Astronomischer Arbeitskreis Salzkammergut

Sternwarte Gahberg

N 47°54'48" / O 13°36'33" / 860m

Eine Kometenüberraschung – der Helligkeitsausbruch des Komet P17/Holmes

 

Entdeckung:
Der Komet P17/Holmes wurde am 6. November 1892 von englischen Astronomen Edwin Holmes entdeckt. Schon damals war der Komet ein eher lichtschwaches Objekt und verdankt seine Entdeckung einem Helligkeitsausbruch. Auch 1892 war der Komet nach dem Helligkeitsausbruch mit freiem Auge sichtbar. 

Umlaufsbahn:
Der Komet hat eine 7-jährige Umlaufszeit um die Sonne, allerdings liegt sein Perihel (= sonnennähester Punkt seiner Bahn) mit rund 300 Millionen Kilometer Sonnenentfernung sehr weit von der Sonne weg, sodass der Komet unter normalen Umständen nur eine geringe Helligkeit erreicht und daher nur fotografisch mit großen Geräten aufgenommen werden kann. Von 1906 bis 1964 konnte der Komet überhaupt nicht beobachtet werden – er war einfach zu schwach und zeigte in dieser Zeit auch keinen markanten Helligkeitsausbruch.

Komet P17/Holmes © Bernhard Hubl

Unser Mitglied Bernhard Hubl konnte am 1. Nov. 2007 den Kometen fotografieren. Das Bild auf der Titelseite wurde mit einem APO – NP101/540 mm und 72 min Gesamtbelichtungszeit aufgenommen, LRGB, mit ST2000XM. Der breit aufgefächerte schwache Gasschweif ist sichtbar.

Helligkeitsausbruch:
Am 24. Oktober 2007 ist der Komet Holmes überraschend innerhalb von 24 Stunden von der 17. Größenklasse um rund 500.000fach heller und mit rund +2,5 Größenklasse freisichtig geworden. Er erreichte die Helligkeit der Sterne im Sternbild Perseus. Aktuelle Messungen deuten auf den Zerfall des Kometenkernes hin. Der Komet besteht hauptsächlich aus Staub und Eisteilchen und weist relativ wenig Gas auf.
Unser Mitglied Bernhard Hubl konnte am 1. Nov. 2007 den Kometen fotografieren. Aufgenommen mit APO – NP101/540 mm bei 72 min Gesamtbelichtungszeit, LRGB, mit ST2000XM. Der breit aufgefächerte schwache Gasschweif ist sichtbar.

Die Größenklasse ist der Begriff für die Angabe der astronomischen Helligkeit von Objekten. Die Einteilung geht auf die alten griechischen Astronomen zurück. Die hellsten Sterne am Himmel sind in der 1. Größenklasse, die schwächsten mit freiem Auge sichtbaren Sterne sind 6. Größenklasse. Der Helligkeitsunterschied zwischen einem Stern 1. Größenklasse und einem Stern 2. Größenklasse beträgt das 2,5fache. Abgekürzt wird die Größenklasse mit einem m für „magnitudo“ (= lat. Helligkeit). Der Komet hat derzeit +2.5m.
Einige Objekte sind viel heller und passen nicht mehr in diese Größenklassenangabe, daher werden diese Objekte mit – (minus) vor der Helligkeitsangabe geführt. (z.B. die Venus hat ca. – 4 m, oder die Sonne hat – 26 m.

Erscheinung nach dem Ausbruch:
Zunächst zeigte sich der Komet sehr sternförmig. Mit freiem Auge konnte man glauben, es gäbe nun im Sternbild Perseus eine Nova zu beobachten. Erst in den folgenden Tagen wurde durch die Ausbreitung der Kometenkoma das Objekt als Komet auch erkennbar.

Koma = Die Kometenkoma ist die Gas- und Staubhülle um einen Kometenkern, die „Atmosphäre“ des Kometen. Während der Kern nur wenige Kilometer groß ist, kann die Kometenkoma mehrere 100.000 km im Durchmesser groß sein.
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In den ersten Tagen nach dem Ausbruch dehnte sich die innere helle Staub-Kometenkoma  pro Tag um rund 1 Bogenminute aus – das entspricht in der großen Entfernung, in der sich der Komet derzeit von der Erde befindet (245 Millionen Kilometen entfernt) einer Expansionsgeschwindigkeit der Kometenhülle (Koma) von rund 1 Kilometer pro Sekunde. Das sind mehr als 80.000 Kilometer pro Tag. In der ersten Novemberwoche erreichte diese innere Kometenkoma mit einer Ausdehnung von 20 Bogenminuten schon fast 2/3 des Vollmonddurchmessers am Sternenhimmel. Diese Aufnahme von Bernhard Hubl zeigt die Veränderung der Kometenkoma während 17 Stunden.
Die äußere Gas-Kometenkoma ist nur bei längeren Belichtungszeiten auf den Aufnahmen zu sehen und leuchtet grünlich. Mit der äußeren Kometenkoma erschien der Komet um den 5. November in etwa in der Größe des Vollmondes am Himmel.

