N 47°54'48" / O 13°36'33" / 860m
von Erwin Filimon
Mit 461 Mitgliedern haben wir derzeit ca. gleich viele wie im Vorjahr.
Obwohl es viele Beitragsrückstände aus 2005 gibt, hoffen wir, dass uns diese Mitglieder großteils erhalten bleiben und ihre Beiträge noch einzahlen.
21 Mitglieder sind neu eingetreten, das freut uns ganz besonders.
55 Personen waren 2005 unterstützende Mitglieder, die uns mit einer Spende bei der Vereinsfinanzierung halfen.
58 neue Himmelskundeinteressenten haben uns 2005 ihre Adresse gegeben.
Damit ist der Kreis der Himmelskundeinteressierten mit insgesamt 300 Personen in etwa gleich geblieben.
29 davon erhalten die Astro-Infos mit der
Post.
271 erhalten sie via E-Mail.
Wir sind bei unseren Vereinsfinanzen besonders auf die Mitgliedsbeiträge angewiesen. Bitte unterstützen Sie unseren Verein und treten Sie als Mitglied unserem Arbeitskreis bei. Sie unterstützen uns damit beim Ausbau und der Erhaltung der Sternwarte Gahberg. Nützen Sie bitte den beiliegenden Zahlschein.
Der Mitgliedsbeitrag beträgt für:
Wir danken aber auch herzlichst für Spenden!
Insgesamt gab es im vergangenen Jahr nur 4 Ausgaben der Astro-Info. Auf insgesamt 28 A4-Seiten erhielten ca. 1100 Mitglieder, Interessenten und Freunde der Sternwarte Gahberg diese Informationen. Zusätzlich haben wir viele Kurzinfos über Internet an unsere Mitglieder und Bezieher der Astro-Info weitergeleitet.
Die Astro-Info wird bereits 669mal digital über das Internet zugestellt. Dies erspart Druck- und Portokosten und die Vereinszeitung ist schneller beim Empfänger. Am kostengünstigsten ist es für uns, wenn so viele Mitglieder wie möglich die Astro-Info über E-Mail beziehen (deshalb eine E-Mail an info@astronomie.at senden und uns diesen Wunsch bekannt geben). Wir übertragen keine großen Datenmengen.
Es erfolgt nur ein kurzes Text-Email mit dem Hinweis, dass eine neue Astro-Info erschienen ist. Diese kann dann entweder direkt über den enthaltenen Link in unserer Homepage angesehen werden, oder als pdf-Datei geladen werden. Der Versand der restlichen ca. 400 Exemplare erfolgt über die Post zu leider sehr hohen Portokosten. 2004 haben wir noch rund 560 Exemplare mit der Post versandt. Die Astroinfo stelle ich als Obmann inhaltlich zusammen, Gert Kroner kümmert sich um das entsprechende Layout, Robert Orso ist für die Umwandlung in die Digital Ausgabe und die Aufbereitung an die Druckerei, die Aussendung über das Internet sowie für die Einbindung in unsere Homepage zuständig. Der Versand der Postausgaben erfolgt durch Helga Reichbauer.
Im Jahr 2005 haben wir auf der Sternwarte 18 Führungen abgehalten, (das waren deutlich weniger als die 27 Führungen im Vorjahr), an denen mindestens 1000 Personen teilgenommen haben. Viele Führungen mussten aufgrund der ungünstigen Wetterlage abgesagt werden. Am 5., 15. und 25 Juli sowie am 5. August waren weitere Führungen eingeplant. Der Erfolg dieser zusätzlichen Termine hat uns veranlasst, diese Sondertermine in der Hauptsaison auch 2006 einzuplanen. Pro Besucher erhielten wir im Durchschnitt 1,5 € an Spenden. Durch die Ausgabe von Besucherkarten lässt sich die Anzahl der Personen sehr genau ermitteln. Auch 2006 soll es bei „freiwilligen Spenden” bei den Sternwartenführungen bleiben. Die Ausgabe der Besucherkarten hat erfahrungsgemäß auf die Spendenbereitschaft einen positiven Einfluss.
