Folge # 183
Februar
2005
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Astronomische Informationen für Mitglieder und Freunde des Astronomischen
Arbeitskreises Salzkammergut
Informationstelefon: 07662 / 8297
STERNWARTE GAHBERG |
Postversand der Astro-Info
Im vergangenen Jahr gab es leider häufig zeitliche
Probleme beim Postversand der Astro-Info. Wir möchten uns dafür
entschuldigen und im Jahr 2005 bemühen, die Info wieder etwas zeitgerechter
unseren Postbeziehern zukommen zu lassen. Der Postversand verursacht
leider erhebliche Kosten. Wir bitten daher nochmals jene Astro-Info-Bezieher,
die über eine E-Mail Adresse verfügen vom Postbezug auf den
E-Mailbezug unserer Vereinszeitung umzusteigen. Ein kurzes E-Mail an
info@astronomie.at und wir stellen den Versand um. Dann erhalten Sie
die Astro-Info zeitgerecht und Sie erfahren auch von allen sonstigen
Eilnachrichten, die wir per Post nicht aussenden können
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Das Jahr 2004 im Rückblick
von Erwin Filimon |
Mitglieder
Mit 460 Mitgliedern haben wir derzeit um 19 Mitglieder mehr als im
Vorjahr. Es sind zwar nur 13 Mitglieder ausgetreten bzw. aufgrund nicht
mehr erfolgter Zahlung des Mitgliedsbeitrages als Mitglied gestrichen
worden, aber es gibt noch zahlreiche Beitragsrückstände. Wir hoffen
aber, dass uns diese Mitglieder großteils erhalten bleiben und
ihre Beiträge
noch einzahlen. Wie im Vorjahr haben wir auch heuer 34 Neubeitritte.
Mitgliederwerbeaktion
Wir sind bei unseren Vereinsfinanzen besonders auf die Mitgliedsbeiträge
angewiesen. Bitte unterstützen Sie unseren Verein und treten
Sie als Mitglied unserem Arbeitskreis bei. Sie unterstützen
uns damit beim Ausbau und der Erhaltung der Sternwarte Gahberg. Nützen
Sie bitte den beiliegenden Zahlschein.
Der Mitgliedsbeitrag beträgt
für
- Erwachsene 16 €
- Jugendliche 11 €
Wir danken aber auch herzlichst für Spenden! 43 Personen sind unterstützende
Mitglieder, die uns jährlich mit einer Spende bei der Vereinsfinanzierung
helfen.
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90 neue Himmelskundeinteressenten haben uns
2004 ihre Adresse gegeben. Damit ist der Kreis der Himmelskundeinteressenten
auf insgesamt 309 Personen angewachsen. 75 erhalten die Astro-Infos mit
der Post. 234 erhalten sie via E-Mail. Wir hoffen darauf, dass sich zahlreiche
Himmelskundeinteressenten entschließen, uns mit Ihrer Mitgliedschaft
oder Spende zu unterstützen

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Astro-Info
Insgesamt gab es im vergangenen Jahr 6 Ausgaben der Astro-Info.
Auf insgesamt 42 A4-Seiten erhielten ca. 1200 Mitglieder, Interessenten
und Freunde der Sternwarte Gahberg diese Informationen. Zusätzlich
haben wir die Festschrift „15 Jahre Sternwarte Gahberg“ aufgelegt,
die einen Umfang von 80 Seiten aufweist. 616 Stück der Astro-Info
werden bereits digital über das Internet zugestellt. Dies
erspart Druck- und Portokosten und die Vereinszeitung ist schneller
beim Empfänger. Am kostengünstigsten ist es für uns,
wenn so viele Mitglieder wie möglich die Ast-ro-Info über
E-Mail beziehen (deshalb bitte eine kurze E-Mail an info@astronomie.at senden und uns diesen Wunsch bekannt geben). Es werden keine großen
Datenmengen übertragen. Es erfolgt nur ein kurzes Text-E-Mail
mit dem Hinweis, dass eine neue Astro-Info erschienen ist. Diese
kann dann entweder direkt über den enthaltenen Link in unserer
Homepage angesehen werden, oder als pdf-Datei geladen werden. Der
Versand der restlichen 568 Exemplare erfolgt über die Post
zu hohen Portokosten. Die Astroinfo stelle ich als Obmann inhaltlich
zusammen, Gert Kroner kümmert sich um das entsprechende Layout,
Robert Orso ist für
die Umwandlung in die Digitalausgabe und die Aufbereitung an die
Druckerei, die Aussendung über das Internet sowie für die
Einbindung in unsere Homepage zuständig. Die Fotos kommen
von unseren Mitgliedern und wir hoffen, dass es künftig noch
mehr Fotos werden. Der Versand der Postausgaben erfolgt durch Helga
Reichbauer
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Sternwartenführungen
Im Jahr 2004 haben wir auf der Sternwarte 27 Führungen abgehalten,
an denen mindestens 1150 Personen teilgenommen haben. Es waren
wieder viele Besucher, aber den Rekord von 2003 wegen der Marsbeobachtungen
konnten wir leider nicht erreichen. Wie immer war der Zustrom
in den Sommermonaten
durch die Touristen besonders stark. Schlechtwetter hat auch zur Absage
einiger Sommerführungen geführt. Um künftig die
besucherstarken
Monate Juli und August besser ausnutzen zu können werden wir ab
2004 im Juli auch zusätzlich am 5., 15. und 25. Juli, sowie
auch am 5. August reguläre Führungen abhalten. Pro Besucher
haben wir im Durchschnitt 1,50 € an Spenden erhalten.