In den nächsten Wochen ?
Es wird angenommen, dass der Komet nach seinem Ausbruch nun wieder an Helligkeit verlieren wird. Mit der Ausdehnung der Kometenkoma wird die Helligkeit auf ein größeres Gebiet ausgedehnt und im Gesamteindruck zurückgehen. Komet Holmes könnte jedoch noch bis in den Dezember mit freiem Auge zu sehen sein. Außerdem ist ein weiterer Helligkeitsausbruch jederzeit möglich - es wird sogar damit gerechnet.

Größer als die Sonne:
Der Komet erreichte um den 10. November eine tatsächliche Ausdehnung (Komadurchmesser) von rund 3 Millionen Kilometer. Damit ist der Komet derzeit das größte Objekt im Sonnensystem, denn er übertrifft die Größe der Sonne um das Doppelte.

Schweifentwicklung:
Ende Oktober zeigte sich dann auch ein aufgefächerter kurzer Schweif. Von der Perspektive her zeigt dieser Kometenschweif fast genau von uns weg und ist auch größtenteils hinter der Kometenkoma verborgen. Am 8. November riss dann dieser Kometenschweif von der Koma ab. Italienische Amateure konnten diesen Schweifabriss dokumentieren. Die Aufnahme findet man auf der Spaceweather-Seite unter diesem Link:
http://spaceweather.com/comets/holmes/09nov07/Paolo-Berardi1.jpg?PHPSESSID=pl4sh6ji1i9ijkkhul87g89l16

Aufsuchkarte im Sternbild Perseus:
Die nächsten Monate wird sich der Komet auch weiterhin im Sternbild Perseus befinden und damit ideale Beobachtungsbedingungen bieten, da der Komet zirkumpolar ist und somit die ganze Nacht hindurch beobachtet werden kann. Hier eine Aufsuchkarte des Kometen bis Anfang Feber 2008:
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Wie finde ich den Perseus ?
Eine weitere Aufsuchkarte für weniger geübte. Anblick für 22.00 Uhr. Als Basis für die Auffindung des Kometen wird das Sternbild "Großer Wagen" verwendet, das um 22.00 Uhr fast genau im Norden zu finden ist. Wenn man die beiden Sterne des Wagenkastens ca. 5x verlängert, kommt man in das Gebiet des Sternbild Perseus.
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Kometenfotografie
Auf unserer Homepage haben wir mittlerweile zahlreiche Kometenaufnahmen von unseren Mitgliedern veröffentlicht.
Für diesen Kometen gelten andere Voraussetzungen al normalerweise üblich sind: 

Mit langen Brennweiten (und kurzen Belichtungszeiten) kann man sehr gut die innere helle Staubkoma mit dem sogenannten „falschen Kern“ und die konzentrische Helligkeitsverdichtung im inneren Koma wiedergeben. ebenso gut erkennt man, dass im linken Teil die Kometenkoma relativ scharf begrenzt ist, während rechts durch den Übergang in den Schweifansatz die Koma diffus wirkt.

Mit mittleren Brennweiten (ca. 500 mm) und langen Belichtungszeiten wird zwar der Bereich der inneren Koma überbelichtet aber dafür sind dann die grünlich leuchtenden Bereiche der äußeren Gaskoma zu erkennen. Bei extrem langen Belichtungszeiten und Bearbeitung der Aufnahmen wird schließlich auch der schwache Schweif erkennbar.

Mit sehr kurzen Brennweiten (Normal- und Teleobjektiven) wirkt der Komet sehr sternförmig und ohne Strukturen.
Es liegt in der Natur der Kometen, dass sie ihr Aussehen rasch verändern und mit dem Erhalt dieser Astro-Info gibt es schon wieder Neuigkeiten – auf unserer Homapage haben wir eine Sonderseite diesem Kometen gewidmet.

Einladung zum  Monatstreffen des Astronomischen Arbeitskreises Salzkammergut am

Freitag, dem 7. Dezember 2007 um 19.00 Uhr
im Gasthof Frickh „Goldenes Schiff“
in Schörfling am Attersee mit dem Vortrag
„Die Natur der Kometen“ von Bernhard Hubl geben.