Mit 180 Personen war die Führung am 20. Mai (Nacht der offenen Tür) am besten besucht. Besonders gut besucht waren auch die Führungen am 15. April (120 Personen), am 10. August (150 Personen) und am 30. August (140 Personen).
Besonderer Dank gilt vor allem jenen aktiven Mitarbeitern der Sternwarte, die viel Zeit aufgebracht haben, um bei den Führungen den Besuchern die Sternwarte Gahberg und den Sternenhimmel zu erklären. Nur durch ihren Einsatz war es möglich, die Sternwartenführungen in diesem Ausmaß vor allem an den besucherstarken Tagen aufrechtzuerhalten.
Mit den Sommerführungen haben wir begonnen, die Sternwartenführung um eine Freiluftprojektion unserer besten Astronomieaufnahmen zu erweitern. Die Idee dazu stammt von Günter Kerschhuber, der auch die Bildpräsentation zusammengestellt hat.
Das Führungsteam der Sternwarte Gahberg ist ein eingespieltes, engagiertes Team, das den Besuchern eine sehr persönliche Sternwartenführung bietet. Viele vom Team nehmen eine weite anreise auf sich (Braunau, Schwanenstadt, Wels, Kirchdorf, Bad Ischl, Pichl bei Wels, Gmunden, Altmünster, Vöcklabruck, Attnang-Puchheim etc.), um bei den Führungen mitzuhelfen.
| Namen | Anzahl Führungen |
|---|---|
| Erwin Filimon | 13 |
| Stefan Pfeiffer | 9 |
| Peter Petz, Kurt Föttinger, Wolfgang Gebetsroither | 8 |
| Hannes Schachtner, Robert Orso | 7 |
| Walter Gross, Rolf Löhr | 6 |
| Wolfgang Piracher, Dr.Rudolf Meitz, Markus Gattinger | 5 |
| Sven Berger, Sabrina Tischlinger, Harald Strauss | 4 |
| Günter Kerschhuber | 3 |
| Bernhard Hubl, Sonja Spiesberger, Wolfgang Vogl, Robert Hochwimmer | 2 |
| Peter Großpointner, Hermann Koberger | 1 |
2005 haben unsere Mitglieder die Sternwarte an 60 Tagen besucht um eigene Beobachtungen/Fotos zu machen. Am intensten nützten die Sternwarte Harald Strauss (27x) und Hannes Schachtner (26x). Weitere häufige Benützung erfolgte durch Erwin Filimon (16x), Sven Berger (9x), Stefan Pfeiffer (8x), Christoph Kaltseis (8x) und Klaus Eder (8x), Weitere 12 Mitglieder haben die Sternwarte gelegentlich zum Beobachten aufgesucht.
Die aktuellen Führungstermine finden Sie auf dieser Seite.
Das Erscheinungsbild unserer Web-Site war viele Jahre gleich geblieben. Jetzt haben wir einige längst fällige Modernisierungen in Angriff genommen. Natürlich können wir 1000 Seiten nicht auf einmal völlig umkrempeln, daher werden in der Übergangsphase bei einigen Seiten Anzeigeprobleme festzustellen sein.
Im ersten Zug wurde das bereits etwas altmodische Erscheinungsbild erneuert, in weiterer Folge wird die Seitenstruktur selbst den modernen Browsern angepasst. Künftig wird bei der Formatierung mas auf Style-Sheets gesetzt. Diese Technologie ist mittlerweile 10 Jahre alt und sollte von jedem heutzutage eingesetzten Browser ausreichend unterstützt werden. Gleichzeitig wird das neue Layout dadurch größtenteils „Barrierefrei” (Verzicht auf verschachtelte Layout-Tabellen).