Die Nacht der Sternschnuppen am 10.8.2004 war mit 230 Besuchern
besonders gut besucht. Aber auch am 30. Mai, 8.Juni und am 10. September
waren jeweils ca. 100 Personen anwesend. Mit durchschnittlich 44 Besuchern
pro Führung können wir sehr zufrieden sein.
Besonderer Dank gilt vor allem jenen aktiven Mitarbeitern der Sternwarte,
die viel Zeit geopfert haben, um bei den Führungen den Besuchern
die Sternwarte Gahberg und den Sternenhimmel zu erklären.
Viele unserer Betreuer haben dazu auch Ihre eigenen Geräte
aufgebaut, damit wir den Besuchern allzu lange Wartezeiten
vor den Teleskopen ersparen konnten. Nur durch Ihren freiwilligen
Einsatz war es möglich,
die Sternwartenführungen in diesem Ausmaß vor allem
an den besucherstarken
Tagen aufrechtzuerhalten |
Besonders
mitgeholfen haben bei den Führungen:
| Erwin Filimon, Stefan Pfeiffer |
18 Führungen |
| Robert Orso |
12 Führungen |
| Kurt Föttinger , Hannes Schachtner |
10 Führungen |
| Sven Berger |
8 Führungen |
| Wolfgang Piracher, Rolf Löhr, Harald Strauss |
7 Führungen |
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Erweiterungsbau der Sternwarte
Der Innenausbau des Zubaues konnte Anfang des Jahres erledigt werden.
Mit dem Workshop 2004 gab es dann die offizielle Eröffnung. Bis auf
einige Kleinigkeiten konnten wir den Zubau abschließen. Die
Toilettenanlage konnte dank der Hilfe von Stefan Pfeiffer fertig
gestellt werden. Die Anlage ist im Winter allerdings stillgelegt.
Unsere Homepage
im Internet wird immer unfangreicher. Das Layout ist seit vielen
Jahren gleich geblieben. äußerlich mag das etwas „altmodisch“
aussehen, dennoch ist unsere Homepage immer sehr aktuell. Ein neues
Erscheinungsbild ist in Vorbereitung, doch wird es noch einige
Zeit dauern bis dies verwirklicht werden kann. Vorschauen und Ergebnisse
werden sehr schnell veröffentlich. Rund 1371 unserer besten
Bilder sind derzeit in der Bildergalerie abfragbar. 106
Bilder sind im heurigen Jahr hinzugekommen. (http://www.astronomie.at/Pictures.asp).
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Die Homepage wird von Robert Orso, dem Vereinskassier,
betreut und ständig erweitert. Besten Dank an Robert für diese
Mühen. Die Ausfälle der Homepage sind durch den Wechsel des
Servers bedeutend weniger geworden. An jene Mitglieder die die Astro-Info
via E-Mail erhalten, können wir nun auch Eilnachrichten (z.B. bei
Polarlichterscheinungen) aussenden.
Vereinsfinanzen
Durch Privatanteile zahlreicher Mitglieder haben wir die Finanzierung
des Zubaues sichern können. In den nächsten Jahren werden diese „Privatanteile“ zinsenlos
an die Geldgeber zurückbezahlt. Wir danken für diese finanzielle
Unterstützung.
Erfolgreiches Beobachtungsjahr
Besondere Ereignisse waren 2004 wieder sehr wetterbegünstigt.