Beim Monatstreffen gibt es auch die neuesten Bilder vom Kometen Holmes zu sehen.
Wir freuen uns auf zahlreiche Besucher.

Der Planet Mars in Erdnähe
November 2007 bis Jänner 2008

Am 24. Dezember 2007 erreicht der Mars die Opposition zur Sonne – mit Sonnenuntergang geht der Mars dann genau im Nord-Osten auf und kann die ganze Nacht hindurch beobachtet werden. Nur etwa alle zwei Jahre kommt es zur Erdnähe des Mars und für einige Monate können wir mit Teleskopen Einzelheiten seiner Oberfläche beobachten. Die restliche Zeit ist der Mars zu weit entfernt und das daher zu klein, um Details erkennen zu können.

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Eine Grafik von unserem Kassier und Obmann-Stv. Robert Orso zeigt den Vergleich der letzten 4 Marsoppositionen:

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Die geringste Entfernung zum Mars wird in der Nacht vom 18./19. Dezember 2007 erreicht. Rund 88 Millionen Kilometer ist der Mars dann von uns entfernt. Im Teleskop ist das Marsscheibchen dann rund 15,9 Bogensekunden groß, (das entspricht der Größe einer 1 € Münze in 300 Meter Abstand!) Im Jahre 2003 war der Abstand nur rund 56 Millionen Kilometer und der Durchmesser mit rund 25,1 Bogensekunden optimal und der Mars daher wesentlich näher und größer in den Teleskopen zu beobachten).

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Einen Vorteil gibt es heuer trotz relativ kleinem Marsscheibchen: Der Mars steht im Sternbild Zwillinge extrem hoch am nördlichen Sternenhimmel – das begünstigt die Teleskopbeobachtungen, da er um Mitternacht rund 70 Grad über dem Südhorizont steht, und es durch den kurzen Weg des Lichtes durch die Erdatmosphäre zu geringen atmosphärischen Störungen kommt.

Durch die Erdnähe wird der Mars sehr hell werden und er erreicht fast die Helligkeit des Planeten Jupiter und er wird zu einem sehr auffälligen Objekt des Wintersternenhimmels werden.
Die weiteren Marsoppositionen für die nächsten Jahre sind nicht mehr so günstig. Erst 2016 wird der Abstand zum Mars etwas kleiner sein als heuer. Die nächsten Oppositionen 2010, 2012 und 2014 sind ungünstiger als 2007.

Marsbeobachtung mit dem Teleskop
Zur Beobachtung und zur Fotografie sollte man ein Teleskop mit möglichst langer Brennweite benützen. Auf der Sternwarte Gahberg bietet sich zur visuellen Beobachtung insbesondere das große Linsenteleskop (Brennweite 2600 mm) bzw. zur Fotografie das C11-Teleskop (Brennweite 2800 mm) an.
Vergrößerungen ab rund 150fach sind eine Mindestanforderung. Je mehr Vergrößerung, umso besser, jedoch setzen atmosphärische Einflüsse (die Luftunruhe) der Beobachtung/Fotografie Grenzen, die sich während einer einzigen Nacht stark ändern können.
Im Gegensatz zur Beobachtung schwacher Objekte kann der helle Mars auch in Städten und an Orten mit „Lichtverschmutzung“ gut beobachtet werden.

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Wie fotografiert man Planeten / den Mars:
Günter Kerschhuber und Friedrich Topf – einige Tipps:

Aufnahmetechnik  Mars 2007

Instrumente
Farbreine Optik verwenden (Frauenhofer Linsenteleskope sind wegen dem Farbfehler weniger geeignet - z.B. das große Linsenteleskop der Sternwarte Gahberg hat einen beträchtlichen "Blaufehler")
Erst lange Brennweiten ab 6 Meter zeigen Details auf der Planetenoberfläche.
Sinnvolles Öffnungsverhältnis*) bis max. f 30, darüber wird der Planet zu dunkel.
Geringe Anforderung an die Mechanik der Optik und an die Montierung, weil nicht genau nachgeführt werden muss.
Kostengünstige Webcamtechnik (es wird gefilmt, davon werden die besten Einzelbilder verwendet).

*) f = gibt das Öffnungsverhältnis bzw. die Blende des Teleskops an. Die Brennweite wird durch den Objektivdurchmesser dividiert – das Ergebnis ist das Öffnungsverhältnis. Das große Linsenteleskop der Sternwarte Gahberg hat eine Brennweite von 2600 mm und 200 mm Objektivdurchmesser das ergibt 2600/200 = f 13.