Sollte jemand Probleme bei der Darstellung haben, dann bitte ich um Mitteilung an die Adresse webmaster@astronomie.at mit Angabe des verwendeten Browsers (Name, Version) des Betriebssystems, sowie der Seite, bei der das Problem auftritt. Als letzten Schritt streben wir die Überleitung des bis jetzt per Hand erstellten Webs in ein Content-Management System (CMS) an, das dann mehreren Autoren die Möglichkeit bietet, sich bestimmten Bereichen inhaltlich zu widmen. Das wird noch eine Weile dauern, da hierzu der mittlerweile etwas verfilzte Inhalt des Webs völlig neu strukturiert werden muss. (Robert Orso)
Rund 1400 unserer besten Bilder sind derzeit in der Bildergalerie abfragbar. 102 Bilder sind im heurigen Jahre hinzugekommen. (http://www.astronomie.at/Pictures.asp).
Besonders hinweisen möchten wir auch auf den Bazar auf der Homepage wo jeder Besucher der Homepage Kauf- und Verkaufsanzeigen aufgeben kann.
Rund 82.000 Besucher unserer Homepage haben wir 2005 registriert. Etwa 630.000 Seiten wurden aufgerufen und rund 1,5 Millionen Zugriffe ergaben ein Datenvolumen von rund 17 GB. Fazit unsere Homepage ist beliebt und wir sind bemüht, diese informativ und aktuell zu halten.
Dank an Robert Orso für die Bemühungen um unsere Homepage.
Wir haben im Jahr 2005 nur die notwendigsten Anschaffungen und Reparaturen durchgeführt. Der Jahresabschluss ergibt einen, wenn auch geringen Guthabensaldo per Jahresende. Auch die Jahre 2006 und 2007 werden bedingt durch Rückzahlungen von Privatanteilen von Mitgliedern (für den Umbau 2003/2004) sehr „sparsame” Jahre für unseren Verein werden.


Im abgelaufenen Jahr 2005 haben es in Summe wieder 48 CCD Aufnahmen aus unserer CD im Zuge einer Veröffentlichung in eine astronomische Fachzeitschrift geschafft, bzw. wurden als Astrobild der Woche gepostet (www.astronomie.de). Auch im astronomischen Jahrbuch Ahnerts 2006 sind wieder 10 Aufnahmen unserer Gruppe zu finden.
Eine weitere Veränderung bezieht sich auf den Herausgeber der CCD-CD. Rolf Löhr hat dankenswerter Weise die Aufgabe übernommen, die CD künftig laufend zu überarbeiten und ist nun an meiner Stelle als Ansprechpartner für den Inhalt und den Versand der CD verantwortlich. Ich selbst kann mich nun wieder neuen Aufgaben im Team der Sternwarte widmen. Nach beinahe 10 Jahren mit dem CD-Projekt auch für mich keine leichte Entscheidung.
Im S&W Sonderheft "Astronomie für Alle 2005" (erschienen Dez. 2005) sind nachstehende Bilder des CCD-Teams zu finden:
| Objekt | Fotograf | Seite |
|---|---|---|
| N7129+7142 | Bernhard Hubl | 47 |
| IC59+63 | Bernhard Hubl | 48 |
| M34 | Harald Strauß | 58 |
| N1245 | Georg Emrich + Klaus Eder | 58 |
| N1333 | Georg Emrich + Klaus Eder | 60 |
| N2024 | Georg Emrich + Klaus Eder | 70 |
| M78 | Bernhard Hubl | 71 |
| N2174 | Bernhard Hubl | 72 |
| A21 (Medusa Nebel) | Günter Kerschhuber | 76 |
| M50 | Günter Kerschhuber | 83 |
| M67 | Bernhard Hubl | 109 |
Wir freuen uns mit unserem Mitglied Bernhard Hubl, dass die NASA seine Aufnahme des Hexenkopfnebels zum "Astronomy Picture of the Day" gewählt hat. Gratulation an einen tollen Astrofotografen in unseren Reihen.