Beide Mondfinsternisse am 4. Mai und am 28. Oktober und der Venusdurchgang
am
8. Juni konnten bei sehr gutem Wetter erfolgreich beobachtet werden. |
Vorschau auf das Jahr 2005
von Erwin Filimon |
Partielle Sonnenfinsternis
Am Montag, dem 3. Oktober 2005 gibt es in Österreich
eine partielle Sonnenfinsternis zu beobachten.Die Sonne wird in Österreich maximal
zu ca. 50 % vom Mond bedeckt. Diese Sonnenfinsternis kann als ringförmige
Sonnenfinsternis beobachtet werden, wenn man nach Spanien oder Tunesien
fährt.
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Bei einer ringförmigen Sonnenfinsternis
ist der scheinbare Durchmesser des Mondes kleiner als jener der Sonne
und der Mond kann die Sonne nicht völlig verdecken. Es bleibt ein
schmaler Sonnenring übrig. Wer diese ringförmige Sonnenfinsternis
sehen möchte, kann sich einer von mehreren Mitgliedern der Sternwarte
Gahberg organisierten Gruppenreise anschließen. Hier die Details
dazu:
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Ein Komet im Fadenkreuz einer
Raumsonde
Deep Impact wird den Kometen P/Tempel (9P) treffen. Am 5. Juli 2005
wird der Komet P/Tempel (9P), der sich zu diesem Zeitpunkt im Sternbild
Jungfrau unweit der Hauptsternes Spica befindet, vom Impactor der Raumsonden-
Mission "Deep Impact" getroffen werden. Gegen 8.00 Uhr morgens
wird der Impactor mit rund 370 kg Masse den Kometen bei einer Geschwindigkeit
von rund 36.000 km/Stunde treffen. Man erwartet, dass dieser Einschlag
einen Krater beträchtlicher Größe auf dem Kometen bildet. |
Durch diesen Krater sollte frisches
Kometenmaterial nach außen gelangen und die Helligkeit des Kometen
sollte um das 100 bis 1000fache ansteigen. Der Komet, der zu diesem Zeitpunkt
nur rund 10. Größenklasse hell ist (sichtbar nur in mittleren
Teleskopen) sollte somit ein helles Objekt werden. Es ist die erste „Manipulation“ eines
Kometen durch den Menschen. Leider müssen wir rund 14 Stunden nach
dem Einschlag warten, ehe wir den Kometen durch die Teleskope am Nachthimmel
beobachten können. Es ist derzeit völlig offen, ob und welche
Auswirkungen dieser Einschlag auf den Kometen hat. |
Marsopposition 2005
Am 30. Oktober erreicht der Mars seine Erdnähe (mit rund
65 Millionen Kilometer Entfernung) und tritt am 7. November 2005 in die
Opposition zur Sonne im Sternbild Widder. Er steht uns zwar dann nicht
so nahe wie 2003, aber der Planet ist im Teleskop doch 20 Bogensekunden
groß und
vor allem steht der Mars rund 60 ° über dem Horizont, wodurch
die Sichtbedingungen um einiges besser sein sollten als 2003, wo der
Mars bei uns nur bestenfalls rund 26 ° über dem Horizont
zu sehen war.
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Wir planen für das Jahr 2005 die Abhaltung
weiterer Mitgliederbeobachtungsabende und Mitgliederworkshops
auf der Sternwarte Gahberg. Interessierten Mitgliedern soll die Möglichkeit
geboten werden, die Sternwarte verstärkt zur Beobachtung von verschiedenen
Himmelsobjekten zu nützen. Mit Astronomiekursen wird Interessenten
die Möglichkeit gegeben, sich mit den Grundlagen der astronomischen
Beobachtungen vertraut zu machen. |
Planet Saturn sehr gut zu sehen
Der Planet Saturn ist in den kommenden Monaten ein lohnendes Objekt.
Saturn kann fast die ganze Nacht beobachtet werden. Es gibt bereits wieder
erste Aufnahmen des Ringplaneten von unseren Mitgliedern:
Fotos: Günter Kerschhuber (links), Alois Doblinger (rechts) |
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Astronomenstammtisch
Innviertel
 #3887 großer Sonnenfleck am 16. Jänner 2005 |
Mitglieder des Astronomischen Arbeitskreises Salzkammergut
aus dem Innviertel treffen sich monatlich zu einem Stammtisch: Jeden
1. Donnerstag im Monat findet um 20 Uhr ein Astronomie-Stammtisch in
Ponner bei Ried im Innkreis statt. Alle Astronomieinteressierten sind
dazu herzlichst eingeladen. Nähere Informationen bei Anton Kellner
(Tel.: 07752-87684) oder Alois Doblinger (Tel.: 07752-86043).