Umfeld / Wetter
Ruhige Luft / Seeing an einem windgeschütztem Ort sind sehr wichtig.
Wärmeabstrahlung von erwärmten Gebäuden führt zum Beispiel zu Luftunruhe.
Wolkenlücken genügen für eine Aufnahme.
Es ist kein dunkler Himmel erforderlich weil Planeten sehr hell sind.
Auf eine ausgekühlte und justierte Optik achten, denn die Vergrößerung ist sehr groß und die Abbildung muss ganz genau stimmen.

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Aufnahme
Das Auffinden des Planeten kann durch das kleine Bildfeld sehr langwierig sein, daher sollte man eine Vorjustage von Sucher und Fokus auf einem hellen Stern oder dem Mond machen.
Beim Fokussieren nur auf die Momente der ruhigen Luft  achten.
Vorteile mit IR PASS Filter und SW Aufnahme  vor allem bei Mars weil das Seeing im Infrarot (IR) Licht besser ist.
LPI (Lunar Planet Imager der Fa. Meade) hat größere Pixel als die Toucam  und benötigt mehr Brennweite.

Bildbearbeitung
Registax:  http://www.astronomie.be/registax  oder  Giotto: http://www.videoastronomy.org/giotto.htm werden zur Selektion und Mittelung verwendet - aus dem Film wird ein Einzelbild gewonnen.
Photoshop oder ein anderes Bildbearbeitungsprogramm für den „Feinschliff“ verwenden.

Keine guten Aufnahmen sind möglich
bei schlechtem Seeing / Wind, oder mit kurzen Brennweiten weil der Planet nicht ausreichend vergrößert wird. Filter gegen Farbfehler der Optik haben sich nicht bewährt. Rechner unter 2GB HD und 1000Mhz sind zu langsam, um aus dem Film ein Bild zu errechnen.

Sonstiges
Planetenfotografen die sich frustrieren wollen, sollten folgende Adressen kennen:
http://www.damianpeach.com/
http://legault.club.fr/index.html
http://www.flickr.com/photos/michael_karrer

 

Mars-Sonderführungen auf der Sternwarte Gahberg
Eintritt zu den Führungen:             Erwachsene:  4 €           Kinder:  1 €
(ausgenommen Mitglieder des Astronomischen Arbeitskreises Salzkammergut)
Sonderführungen zur Marsbeobachtung der Sternwarte Gahberg im November und Dezember 2007 bzw. Jänner 2008 werden kurzfristig unter der Tel. Nr. 07662-8297 angekündigt bzw. über E-Mail unseren Mitgliedern und Interessenten mitgeteilt
Die Führungen können bei ungünstiger oder unsicherer Wetterlage entfallen. Eventuelle Absagen werden ca. 2 bis 3 Stunden vor Beginn am Servicetelefon 07662-8297 bekannt gegeben.

Perseiden-Beobachtungen 2007

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In der Maximumsnacht von Sonntag/Montag 12./13. August 2007, war der Himmel auf dem Gahberg wolkenfrei und die Perseiden konnten beobachtet werden.

Ein Team der Sternwarte Gahberg (Pfeiffer, Petz, Schmaranzer, Schachtner, Leitner, Linner, Fischer, Löhr, Filimon) führte in der Maximumsnacht auch Zählungen durch. In der Zeit von 22.50 bis 1.50 Uhr MESZ konnten insgesamt 229 Meteore gezählt werden. Davon waren 209 Perseiden.
In der Zeit von 22.50 Uhr bis 23.50 Uhr waren 55 Perseiden von 23.50 Uhr bis 00.50 Uhr waren 63 Perseiden und von 00.50 Uhr bis 01.50 Uhr waren 91 Perseiden zu sehen.

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Es wurde mit analogen und digitalen Kameras fotografiert. Stefan Pfeiffer belichtete mit einem 18 mm 3:5 Objektiv mit der digitalen Spiegelreflexkamera (Einstellung 1600 ASA) insgesamt bis 3.30 Uhr und konnte 3 Meteore aufnehmen.

Erstmals erprobt hat Hannes Schachtner die von ihm entwickelte "WebCam-AllSkyCamera". Eine Meteoritenortungskamera die mit einer auf Langzeitbelichtung umgebauten WebCam arbeitet. Insgesamt konnten damit 6 hellere Perseiden aufgezeichnet werden.