Die Aufnahme findet man unter: http://antwrp.gsfc.nasa.gov/apod/ap051227.html Weitere Aufnahmen von Bernhard Hubl gibt es auf seiner Homepage: http://hubble.heim.at/
Mit der Aufzeichnung der hellen Feuerkugel am 25. Oktober 2005 ist uns wieder ein ganz besonderer Erfolg gelungen (siehe Bericht in dieser Ausgabe), der unsere Bemühungen und Kosten für dieses wissenschaftliche Instrument rechtfertigen.
Leider haben nur wenige unserer Mitglieder in Österreich die Möglichkeit gehabt, die Sonnenfinsternis kurz zu sehen, aber viele Mitglieder waren auf ihrer Sonnenfinsternisreise nach Spanien sehr erfolgreich (siehe Berichte in dieser Ausgabe)
Ein Astronomiekurs mit 14 Teilnehmern wurde im April 2005 von Erwin Filimon auf der Sternwarte Gahberg abgehalten.
Der Astronomieworkshop 2005 Ende April / Anfang Mai 2005 zum Thema „astronomische Digitalfotografie” war wieder sehr erfolgreich.
25 Jahre Verein - Astronomischer Arbeitskreis Salzkammergut
Da unser Verein im Oktober 1980 gegründet wurde, hatten wir im Herbst 2005 unser 25-jähriges Jubiläum.
Wie war es damals, beim Bau der ersten einfachen Geräte – und was ist aus unseren Ideen, Plänen und Vorstellungen geworden. Wie hat sich die Ausrüstung verändert und wie technisch ist unser Hobby geworden.
Zu dieser „Zeitreise” über ein Vierteljahrhundert Astronomiegeschichte laden wir herzlich ein:
In der Nacht von Montag auf Dienstag den 24. auf 25. Oktober 2005 war um 1.41 Uhr MESZ eine besonders helle Feuerkugel zu sehen.
Die Feuerkugel konnte von der Meteoritenortungskamera der Sternwarte Gahberg aufgenommen werden. Die Belichtungszeit der Aufnahme war in der Nacht von 24./25. Oktober 2005 von 23:01 bis 3:00 Uhr. Neben der langen hellen Spur des Mondes ist auch die Spur der Planeten Mars und die Feuerkugel, die türkis leuchtete, abgebildet. Die Feuerkugel war ein Meteor aus dem Tauriden-Meteorstrom. Die Meteoritenortungskamera Gahberg war die einzige aus dem europäischen Netzwerk, die die Feuerkugel aufnehmen konnte. Alle anderen Stationen waren wegen des hellen Mondlichtes nicht in Betrieb. Unsere modernisierte Version dieser Kamera erlaubt auch mehrere Belichtungen in einer Nacht und so ist es uns möglich, auch in hellen Mondnächten zu fotografieren. Das Team der Sternwarte Gahberg freut sich über den neuen Erfolg mit der Meteoritenortungskamera am Gahberg.
Ein Hobbyastronom aus der Schweiz hat die Himmels/Landschaftsaufhellung mit seiner automatischen Überwachungskamera festhalten können. Leider ist die Feuerkugel darauf nicht direkt zu sehen. Die Himmelsaufhellung ist allerdings bemerkenswert. Den Film kann man sich auf dieser Seite ansehen.
Am 25. Oktober, 01:41 Uhr MESZ, habe ich eine Feuerkugel gesichtet, die zunächst als heller, explosionsartiger, kugelförmiger Blitz aufleuchtete (um ein Vielfaches heller als der Vollmond) und dann in einer Strichspur verglühte. Die Strichspur war heller als derzeit der Mars und relativ breit (ähnlich einem Kondensstreifen eines Jets). Die Strichspur verschwand gleichmäßig bereits nach 2-3 Sekunden. Einzelne Partikel verglühten noch glitzernd, wie man es von einem Feuerwerk kennt. Einen Knall der Explosion habe ich nicht gehört. Die Länge der Strichspur war ca. 10-15°.Zeitgleich war das Aufleuchten der Feuerkugel auch in Innsbruck zu sehen (ich telefonierte gerade zu dieser Zeit mit jemanden aus Innsbruck). Auch dort war offensichtlich die Helligkeit deutlich über der Helligkeit des Vollmondes. Anbei schicke ich noch eine Sternkarte zum angegebenen Zeitpunkt mit. Die Strichspur mit der angedeuteten kugelförmigen Explosion am Beginn der Strichspur habe ich eingezeichnet. Ebenso habe ich die Koordinaten meines Beobachtungsstandortes angegeben.