Riesiger Sonnenfleck war zu sehen
Mitte Jänner war ein riesiger Sonnenfleck mit einer ungewöhnlichen
Form zu beobachten. Er war ca. 7mal so groß wie die Erde und
bereits mit der Sonnenfinsternisbrille freisichtig zu sehen.
Foto: Erwin Filimon |
Sternwarte
Gahberg – Führungen
und Termine
2005 Postadresse:
Sachsenstraße
2,
A-4863
Seewalchen,
Servicetelefon
Nr.
07662-8297 Homepage
im Internet:
http://www.astronomie.at
-E-Mail:
info@astronomie.at
| Samstag |
16. April |
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Tag
der Astronomie in Österreich Infos
unter Tel. 07662-8297 |
| Freitag bis
Sonntag |
29. April
19.00 Uhr bis 1. Mai 12.00 Uhr |
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Astroworkshop des
Astronomischen Arbeitskreises Salzkammergut im Alpengasthof
Kogler – Gahberg Thema: astronomische
Digitalfotografie abends
bei Schönwetter Teleskoptreffen rund um die Sternwarte
Gahberg |
| Dienstag |
10. Mai |
21.00 Uhr |
Venus,
Jupiter, Saturn |
| Freitag |
20. Mai |
18.00 Uhr
21.00 Uhr |
Nacht
der offenen Tür Mond,
Venus, Jupiter, Saturn |
| Montag |
30. Mai |
21.00 Uhr |
Venus,
Jupiter, Saturn |
| Freitag |
10. Juni |
22.00 Uhr |
Mond,
Venus, Jupiter |
| Montag |
20. Juni |
22.00 Uhr |
Mond,
Venus, Jupiter |
| Donnerstag |
30. Juni |
22.00 Uhr |
Venus,
Jupiter |
| Dienstag |
5. Juli |
22.00 Uhr |
Venus,
Jupiter |
| Sonntag |
10. Juli |
22.00 Uhr |
Mond,
Venus, Jupiter |
| Freitag |
15. Juli |
22.00 Uhr |
Mond,
Venus, Jupiter |
| Mittwoch |
20. Juli |
22.00 Uhr |
Vollmond,
Venus, Jupiter |
| Montag |
25. Juli |
22.00 Uhr |
Mond,
Venus, Jupiter |
| Samstag |
30. Juli |
22.00 Uhr |
Venus,
Jupiter |
| Freitag |
5. August |
21.00 Uhr |
Venus,
Neptun |
| Mittwoch |
10. August |
21.00 Uhr |
Nacht
der Sternschnuppen, Mond, Venus |
| Samstag |
20. August |
21.00 Uhr |
Vollmond,
Venus |
| Dienstag |
30. August |
21.00 Uhr |
Venus,
Uranus, Neptun |
| Samstag |
10. September |
18.00 Uhr
20.00 Uhr |
Nacht
der offenen Tür Venus, Mars |
| Dienstag |
20. September |
20.00 Uhr |
Venus,
Mars, Uranus, Neptun |
| Freitag |
30. September |
20.00 Uhr |
Venus,
Mars, |
| Montag |
3. Oktober |
10.00 Uhr
bis 12.30 Uhr |
Partielle
Sonnenfinsternis in Österreich (ca.
50 %) |
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November
2005 |
Sonderführungen
zur Marsoppostion 2005 Infos unter Tel. 07662-8297 und
unter
http://www.astronomie.at |
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Änderungen
vorbehalten – Die
Führungen
entfallen
bei ungünstiger
oder unsicherer
Wetterlage.
Absagen
werden
ca. 3
Stunden
vorher
auf dem
Servicetelefon
07662-8297
bekannt
gegeben.
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„Astronomy of the Milky Way“
(Nothern und Southern Sky)
Ein Bericht von Harald Strauß
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Dies ist der Titel zweier Bücher, welche
einen sehr starken Bezug zum Sternwarte Gahberg haben. Vor einiger Zeit
wurde von mir an dieser Stelle erwähnt, dass in einem englischsprachigen
astronomischen Fachbuch ein oder zwei Bilder von uns unter Umständen
zur Veröffentlichung
kommen werden. Zum Zeitpunkt der damaligen Drucklegung waren noch
keine weiteren Informationen verfügbar.
