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Guenther
Wuchterl, MPI fuer Extraterrestrische Physik
Nach neueren Untersuchungen wäre das Sonnensystem so wie wir es
kennen nicht stabil wenn ein weiterer Planet mit mehr als Erdmasse
zwischen >36 AE (= Neptun +6AE) und 60 AE hinzugefügt würde. Planet
X würde erkennbare Unordnung am Außenrand des Sonnensystem stiften.
Die verbleibenden Unsicherheiten mit Neptuns Orbit kommen großteils
daher, das seit der Entdeckung noch kein kompletter Orbit (165 Jahre)
beobachtet wurde. Erst 2011 wird das erste Neptunjahr seit seiner
Entdeckung vergangen sein. Die Abweichungen in der Uranusbahn kamen von
einem Wert für die Neptunmasse der sich als falsch herausstellte als
Voyager II im Jahre 1989 an dem Gasplaneten vorbeiflog. Dabei konnte die
Masse sehr genau bestimmt werden. Seit dieser Korrektur gibt es keine
signifikanten Abweichungen in den Bahnen mehr. Die unsicherste Bahn ist
die Plutos, weil dieser erst seit 71 Jahren beobachtet wird. Das entspricht
grob einem Drittel seines Umlaufs. Die übrigen zwei Drittel seiner Bahn
konnten noch nicht vermessen werden.
Der 1999 von J.B. Murray wegen einer aus 13 Fällen bestehenden Häufung
in den Kometenbahnen erschlossene mögliche `Planet' ist da von einer
anderen Kategorie. Er wäre in einem Abstand zwischen 30 000 und 50 000
AE zu suchen. Also etwa 1/10 bis 1/5 der Distanz zum nächsten Stern und
sollte erheblich größere Masse als Jupiter besitzen, aber klein genug
damit er nicht bereits aufgefallen wäre (schwächer als 23mag). Am
ehesten könnte das ein Brauner Zwerg sein der ein paar Runden um die
Sonne dreht (wenn er existiert). Die Bahn wäre wie Murray selbst meint
vermutlich nicht über das Alter des Sonnensystems stabil. Die
Umlaufszeit im Bereich von Millionen Jahren und sein einziger
erkennbarer Effekt die Veränderung von Kometenbahnen.
Lesenswert: Planet X: a myth exposed, G.D. Quinlan 1993, Nature
363, 18
Mehr über Planet X und co: The
nine planets!
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