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Ein Team des DLR (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt) unter Dr. Oberst (Foto rechts) kam zur Erprobung der in Entwicklung befindlichen digitalen Meteoritenortungskamera auf den Gahberg und testete hier das hochempfindliche Gerät, das für den Einsatz auf der Internationalen Raumstation (ISS) vorgesehen ist. Wir haben dem Team von DLR für die 4tägigen Testreihen die Sternwarte Gahberg zur Verfügung gestellt. Die Tests verliefen sehr erfolgreich - in der Nacht von 12./13. August konnten 610 Meteore und in der Nacht von 13./14. August rund 120 Meteore aufgezeichnet werden.

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Das DLR stellt uns die am Gahberg gewonnenen Aufnahmen für unsere Auswertung zur Verfügung. Wir werden die visuellen Daten mit den Meteorfotografien abgleichen.

 

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Meteore im Dezember 2007 und Jänner 2008

Das Maximum der Geminiden-Sternschnuppen wird für die Nacht von Donnerstag/Freitag 13./14. Dezember und Freitag/Samstag 14./15. Dezember 2007 erwartet. Bis zu 120 Sternschnuppen pro Stunde könnten unter besonders guten Bedingungen zu sehen sein. In den frühen Morgenstunden ist mit den meisten Meteoren zu rechnen. Der Mond stört nach Mitternacht nicht mehr.

Das Maximum der Quadrantiden wird für die Nacht von Donnerstag/Freitag - 3./4. Jänner erwartet. Die zweite Nachthälfte ist für die Beobachtung besser geeignet.
Bei Schönwetter sind gemeinsame Beobachtungen geplant – näheres auf der Homepage, dem Anrufbeantworter oder über E-Mail.

Sehen in der Nacht.

Die Nachtmyopie (Nachtkurzsichtigkeit) ist keine Fehlsichtigkeit im üblichen Sinne, sondern eine physiologisch bedingte Kurzsichtigkeit, die nur bei abnehmender Helligkeit einsetzt.

Die Ursachen dafür sind :

  • die chromatische Aberration des Nachtlichtes (Licht hat unterschiedliche Brennweiten, so hat blaues Licht eine kürzere Brennweite als rotes Licht)
  • die sphärische Aberration (Öffnungsfehler) der weiten Pupille
  • die unwillkürliche Akkommodation (muskelbedingte Einstellung) der Augenlinse

Aufgrund der dunklen Umgebung tritt eine relative Kurzsichtigkeit ein. Die Ferne wird unscharf. Gegenstände, Objekte(z.B. Sterne) und Schilder werden erst spät erkannt.
Ist für den Brillenträger das Vorhalten von ca. - 0,5 dpt (für das Sehen bei Nacht im voll abgedunkelten Raum) angenehm und komfortabel, ist diese zusätzliche Präferenz empfehlenswert.

In den meisten Fällen würde das für einen Kurzsichtigen eine stärkere und für den Weitsichtigen eine schwächere Brille (für den nächtlichen Einsatz, z.B. Autofahren in der Nacht oder für Astronomen) bedeuten.

Termine:

Monatstreffen am Freitag 4. Jänner 2008 im Gasthof Frickh in Schörfling
ab 19.00 Uhr Jahresrückblick 2007 und Vorschau auf 2008
Unsere Mitglieder werden gebeten eine kleine Auswahl ihrer besten Astrofotos 2007 mitzunehmen.

Der Astronomieworkshop am Gahberg findet auch 2008 wieder statt.
Der Termin wurde für Samstag, 3. Mai ab 10.00 Uhr bis Sonntag, 4. Mai 2008 mittags fixiert.

Dekorative Wandsternkarte

Weihnachtsmann

Ein schönes Weihnachtsgeschenk ist die Wandsternkarte die wir zum Preis von 10 € pro Stück anbieten können. Im Format 83 x 123 cm, Sterne bis 6,5 m Größe sind dargestellt, färbig, Nord- und Südhimmel, ergänzt wird die Karte durch 5 Astroaufnahmen österr. Amateurastronomen. 3 davon sind auch im Astronomischen Arbeitskreis Salzkammergut tätig (Günter Kerschhuber, Bernhard Hubl und Rochus Hess). Wir geben diese Wandsternkarte zum Preis von 10 € zuzüglich ev. Versandkosten ab. Bestellungen bitte an info@astronomie.at bzw. an die Vereinsadresse oder telefonisch unter 07662-6490. Die Wandsternkarten können auch bei den Sternwartenführungen erworben werden. Schöne Feiertage

 

Das Team des Astronomischern Arbeitskreises Salzkammergut -Sternwarte Gahberg wünscht allen unseren Lesern und Mitgliedern schöne Weihnachtsfeiertage und ein erfolgreiches Neues Jahr.



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