In der Zwischenzeit hat
sich das konkretisiert und zwar in einer recht erstaunlichen Form. In
den Beiden Büchern wurden in Summe 120 Bilder vom CCD-Team
der Sternwarte Gahberg verwendet! Im Buch über den nördlichen
Himmel 104 und im Band über den Südhimmel naturgemäß weniger,
nämlich 17 Bilder. Mit 104 Bildern stellt das CCD-Team mehr als
50% aller Bilder in diesem Buch.
Der Autor beider Bücher ist Dr.
Mike Inglis, Engländer und professioneller Astronom, welcher derzeit
an der Princeton University in New Jersey lehrt und forscht. Ich gehe
davon aus, dass ein Mann wie er guten Zugang zu Astrobildern hat, wobei
unsere CCD-CD mit der entsprechenden Aufbereitung der Daten und die Fülle
an unterschiedlichen und zum Teil nicht so alltäglichen Objekten
für Ihn offensichtlich die attraktivere Bildquelle war.
Die Bücher
zeigen alle für den Amateur interessanten Beobachtungsobjekte
entlang der Milchstraße, wobei auch exotischere Objekte aufgeführt
werden. Es wird immer ein Beobachtungsbereich und Zeitpunkt gewählt
(Beobachtungsbereich kulminiert um Mitternacht) und die in diesem Bereich
sichtbaren Objekte in Karten aufgeführt, beschrieben und mit Bildern
illustriert. Weiters befindet sich am Buchende ein Übersichtsindex.
Der Vorteil des Konzeptes liegt darin, dass alle Objekte eines Zeitpunktes
beisammen sind und dies auch dem Bedarf in der Praxis entspricht.
In
der Ausgabe von „Sterne und Weltraum 1/2005“ (Seite 92)
wird im Zuge einer Beurteilung der neu erschienenen Bücher noch
angemerkt „Sehr sehenswert sind zudem die zahlreichen, überwiegend
von Amateuren erstellten Photographien“. Anzumerken ist auch
noch, dass auf den ersten Seiten der Bücher jeweils die Sternwarte
Gahberg erwähnt wird, inkl. Hinweis auf unsere Homepage und ein
kleines Dankeschön für die Bildspenden.
Ein Wehrmutstropfen
ist allerdings eine recht schlechte Bewertung der Bücher im Interstellarum
(im Gegensatz zu Sterne und Weltraum, wo das Buch gelobt wird),
und der Umstand dass die Bücher in englischer Sprache verfasst
sind und es leider keine deutsche Übersetzung gibt und nicht zuletzt
der recht heftige Preis von etwa über 35.-€ pro Stück.
Als
Gegenleistung für die Bilder haben wir jedoch 2 Belegexemplare
der Bücher erhalten (damit hat der Verein 70.-€ gespart),
beide Bücher sind im Bücherregal der Sternwarte bei Bedarf
zu entleihen.
Ich habe in den Büchern ein wenig geschmökert
und muss sagen, dass das Buch in recht einfachem Englisch gehalten
ist und rel. leicht lesbar ist.
Für Interessenten noch Infos zu
einer möglichen
Buchbestellung (in Deutschland):
Direkt bei: www.science-shop.de
Per mail: shop@wissenschaft-online.de
Telefonisch: 06221/9126-841
In Österreich sind beide Bücher z.B. bei „Astro Experts“ zum
Preis von 38,5.-€ erhältlich (www.astro-experts.at).
Foto: Georg Emrich und Klaus Eder |
Nutzung des Dopplereffekts in Sternspektren
von Rolf Löhr
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Mit der Entdeckung eines „Exo-Neptuns“,
also Planeten von „nur“ noch ca. 25 Erdmassen, wie
z.B. des Planeten, der um den roten Zwergstern Gliese 436 kreist (allerdings
mit einer Umlaufperiode von nur 2,64 Tagen) hat man wieder einen großen
Schritt vorwärts getan auf der Suche nach erdähnlichen Planeten.
Die Entdeckung neuer Planeten außerhalb unseres Sonnensystems
wird also immer alltäglicher.
Bis anhin haben wir ca. 135 Planeten
gefunden, die um andere Sterne kreisen. Ihre Masse gleicht etwa der von
Jupiter oder Saturn, aber sie kreisen viel enger als diese um ihren Stern.