viele Tauriden-Feuerkugeln sorgten für Aufsehen.
In weiterer Folge kam es im November zu weiteren hellen Feuerkugelsichtungen. Wetterbedingt blieb leider die Aufnahme vom 25. Oktober die einzige, die am Gahberg gemacht werden konnte. Der im November tätige Meteorstrom der „Tauriden” hat in diesem Jahr offenbar viele besonders helle Feuerkugeln mitgebracht.
Die Tauriden sind ein alljährlicher Meteorstrom, dessen Aktivität bereits Mitte September beginnt und bis in den November hinein andauert. Die Zahl der Tauriden ist gering und beträgt selbst zur Maximumszeit, die so um Anfang November liegt, nur 7 bis 10 Meteore pro Stunde. Benannt sind die Tauriden nach „Taurus” dem Sternbild Stier. Die Tauriden sind dafür bekannt, dass helle Feuerkugeln zu sehen sind.
Am 7. November gab es auch einen dokumentierten Einschlag eines Tauriden am Mond. Ein offenbar nur rund fußballgroßer Meteor hat den Mond mit einer Geschwindigkeit von 27 km je Sekunde getroffen. Mit einem 25 cm Spiegelteleskop wurde dieser Einschlag von NASA Wissenschaftlern auf Video aufgezeichnet. Am Mond dürfte es somit einen Kleinkrater mehr geben. Der stellt mit rund 3 Meter Durchmesser und ½ Meter Tiefe, so die Berechnungen, kein wirklich großes Objekt dar. Nicht einmal das Weltraumteleskop Hubble könnte den Krater erkennen. Das Weltraumteleskop kann nur Mondkrater sehen, die mindestens 60 Meter im Durchmesser haben. Die Explosion war so hell wie ein Stern 7. Größe (nur im Feldstecher sichtbarer Stern), aber hell genug, um auch von Amateurkameras aufgenommen zu werden.
In der Maximumsnacht von 12./13. August 2005 konnte ein Team von der Sternwarte Gahberg aus bis ca. 00:30 Uhr bei guten Bedingungen die Perseiden beobachten. (Hannes Schachtner, Georg Emrich, Klaus Eder, Peter Petz, Dr. Rudolf Meitz, Wolfgang Gebetsroither, Erwin Filimon, Hermann Koberger). Ab 00:30 gab es aufziehende Wolken und schließlich nur mehr Wolkenlücken.
Es wurden auch wieder einige Zählungen durchgeführt
| Uhrzeit | Anzahl gezählt | Anzahl je Stunde |
|---|---|---|
| 23:18 - 23:28 | 17 | 102 |
| 23:35 - 23:45 | 12 | 72 |
| 00:07 - 00:17 | 11 | 66 |
Für eine Maximumsnacht eher wenige Meteore. Auffallend: je später umso weniger Perseiden — das ist eher ungewöhnlich. Unsere Beobachtungen wurden von anderen Beobachtergruppen bestätigt. Das Maximum der Perseiden war 2005 aufgeteilt auf mehrere Stunden und die Aktivität war nur sehr mäßig.
Auch Aufnahmen wurden versucht, mit — bedingt durch die geringe Aktivität eher einer „mageren” Ausbeute. Erwin Filimon gelang eine Perseidenaufnahme (siehe Foto Seite 9) in dieser Nacht. Fuji Press 800 ASA Farbfilm, mit normaler Spiegelreflexkamera und Normalobjektiv 1:1.8/55 mm.
Vereinzelt haben einige Mitglieder in Bad Goisern und Neuhofen in OÖ durch Wolkenlücken Fotos machen bzw. beobachten können.
