| Da die Mondbahn nicht ganz kreisförmig ist und sich die Entfernung innerhalb eines
Monats zwischen 356.400 km am erdnächsten Punkt und 406.700 km am erdfernsten Punkt
ändert, erscheint uns der Mond auch am erdnächsten Punkt ein klein wenig größer, als
am erfernsten. Ebenso ändert sich im Verlauf eines Jahres die Distanz zwischen Erde und
Sonne ein wenig und entsprechend auch die scheinbare Größe der Sonne. Der erdnächste
Punkt (Perihel) liegt bei 147,1 Mill. km und wird jedes Jahr um den 3. Jannuar erreicht.
Den entferntesten Punkt (Aphel) mit 152,1 Mill. km erreicht die Erde jährlich un den 7.
Juni.
Je nachdem, zu welchem Zeitpunkt es nun passiert, daß der Mond direkt vor der
Sonnenscheibe vorbeiläuft können daher unterschiedliche Ereignisse beobachtet werden.
Wenn der Mond zu diesem Zeitpunkt gerade im erdnächsten Punkt, die Sonne hingegen im
erdfernsten Punkt ist (Sonnenfinsternis anfang Juni), verdeckt der Mond die Sonne
vollständig und für bis zu 7 Minuten.
Im umgekehrten Fall, bei einer Sonnenfinsternis im Jannuar und der Mond womöglich noch
im erdfernsten Punkt, ist die Sonne scheinbar größer als der Mond und dieser kann sie
nicht vollständig bedecken. Wir sprechen dann von einer ringförmigen Sonnenfinsternis.
Natürlich sind alle Zwischenstufen möglich. Aufgrund der Geometrie der Erd- und
Mondbahn besteht etwa zweimal im Jahr die Möglichkeit zu einer Sonnenfinsternis, einmal
im Spätsommer, einmal im Winter. Als Regel kann man davon ausgehen, daß die Sommer
Finsternisse immer total sind, die Winter Finsternisse ringförmig. |