Ihre Anziehung auf den Mutterstern verursacht eine periodische Schwankung
in der Radialgeschwindigkeit des Sterns – d.h. der Stern kommt auf
seiner Bahn um den gemeinsamen Schwerpunkt mal auf uns zu, dann entfernt
er sich wieder. Diese Schwankung kann sehr genau durch den Doppler-Effekt
im Sternenspektrum – also der Schwankung von rot zu blau und wieder
zurück – gemessen werden.
Könnte eine Zivilisation im All über
diese Technik unsere Erde aufspüren? Die Antwort muss ja lauten,
denn unsere Planeten lassen auch unsere Sonne eine kleine Kreisbahn um
den gemeinsamen Schwerpunkt beschreiben. Hierbei ist Jupiter am stärksten
beteiligt, denn er zieht während seiner 11,86 Jahre dauernden Umkreisung
die Sonne mit einer Geschwindigkeit von 12,5 m/sec auf dieser Kreisbahn
vorwärts. Würde also ein Lichtjahre entfernter Beobachter
sein Teleskop auf unsere Sonne richten, um ihre Bewegung zu messen, würde
er mit etwas Geduld im Laufe von 12 Jahren die Verschiebung der Spektrallinien
erkennen. Vorausgesetzt, er hat ein wirklich großes Teleskop
und einen |
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hervorragenden Spektograph, denn die Wellenlänge
der Sonne würde sich nur um 3 Teile von 100 Millionen verschieben.
Dieser
Betrag entspricht etwa der Längenänderung, die durch die
Gravitation auf ein senkrecht gestelltes Holzlineal hervorgerufen
wird. Wenn gleich sich dies als unglaublich klein anhört, müssen
wir doch erstaunt feststellen, dass der Mensch mit seinen heutigen
Spektographen in der Lage ist, Geschwindigkeiten bis hinunter zu 3
m/sec zu messen.
Für einen Alien wäre also das Aufspüren
von Jupiter durchaus möglich, wenn er seine Beobachtungen
für wenigstens 12 Jahre betreibt. Um Saturn nachzuweisen, der die
Sonne mit nur 2,7 m/sec zieht, muss er schon die Umkreisungsperiode von
30 Jahren abwarten. Hinzu kommt, dass man auch noch die Schwankung, die
Jupiter verursacht von der beobachteten abziehen muss. Dies ist aber
nicht so schwierig, da die Periode der beiden Schwankungen unterschiedlich
ist.
Kommen wir zurück zu unserer Frage, könnte man die Existenz
der Erde durch diese Technik nachweisen? Mit dem Stand unserer heutigen
Technik könnte man dies noch nicht, denn die Erde verursacht
nur eine Schwankung von 10 cm/sec bei der Sonne, was weit unter unserer
Dopplerempfindlichkeit liegt.
Warten wir also ab, was uns die Zukunft
bringen wird. Im Jahre 2007 ist der Start für das Spacetelescope „Kepler“ geplant,
mit dem wir hoffen, die Veränderung der Lichtkurve <die Zu- und
Abnahme der Lichtintensität> von Sternen beim Vorbeizug
zum Exo-Planeten feststellen zu können. |
Komet Machholz
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Mittlerweile 19 davon haben wir hier veröffentlicht. Weitere Bilder
gibt es auf der Homepage auf dieser
Seite. Der Komet wird in den kommenden
Wochen wieder schwächer werden
und nicht mehr freisichtig zu sehen sein. Er eignet sich aber in den
nächsten 2 bis 3 Wochen als ein schönes Feldstecherobjekt.
Er bewegt sich nun vom Sternbild Kassiopeia zum Sternbild Kleinen Wagen
und wird Mitte März knapp am Polarstern vorbeiziehen. Der Komet
kann wie bisher die ganze Nacht hindurch beobachtet werden. Mit dieser
Aufsuchkarte sollte die Auffindung von Komet Machholz auch weiterhin
gut gelingen. (Foto: Hermann Koberger)
Besonders wichtig ist es, in der „mondlosen“ Zeit zu beobachten.
Die ersten beiden Wochen im März sind dazu gut geeignet.

Verkaufe grüne Laserpointer DPSS 5mW
(ideal für Sternführungen, zum zeigen der Sternbilder/Objekte,
da der Strahl bis zu den Sternen sichtbar ist!)
Preis Euro 95,00.- zzgl. Versand von 5,00.- (innerhalb Österreich)
Bei Interesse E-Mail an: sven.berger@liwest.at oder Handy 0699 14 74 15 95 |
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