Mit dem Wetter hatte ich in Bad Goisern wohl mehr Glück. Die Sonne kam teilweise kurzzeitig zum Vorschein. So bei Beginn der Finsternis um 8h58, das habe ich aber nicht genau mitbekommen, da der Sonnenrand stark wabberte. Zur Finsternismitte war eine längere Wolkenlücke vorhanden, da habe ich einige Bilder aufgenommen, um ca. 10h18 (siehe Bild). Das Ende war auch wieder zu sehen 11h34 und 50 Sekunden.
Beobachtungsgerät: 203/1200 Newton, Eigenbaumontierung, Kamera Jenoptik mit 4Megapixel, und TS Superview 40mm Okular.
Die kommende totale Sonnenfinsternis ähnelt sehr, jener von 1999. Tageszeit, Sonnenhöhe sowie Ablauf sind fast ident, doch die Totalität dauert diesmal z.B. an der türkischen Riviera 3m 45s (50% länger). Bereits seit 14 Monaten arbeiten R. u. T. Conrad (Österr.) parallel mit W. Meirich (Deutschland) für zwei, auf die SoFi abgestimmten Flugreisen, in die Türkei. Inzwischen sind natürlich die Buchungen fast abgeschlossen. (Aus einer geschätzten Gruppe von etwa 30 österr. Astro-Freunden, haben sich mehr als 300 österreichische Sternfreunde zu einer „SoFi-Truppe” gefunden). Für Spätentschlossene gibt es noch Restplätze bei Astro-Station-Conrad um € 430,- all-inclue, 1 WO, 5*Hotel „Süral Saray” in der Zentrallinie, astronomische Betreuung, SoFi-Paket etc.
Alle Informationen sowie Buchungsmöglichkeit findet man unter: www.astronomie.at/asc Rudolf Conrad - FAX & Telefon 01 / 36 95 194

Auf der Heimfahrt nach der ringförmigen SOFI in Spanien, lud uns unser Vereinsmitglied Stefan Uttenthaler ein zum Tag der offenen Tür der ESO. Im Bus wurde spontan der Entschluss gefasst, mit einem kleinen Bus nach Garching zu fahren, Rudi Dobesberger erklärte sich sofort bereit, bei den Sternfreunden-Steyr dafür zu werben. Die Anmeldungen hielten sich anfangs in Grenzen, erst das Internet brachte uns letztendlich so viele Anmeldungen, dass wir schließlich mit 46 Astrointeressenten und 5 Einkaufslustigen nach Garching fuhren.
Stefan führte uns durch die ESO und beantwortete uns auch viele Fragen. Eine Videokonferenzschaltung mit dem Paranal Observatorium in Chile ermöglichte es, Fragen zu stellen und diese wurden auch gleich beantwortet. Die Zeit verging wie im Fluge und nach etwa 3 Stunden, reich an Eindrücken und einer gratis DVD über 15 Jahre Hubble Space Teleskop, traten wir die Heimfahrt an. Nach der Ankunft daheim fuhren wir noch mit den Sternfreunden-Steyr auf den Gahberg, um die Sternwarte zu besichtigen und noch gemeinsam zu beobachten. So fand ein schöner Tag einen wunderbaren Abschluss. (Bericht: Stefan Pfeiffer)
Auch 2006 wollen wir wieder einen Workshop abhalten. Am (verlängerten) Wochenende 29. April bis 1. Mai werden wir diesen Workshop in gewohnter Weise auf dem Gahberg im Alpengasthof Kogler abhalten.
Thema: Projekte, Vorhaben, Ideen und neue Techniken in der digitalen Astrofotografie
Die Entwicklung bleibt nicht stehen — wo werden wir in 10 Jahren sein, was ist noch möglich? mit welchem Material, zu welchem Preis und zu welchem Einsatz?
Referenten zum Thema bitte melden bei: Erwin Filimon, filimon@astronomie.at bzw. Tel. 07662-6490 (abends).
Alois Ortner hat uns bereit sein Kommen zugesichert und auch die Fa. Teleskop-Service Ransburg wird wieder vertreten sein.